Bayer schreibt wegen hoher Rechtskosten erneut Milliardenverlust

04.03.26 08:09 Uhr

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DOW JONES--Bayer hat im abgelaufenen Geschäftsjahr wegen stark negativer Wechselkurseffekte operativ weniger verdient und rechnet für 2026 nur mit einer leichten Verbesserung. Netto schrieb der Pharma- und Agrarchemiekonzern wegen hoher Sonderbelastungen überwiegend für verschiedene Rechtstreitigkeiten einen erneuten Milliardenverlust. Dieser fiel mit 3,62 Milliarden Euro fast 1,1 Milliarden höher aus als im Vorjahr. Die Aktionäre sollen wie im Vorjahr nur die Mindestdividende von 11 Cent bekommen, weil Bayer das Geld zusammenhält, um zu investieren und die hohe Verschuldung zu reduzieren.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr verbuchte Bayer einen Rückgang des operativen Gewinns (bereinigtes EBITDA) um 4,5 Prozent auf 9,67 Milliarden Euro. Negative Währungseffekte schmälerten das bereinigte EBITDA um 491 Millionen Euro. Der Umsatz ging um 2,2 Prozent auf 45,6 Milliarden Euro zurück. Hier beliefen sich die negativen Währungseffekte auf 1,74 Milliarden Euro. Bereinigt darum und um Portfolioeffekte stieg der Umsatz um 1,1 Prozent.

Für 2026 rechnet Bayer währungsbereinigt mit einem EBITDA vor Sondereffekten von 9,6 bis 10,1 Milliarden Euro und einem bereinigten Ergebnis je Aktie von 4,30 bis 4,80 Euro. Darin sind künftig auch die regulären Abschreibungen auf bestimmte immaterielle Vermögenswerte berücksichtigt, wie Bayer mitteilte. Nach dieser Berechnung belief sich das bereinigte Ergebnis je Aktie 2025 auf 4,57 Euro. Auch 2026 rechnet Bayer mit erheblichen Wechselkurseffekten. Auf der Umsatzebene erwartet Bayer sie mit geschätzt 1 Milliarde Euro negativ. Das währungsbereinigte Umsatzziel gab Bayer mit 45 bis 47 Milliarden Euro an.

Kontakt zum Autor: olaf.ridder@wsj.com

DJG/rio/mgo

(END) Dow Jones Newswires

March 04, 2026 02:10 ET (07:10 GMT)

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