Aktien Frankfurt: Dax grenzt Verluste ein - Preisdaten im Blick

28.02.25 12:06 Uhr

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Vor der Veröffentlichung von Preisdaten aus Deutschland und den USA hat der DAX am Freitag seine Verluste gegen Mittag eingedämmt. Der deutsche Leitindex gab um 0,30 Prozent auf 22.482 Zähler nach. Für den MDAX der mittelgroßen Unternehmen ging es um 0,74 Prozent auf 28.348 Punkte nach unten. Der EuroStoxx 50 verlor 0,5 Prozent.

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Die jüngst verhängten Zölle von US-Präsident Donald Trump gegen China, Kanada und Mexiko bleiben ein zentrales Thema am Markt. Laut Ulrich Kater, Chefvolkswirt der Dekabank, ist mit den neuesten Ankündigungen eine wichtige Überzeugung ins Wanken geraten: Die Chancen auf "Deals" würden geringer eingeschätzt, dafür mehrten sich die Bedenken hinsichtlich der aus Zöllen entstehenden Belastungen für die Wirtschaft.

Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners versuchte die Kursverluste hierzulande zu relativieren: "Dax & Co können sich der aktuellen Verkaufswelle zwar nicht entziehen. Im internationalen Vergleich sind die europäischen Märkte aber aktuell so etwas wie der Fels in der Brandung."

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Am Nachmittag ziehen die Verbraucherpreise für Deutschland sowie in den USA der PCE-Preisindex für persönliche Konsumausgaben die Aufmerksamkeit auf sich. Der PCE ist das bevorzugte Preismaß der US-Notenbank Fed und wird daher an den Finanzmärkten stark beachtet. Eine deutliche Abkühlung des Preisdrucks in den USA zeichne sich nicht ab, hieß es von der Helaba. Mit einem Zinslockerungsschritt rechne man am Markt nicht vor Jahresmitte und an dieser Einschätzung werde sich heute kaum etwas ändern. Bei der EZB rechnen Marktteilnehmer hingegen bereits in der kommenden Woche mit einer Zinssenkung.

Chemie-Aktien kamen vor dem Wochenende kräftiger in Bewegung. BASF drehten nach anfänglichen Verlusten klar ins Plus mit zuletzt 1,6 Prozent. Die Ludwigshafener hatten 2024 beim Gewinn deutlich zugelegt. Der Ausblick auf 2025 könnte etwas konservativ sein, sagten Analysten.

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Freuen durften sich auch die Anleger von Alzchem (AlzChem Group) über ein Kursplus von über fünf Prozent. Der Spezialchemiekonzern will nach einem Rekordjahr beim operativen Gewinn weiter zulegen und die Dividende um 50 Prozent erhöhen.

Für die Papiere des Chemiekonzerns LANXESS strich die Berenberg Bank die Kaufempfehlung. Der Kurs sei zu stark gestiegen - getrieben von den Quartalszahlen, der Hoffnung auf Frieden in der Ukraine und niedrigeren Energiepreisen. Die Lanxess-Anteile sanken um 1,5 Prozent.

Die Allianz verdiente 2024 im Tagesgeschäft so viel wie nie zuvor. Zudem will der Versicherer für bis zu zwei Milliarden Euro eigene Aktien zurückkaufen und eine Dividende von 15,40 Euro je Aktie ausschütten. Der Ergebnisausblick auf 2025 sei aber etwas schwächer als erwartet, hieß es von der Deutschen Bank. Die Allianz-Aktien gaben um 0,6 Prozent nach./ajx/jha/

--- Von Achim Jüngling, dpa-AFX ---

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