Allianz-Aktie dennoch in Rot: Allianz gibt Milliarden für Aktienrückkauf aus - Rekordgewinn im Tagesgeschäft
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Die Aktionäre der Allianz können sich über weitere Aktienrückkäufe freuen.
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Wie der DAX-Konzern mitteilte, legt er ein neues Aktienrückkaufprogramm über bis 2 Milliarden Euro auf. Das Programm soll im März starten und spätestens bis 31. Dezember 2025 abgeschlossen sein. Die gekauften Aktien werden eingezogen.
Europas größter Versicherer wird die Ergebnisse für 2024 am Freitagmorgen veröffentlichen. Der Konzern hat einen Anstieg des operativen Gewinns auf mindestens 15,5 Milliarden Euro von 14,75 Milliarden Euro im Vorjahr in Aussicht gestellt.
Allianz schafft im Tagesgeschäft Rekordgewinn - Dividende steigt
Der Versicherer Allianz hat 2024 im Tagesgeschäft so viel verdient wie nie zuvor. Der operative Gewinn stieg um knapp neun Prozent auf gut 16 Milliarden Euro, wie der DAX-Konzern am Freitag in München mitteilte. Damit übertraf er seine ursprüngliche Zielspanne ebenso wie die durchschnittlichen Erwartungen von Analysten. Für das neue Jahr nimmt sich Vorstandschef Oliver Bäte ein operatives Ergebnis zwischen 15 und 17 Milliarden Euro vor. An der Börse wurden die Neuigkeiten jedoch zunächst mit einem Kursabschlag quittiert.
Branchenexperte Philip Kett vom Analysehaus Jefferies attestierte der Allianz einen sehr disziplinierten Umgang mit den Kosten. Operativer Gewinn und Überschuss hätten im vierten Quartal jeweils um fünf Prozent höher gelegen als am Markt erwartet. Mit Blick auf 2025 rechneten Analysten jedoch bereits mit einem operativen Gewinn am oberen Ende der genannten Zielspanne.
Von den guten Zahlen des vergangenen Jahres sollen jedenfalls die Anteilseigner profitieren: Die Allianz will die Dividende je Aktie um 11,6 Prozent auf 15,40 Euro anheben. Zudem will der Konzern für bis zu 2 Milliarden Euro eigene Aktien zurückkaufen. Dies soll den Gewinn je Aktie weiter nach oben treiben.
Im abgelaufenen Jahr steigerte die Allianz ihr gesamtes Geschäftsvolumen um elf Prozent auf knapp 180 Milliarden Euro. Unter dem Strich blieb für die Allianz-Aktionäre ein Gewinn von gut 9,9 Milliarden Euro und damit 16 Prozent mehr als im Vorjahr.
Dabei profitierte die Allianz vor allem von ihrer größten Sparte, der Schaden- und Unfallversicherung. Der Bereich steigerte seinen operativen Gewinn um rund eine Milliarde auf 7,9 Milliarden Euro. Während das Geschäftsvolumen der Sparte um gut acht Prozent stieg, ging ein geringerer Teil des Umsatzes für Schäden, Verwaltung und Vertrieb drauf: Die kombinierte Schaden-Kosten-Quote verbesserte sich von 93,8 auf 93,4 Prozent.
Dies lag auch an geringeren Belastungen durch Naturkatastrophen. So bezahlte der Konzern knapp 1,8 Milliarden Euro für Naturkatastrophenschäden und damit über eine halbe Milliarde weniger als im Vorjahr. Am teuersten schlugen die Überschwemmungen in Süddeutschland und Osteuropa zu Buche.
Gut lief es auch in der Lebens- und Krankenversicherung. Der Wert des Neugeschäfts legte von 4,0 auf 4,7 Milliarden Euro zu. Der operative Gewinn stieg um sechs Prozent auf 5,5 Milliarden Euro. Dazu hätten die meisten Geschäftsregionen beigetragen, hieß es zur Erklärung.
Im Fondsgeschäft sammelte der Allianz-Konzern von Kunden Milliardensummen an frischem Geld ein. Den Konzerntöchtern Pimco und Allianz Global Investors (AGI) flossen unter dem Strich 84,8 Milliarden Euro an Kundengeldern zu, davon 16,7 Milliarden Euro im vierten Quartal. Analysten hatten jedoch im Schnitt noch mehr erwartet.
Das für Dritte verwaltete Vermögen stieg zum 31. Dezember auf 1,9 Billionen Euro - gut 200 Milliarden mehr als ein Jahr zuvor. Der operative Gewinn der Fondssparte wuchs im Gesamtjahr um knapp vier Prozent auf 3,2 Milliarden Euro.
So reagiert die Allianz-Aktie
Die Aktien der Allianz haben am Freitag auch von Rekordgewinnen im Vorjahr keinen neuen Schwung bekommen. Am Dienstag hatten sie mit 334,70 Euro das höchste Niveau seit dem Jahr 2001 erklommen, nach einem Plus von 13 Prozent im laufenden Jahr. Damit waren sie etwa so stark wie der deutsche Leitindex DAX. Zuletzt notieren die Allianz-Papiere am Freitag jedoch 1,14 Prozent im Minus bei 329,50 Euro.
Der Goldman-Sachs-Experte Andrew Baker sah die Quartalsresultate weitgehend im Rahmen der Erwartungen. Der operative Gewinn war um knapp neun Prozent auf gut 16 Milliarden Euro gestiegen. Damit übertraf die Allianz seine ursprüngliche Zielspanne ebenso wie den Expertenkonsens.
Von den guten Zahlen des vergangenen Jahres sollen jedenfalls die Anteilseigner profitieren: Die Allianz will die Dividende je Aktie um 11,6 Prozent auf 15,40 Euro anheben. Zudem will der Konzern für bis zu zwei Milliarden Euro eigene Aktien zurückkaufen. Letzteres ist für Baker die eigentlich positive Nachricht.
Rhea Shah von der Deutschen Bank sah auf den ersten Blick die Erwartungen übertroffen, allerdings mit "gewissen Nuancen" in den Details. Zudem liege der Mittelpunkt der Zielspanne für 2025 unter den Marktprognosen. Die Aktien seien gut gelaufen, sodass dies für gewisse Einbußen sorgen dürfte, so Shah.
DOW JONES / (dpa-AFX)
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11:21 | Allianz Buy | Deutsche Bank AG | |
09:11 | Allianz Buy | Goldman Sachs Group Inc. | |
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14.02.2025 | Allianz Buy | Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank) | |
13.02.2025 | Allianz Buy | Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank) |
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14.02.2025 | Allianz Buy | Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank) | |
13.02.2025 | Allianz Buy | Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank) | |
07.02.2025 | Allianz Buy | Goldman Sachs Group Inc. |
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11.12.2024 | Allianz Neutral | UBS AG | |
10.12.2024 | Allianz Neutral | UBS AG |
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02.08.2021 | Allianz Underperform | RBC Capital Markets | |
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