Kaffee: Bohnen werden knapper

Händler erwarten ein Ende des Preisverfalls bei Kaffee. Risikobereite Anleger können eine Wette auf wieder steigende Preise eingehen.
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von Julia Groß, Euro am Sonntag
Gleich zwei wichtige Handelshäuser, die britische Marex Spectron und Olam aus Singapur, rechnen damit, dass in der Saison 2015/16 mehr Kaffee verkauft als geerntet wird. Es wäre das zweite Jahr in Folge, in dem der Kaffeemarkt in ein Defizit rutscht. Die Briten erwarten eine Lücke von 2,8 Millionen Säcken, Olam spricht von 4,8 Millionen Säcken. Ein Sack entspricht 60 Kilogramm Kaffee.
Die Unterdeckung soll bei der Sorte Arabica mit 3,7 Millionen Säcken deutlich größer ausfallen als bei Robusta-Kaffee mit 1,1 Millionen. Auch fürs Folgejahr 2016/17 sieht Olam den Markt im Defizit. Bei Rohstoffinvestoren nähren die Prognosen die Hoffnung auf ein Ende des seit über einem Jahr andauernden Preisverfalls. Die Nachfrage ist aufgrund der starken Abwertung des Brasilianischen Real, die den brasilianischen Kaffee für Käufer aus anderen Ländern verbilligt, gestiegen.
Risikobereite Anleger können mit einer Schuldverschreibung von ETF Securities auf steigende Preise setzen (ISIN: DE 000 A0K RJT 2). Das Wertpapier bildet die Entwicklung des Bloomberg-Rohstoffindexes für Kaffee ab.
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