Airbnb-Konkurrenz: Welche Plattformen Reisende kennen sollten

Die Welt der privaten Unterkünfte wandelt sich: Während Airbnb weiterhin den Markt dominiert, entstehen immer mehr vielversprechende Alternativen. Von nachhaltigen Plattformen bis hin zu spezialisierten Anbietern - wer die Augen öffnet, findet interessante Optionen für jeden Reisetyp.
Werte in diesem Artikel
Nachhaltige Alternativen gewinnen an Boden
Die Reiselust wird zunehmend von einem Bewusstsein für Nachhaltigkeit geprägt. Hier setzen mehrere innovative Plattformen an, die mehr bieten als nur eine Unterkunft.
Naturhäuschen aus den Niederlanden macht seinem Namen alle Ehre: Das Familienunternehmen konzentriert sich auf naturnahe Unterkünfte abseits des Massentourismus. Von Tiny Houses bis zu Baumhäusern findet man hier besondere Bleiben in ganz Europa - mit vielen Optionen auch in Deutschland. Das Besondere: Fünf Prozent des Umsatzes fließen direkt in Naturprojekte zur Unterstützung der heimischen Artenvielfalt.
Eine weitere bemerkenswerte Alternative ist Fairbnb, die sich funktional kaum von Airbnb unterscheidet, aber sich entschlossen differenziert: 50 Prozent der Buchungsgebühren werden an gemeinschaftliche Projekte gespendet. Die Plattform versteht sich als Förderer des gemeinschaftlichen Tourismus und zeigt, dass Gewinnstreben nicht das alleinige Ziel sein muss.
ecobnb (ehemals Bookitgreen) geht noch einen Schritt weiter und bewertet Unterkünfte nach zehn Nachhaltigkeitskriterien. Zusätzlich zu anerkannten Nachhaltigkeitssiegeln wird bei jeder Buchung ein Baum gepflanzt. Wie aus einem Beitrag von Backpacker Dude hervorgeht, gehört die Plattform zu den führenden Anbietern für nachhaltigen Tourismus in Europa.
Etablierte Konkurrenten mit eigenen Stärken
Der Markt wird längst nicht mehr nur von Airbnb bestimmt. Vrbo (Vacation Rentals by Owner) hat sich als ernstzunehmender Konkurrent etabliert und konzentriert sich primär auf ganze Ferienhäuser statt einzelner Zimmer. Die zur Expedia-Gruppe gehörende Plattform punktet mit einer besonders übersichtlichen Kartenansicht und eignet sich hervorragend für Familienreisen oder Gruppenurlaube.
Booking.com erweiterte sein ursprünglich auf Hotels fokussiertes Angebot kontinuierlich um Ferienwohnungen. Mit über 28 Millionen Angeboten weltweit stellt die Plattform einen der größten Konkurrenten dar. Besonders praktisch: Reisende können gezielt nach Apartments filtern oder sich passende Alternativen vorschlagen lassen.
In Deutschland hat sich BestFewo als qualitätsorientierte Alternative positioniert. Mit über 90.000 Apartments allein in Deutschland bietet die Plattform deutschen Service-Standard inklusive telefonischer Buchungshotline und Ansprechpartner vor Ort. Zwar sind die Preise tendenziell höher, dafür stimmen der Service und die Unterkunftsqualität.
Spezialisierte Nischen erobern den Markt
Abseits der großen Plattformen etablieren sich zunehmend spezialisierte Anbieter. Agoda dominiert beispielsweise den asiatischen Markt und bietet als Tochter der Booking Holdings ein riesiges Angebot von Apartments bis hin zu privaten Villen - allerdings mit eher kommerziellem Charakter.
Misterb&b richtet sich gezielt an LGBTQ+-Reisende und schafft eine sichere, inklusive Umgebung. Die französische Plattform ermöglicht nicht nur die Buchung von Unterkünften, sondern auch die Vernetzung mit gleichgesinnten Gastgebern.
Crew99 wiederum hat sich auf Monteurwohnungen spezialisiert und bedient damit eine ganz andere Zielgruppe. Die auf Handwerker und Monteure ausgerichteten Unterkünfte sind oft preisgünstiger und für längerfristige Aufenthalte konzipiert.
Die Zukunft liegt in der Vielfalt
Die Entwicklung zeigt: Der Markt diversifiziert sich zunehmend. Während Airbnb weiterhin Marktführer bleibt, entstehen Alternativen für verschiedenste Bedürfnisse und Wertvorstellungen. Nachhaltige Plattformen sprechen umweltbewusste Reisende an, spezialisierte Anbieter bedienen Nischen, und etablierte Konkurrenten bieten oft besseren Service oder günstigere Konditionen.
Für Reisende bedeutet dies mehr Auswahl und die Möglichkeit, Plattformen zu wählen, die zu den eigenen Werten passen. Gleichzeitig fördern sie durch die Nutzung kleinerer Anbieter einen gesünderen Wettbewerb im Markt. Die Entscheidung liegt nun bei den Reisenden: Bleiben sie beim bewährten Platzhirsch oder erkunden sie neue Wege?
Redaktion finanzen.net
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