Yuan legt zu

Deshalb gibt der Euro nach

04.07.18 16:51 Uhr

Deshalb gibt der Euro nach | finanzen.net

Der Eurokurs ist am Mittwoch in einem ruhigen Handel etwas gefallen.

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Devisen

0,1227 EUR -0,0001 EUR -0,10%

0,1447 USD -0,0001 USD -0,06%

8,1529 CNY 0,0094 CNY 0,12%

0,8743 GBP 0,0002 GBP 0,02%

9,2273 HKD 0,0114 HKD 0,12%

182,3000 JPY -0,4300 JPY -0,24%

1,1800 USD 0,0006 USD 0,05%

1,1439 EUR -0,0003 EUR -0,03%

0,0055 EUR 0,0000 EUR 0,23%

6,9088 CNY 0,0043 CNY 0,06%

0,8474 EUR -0,0005 EUR -0,05%

Die europäische Gemeinschaftswährung Euro kostete am Nachmittag 1,1651 US-Dollar. Sie notierte damit etwas niedriger als am Morgen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1642 (Dienstag: 1,1665) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8590 (0,8573) Euro.

Die etwas besser als erwartet ausgefallene Stimmung im Dienstleistungssektor der Eurozone stützte den Eurokurs nicht. Der entsprechende Einkaufsmanagerindex war das erste Mal nach vier Rückgängen in Folge gestiegen. In den drei großen Volkswirtschaften Deutschland, Frankreich und Italien hatte sich der Wert verbessert. In Spanien war er hingegen überraschend gesunken. Die vom Institut IHS-Markit erhobenen Einkaufsmanagerindizes gelten als zuverlässige Indikatoren für die wirtschaftliche Entwicklung.

Nach dem vorläufigen Ende der politischen Turbulenzen in Deutschland, beruhigte sich die Lage an den Finanzmärkten. "Doch der schwelende Handelskrieg spricht dafür, dass die Ruhe an den Finanzmärkten nicht lange Bestand haben wird", kommentierte Devisenexpertin Thu Lan Nguyen von der Commerzbank die Kursentwicklung. Solange es unklar sei, wie es im Konflikt weiter gehe, dürfte die Risikoneigung der Anleger gedämpft bleiben. "Davon profitiert der US-Dollar, aber auch der Euro, da beide Währungen als sichere Häfen gefragt sind", so Nguyen. Daher würden sich die Kursausschläge zwischen beiden Währungen in Grenzen halten.

Der Kurs des chinesischen Yuan stabilisierte sich. In den vergangenen Wochen war es dagegen stetig bergab gegangen. Experte Hao Zhou von der Commerzbank begründete die jüngste Erholung mit Äußerungen von Chinas Notenbankchef Yi Gang vom Dienstag. Yi hatte versichert, die Zentralbank werde den Wechselkurs stabil halten. Dies wurde an den Märkten als Warnschuss interpretiert, nicht weiter auf einen fallenden Yuan zu setzen. Belastet wird die chinesische Währung derzeit unter anderem durch den Handelskonflikt mit den USA.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,88108 (0,88350) britische Pfund, 128,64 (129,09) japanische Yen und 1,1557 (1,1573) Schweizer Franken fest. Der Preis für die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London auf 1255,65 (1251,75) Dollar festgelegt.

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FRANKFURT (dpa-AFX)

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