Kein Zahlungsmittel

Kryptowährungen in Russland: Wieso Bitcoin und Co. es unter Putin schwer haben

07.08.20 23:05 Uhr

Kryptowährungen in Russland: Wieso Bitcoin und Co. es unter Putin schwer haben | finanzen.net

Kryptowährungen haben in Russland keinen leichten Stand. Zwar wurden digitale Währungen durch einen Gesetzesentwurf nun rechtlich anerkannt, eine Verwendung als Zahlungsmittel wird aber ausgeschlossen. Auch die russische Zentralbank äußerte sich zum Krypto-Trend kritisch.

Werte in diesem Artikel
Devisen

0,9998 USD -0,0000 USD -0,00%

53.786,3768 CHF 233,8107 CHF 0,44%

58.450,0265 EUR 356,5697 EUR 0,61%

51.005,4118 GBP 310,5890 GBP 0,61%

10.750.676,2978 JPY 64.259,5153 JPY 0,60%

67.337,3439 USD 405,0028 USD 0,61%

2.055,0430 USD 1,5491 USD 0,08%

353,2700 CHF -1,3646 CHF -0,38%

383,9010 EUR -0,8042 EUR -0,21%

335,0046 GBP -0,7055 GBP -0,21%

70.610,6648 JPY -156,6823 JPY -0,22%

442,2731 USD -0,9648 USD -0,22%

12,9781 CHF 1,1238 CHF 9,48%

14,1034 EUR 1,2439 EUR 9,67%

12,3071 GBP 1,0853 GBP 9,67%

2.594,0317 JPY 228,4944 JPY 9,66%

16,2478 USD 1,4317 USD 9,66%

16,0996 CHF -0,0133 CHF -0,08%

14,1249 EUR -0,0015 EUR -0,01%

12,3499 GBP -0,0530 GBP -0,43%

1.833,7203 JPY -3,6182 JPY -0,20%

16,2341 USD 0,0000 USD 0,00%

0,8786 USD 0,0891 USD 11,29%

0,0028 BCH 0,0000 BCH 0,39%

• Vergleich von Kryptowährungen mit Schneeballsystemen und Glücksspielen
• Neuer Gesetzesentwurf ermöglicht Handel mit digitalen Währungen
• Nutzung als Zahlungsmittel ausgeschlossen

Kritik an Kryptowährungen

Sergey Shvetsov, erster stellvertretender Vorsitzender der Zentralbank der Russischen Föderation, hat bei einer Pressekonferenz erneut seine Meinung im Umgang mit Kryptowährungen geäußert, wie BTC-Echo berichtet. So verglich er Investitionen in den Bitcoin und andere digitale Währungen mit Schneeballsystemen und Glücksspielen. Genauer definiere die russische Zentralbank den Kauf von Kryptowährungen nicht als Investition. Auch eine Verbindung zum Finanzmarkt spricht Shvetsov dem Handel ab. Er appelliert an die Regierung und Finanzvermittlungsunternehmen, die Bürger nicht zum Kauf zu motivieren. Weiterhin handele es sich dabei außerdem um Geldsurrogate, die in Russland eigentlich durch die Verfassung verboten seien.

Sie möchten in Kryptowährungen investieren? Unsere Ratgeber erklären, wie es innerhalb von 15 Minuten geht:
» Bitcoin kaufen, Ripple kaufen, IOTA kaufen, Litecoin kaufen, Ethereum kaufen, Monero kaufen.

Putin unterzeichnet Gesetz, das Kryptowährungen Rechtsstatus verleiht

Diese Aussagen decken sich zum Teil mit Russlands Gesetzentwurf zur Regulierung von Kryptowährungen, der von Präsident Wladimir Putin am 31. Juli unterzeichnet wurde. Das neue Gesetz erkennt digitale Währungen rechtlich an und ermöglicht es Händlern, Eigentum daran zu halten, wie unter anderem Bitcoin.com berichtet. Transaktionen mit digitalen Finanzanlagen sollen aber durch das Gesetz geregelt werden. So sei der Kauf, der Verkauf, die Verpfändung und der Tausch erlaubt. Digitale Währungen dürfen aber nicht zur Bezahlung von Waren und Dienstleistungen verwendet werden. Das Gesetz soll am 1. Januar 2021 in Kraft treten.

Das könnte Sie auch interessieren: JETZT NEU - Bitcoin & Co. über die finanzen.net App handeln - oder für Profis über die Börse Stuttgart Digital Exchange

Erhebliche Kontrollen

Russische Banken und Börsen können als Börsenbetreiber von Kryptowährungen agieren, müssen sich zuvor aber bei der Zentralbank von Russland registrieren lassen, wie Bitcoin.com weiter erklärt. Diese verfüge über Berechtigungen, ein Register von Informationssystemen und Betreibern von digitalen Finanzanlagen zu führen und die Aktionen dieser zu überwachen. Natürliche und juristische Personen in Russland können Krypto-Transaktionen außerdem nur dann vor Gericht anfechten, wenn sie diese und ihren Besitz von Kryptogeld zuvor erklärt haben.

In der endgültigen Gesetzesvorlage fehlen einige Begriffe, die sich auf den Krypto-Handel beziehen, wie etwa "Token" und "Mining". Anatolij Aksakow, Vorsitzender des Ausschusses der Staatsduma für den Finanzmarkt, gab aber an, dass eine detailliertere Regelung in einem weiteren Gesetzesentwurf enthalten sein soll, welcher möglicherweise in der Herbstsitzung verabschiedet werde.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Wit Olszewski / Shutterstock.com, Evgenii Sribnyi / Shutterstock.com