Fed-Protokoll

Wieso der Euro spät unter Gewinnmitnahmen leidet

19.08.20 21:07 Uhr

Wieso der Euro spät unter Gewinnmitnahmen leidet | finanzen.net

Der Euro hat am Mittwoch im späteren Handel nachgegeben.

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Devisen

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8,1099 CNY -0,0344 CNY -0,42%

0,8732 GBP -0,0005 GBP -0,05%

9,2219 HKD 0,0054 HKD 0,06%

183,7400 JPY 1,5000 JPY 0,82%

1,1788 USD 0,0001 USD 0,01%

1,1454 EUR 0,0008 EUR 0,07%

0,0054 EUR 0,0000 EUR -0,79%

0,8484 EUR 0,0001 EUR 0,01%

Bis zum europäischen Nachmittagshandel konnte die Gemeinschaftswährung ihre jüngsten Kursgewinne, die zum höchsten Stand seit Mai 2018 geführt hatten, noch weitgehend verteidigen. Später aber setzten Gewinnmitnahmen ein, auch infolge des jüngsten Sitzungsprotokolls der US-Notenbank Fed.

Zuletzt wurden im New Yorker Handel nur noch 1,1856 US-Dollar gezahlt und damit fast einen Cent weniger als fünf Stunden zuvor. Den Referenzkurs hatte die Europäische Zentralbank (EZB) noch über der Marke von 1,19 Dollar auf 1,1933 (Dienstag: 1,1906) US-Dollar festgelegt. Der Dollar kostete damit 0,8380 (0,8399) Euro.

Für die spätere Entwicklung verantwortlich gemacht wurden Gewinnmitnahmen beim Euro und eine einsetzende Dollar-Stärke. Händlern zufolge trieb es die Anleger in die als besonders sicher geltende US-Währung, dass die US-Notenbank Fed in ihrem Sitzungsprotokoll wirtschaftliche Unsicherheiten hervorhob. "Die Mitglieder waren sich einig, dass die anhaltende Krise der öffentlichen Gesundheit kurzfristig die wirtschaftliche Aktivität, die Beschäftigung und die Inflation schwer belastet", hieß es in dem Protokoll.

Thema an den Finanzmärkten blieben auch die anhaltenden Spannungen zwischen den USA und China. Washington hat geplante Gespräche mit Peking zur Überprüfung der erzielten Fortschritte seit dem Abschluss eines Teilhandelsabkommens im Januar bis auf Weiteres abgesagt. Mit Blick auf die Coronavirus-Pandemie, die ihren Ursprung um den Jahreswechsel in China genommen hatte, sagte US-Präsident Donald Trump: "Nach dem, was sie diesem Land und der Welt angetan haben, will ich jetzt nicht mit China sprechen."

NEW YORK (dpa-AFX)

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