Devisen im Blick

Eurokurs zu Wochenbeginn gefallen - das sind die Gründe

18.08.25 21:14 Uhr

Euro Dollar Kurs: Darum fällt der Euro zum US-Dollar | finanzen.net

Der Euro hat am Montag im US-Handelsverlauf noch etwas weiter nachgegeben.

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Devisen

0,1234 EUR 0,0006 EUR 0,49%

8,1036 CNY -0,0407 CNY -0,50%

0,8721 GBP -0,0016 GBP -0,18%

9,2071 HKD -0,0094 HKD -0,10%

183,5600 JPY 1,3200 JPY 0,72%

1,1770 USD -0,0018 USD -0,15%

1,1468 EUR 0,0022 EUR 0,19%

0,0054 EUR 0,0000 EUR -0,74%

0,8496 EUR 0,0013 EUR 0,15%

Die Gemeinschaftswährung Euro kostete rund eine Stunde vor dem Börsenschluss an der Wall Street 1,1659 US-Dollar. Am Morgen hatte sie noch über 1,17 Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs später in Frankfurt auf 1,1673 (Freitag: 1,1688) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8566 (0,8555) Euro.

Gesprächsthema am Markt war zunächst das Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Kremlchef Wladimir Putin am Freitag in Alaska, das bislang keine Fortschritte für ein Kriegsende in der Ukraine gebracht hat. Nun richtet sich das Interesse auf den Austausch von Trump und dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj im Weißen Haus in Washington und dem aktuell beginnenden Gesprächen in größerer Runde mit europäischen Spitzenpolitikern.

"Wir wollen das Töten beenden", sagte Trump zum Auftakt. Noch vor dem Start der Gespräche an diesem Tag hatte er allerdings Druck auf die Ukraine ausgeübt und gesagt, er halte einen Nato-Beitritt des Landes und eine Rückgabe der 2014 von Russland annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim für unrealistisch. Russland lehnte in den Verhandlungen um ein Kriegsende außerdem erneut kategorisch eine Stationierung von Truppen aus Nato-Staaten in der Ukraine ab.

"Der mit Spannung erwartete Gipfel zwischen dem US-Präsidenten und seinem russischen Pendant hat beim US-Dollar keine wirkliche Reaktion ausgelöst, auch wenn die allgemeine Berichterstattung im Nachgang wohl eher negativ war", resümierte Devisenexperte Michael Pfister. Er rechnet in den kommenden Tagen zwar damit, dass die diplomatischen Entwicklungen in den Gesprächen im Fokus bleiben, "für den Devisenmarkt dürfte aber wohl das Ende der Woche anstehende Zentralbanktreffen in Jackson Hole wichtiger werden".

Dieses beginnt am Donnerstag Die Anleger warten mit Spannung auf eine Rede von US-Notenbankchef Jerome Powell, die Aufschluss über die weitere amerikanische Geldpolitik geben könnte. Viele Marktbeobachter gehen derzeit davon aus, dass die Währungshüter bei ihrer nächsten Sitzung Mitte September den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte senken werden. Eine deutlichere geldpolitische Lockerung - wie schon lange von Trump gefordert - gilt praktisch als ausgeschlossen.

/ck/he

NEW YORK (dpa-AFX)

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