Bitcoin-Crash

Cyber Capital-Gründer: Bitcoin droht in sieben bis elf Jahren das Aus

09.02.26 23:00 Uhr

Schock-Prognose: Gründer von Cyber Capital sagt Bitcoin-Kollaps voraus | finanzen.net

Bitcoin galt lange als sicherer Hafen der Kryptowelt - doch laut Justin Bons könnte das System in den kommenden Jahren ernsthaft ins Wanken geraten.

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• Bitcoins Sicherheit könnte laut Cyber Capital-Gründer deutlich abnehmen
• Bestimmte Mechanismen im Netzwerk könnten in Zukunft problematisch werden
• Ohne Anpassungen drohen ernsthafte Herausforderungen für Nutzer und Markt

Am 15. Januar 2026 warnte Justin Bons, Gründer von Cyber Capital, in einem Post auf X (ehemals Twitter) vor einem möglichen Zusammenbruch von Bitcoin in 7 bis 11 Jahren. Seiner Einschätzung zufolge drohen der Kryptowährung diverse Risiken, etwa im Hinblick auf die Sicherheit des Netzwerks und die Zukunft der Mining-Industrie:

Warum Bitcoin laut Bons gefährdet ist

Laut Justin Bons könnte zunächst die Mining-Industrie unter Druck geraten, da das Sicherheitsbudget mit jedem Halving weiter schrumpfe. Beim Halving wird die Belohnung für Miner regelmäßig halbiert, wodurch die neu in Umlauf kommenden Bitcoins nach und nach reduziert werden. Dieser Rückgang markiere den Punkt, an dem Angriffe wirtschaftlich attraktiv werden - etwa durch Zensur und Doppelausgaben. Bons' Ansicht nach könne Bitcoin in der Folge gezwungen sein, die 21-Millionen-Grenze aufzuweichen, was letztlich in einer Spaltung der Blockchain enden würde.

Nur um die heutige Sicherheit gewährleisten zu können, müsste sich, dem Experten zufolge, der Bitcoin-Preis alle vier Jahre über ein ganzes Jahrhundert verdoppeln oder hohe Transaktionsgebühren aufrechterhalten. Ohne diese Maßnahmen würde die Sicherheit langfristig weiter sinken, bis Angriffe auf das Netzwerk profitabel werden - voraussichtlich innerhalb von 7 bis 11 Jahren, möglicherweise früher, falls seine Analyse größere Aufmerksamkeit erhalten würde.

Wie sicher ist Bitcoin wirklich?

Für Bons seien nicht die reine Rechenleistung, sondern vor allem die Einnahmen der Miner aus Blockbelohnungen entscheidend für die Sicherheit von Bitcoin. Sinkende Einnahmen verringern demnach das Sicherheitsbudget und machen Angriffe auf das Netzwerk zunehmend lohnenswert - unabhängig von der Hashrate.

Angriffspotenzial von Bitcoin

51-Prozent-Angriffe könnten, so Bons' Analyse weiter, künftig durch Doppelausgaben hochprofitabel werden. Bereits wenige Millionen Dollar pro Tag würden dann ausreichen, um solche Angriffe rentabel zu machen, und mit einer steigenden Bitcoin-Marktkapitalisierung wachse auch der Anreiz für Angreifer, während das Sicherheitsbudget nicht proportional ansteige.

Zwischen Sicherheit und Spekulation

Bons kritisiert, dass das Sicherheitsproblem von Bitcoin nur durch eine Erhöhung der Inflation gelöst werden könne, da eine Erhöhung der Blockgröße politisch ausgeschlossen sei. Das ursprüngliche Design hätte hingegen vermutlich funktioniert: Viele kleine Transaktionen mit geringen Gebühren wären ein realistischer Weg zu langfristiger Nachhaltigkeit gewesen. Dagegen seien wenige Transaktionen mit extrem hohen Gebühren in einem freien Markt unrealistisch und praktisch nutzlos. Heute sei sogar die Selbstverwahrung kaum mehr möglich: Würde jeder Mensch weltweit nur eine Transaktion durchführen wollen, würde die Warteschlange über 32 Jahre dauern.

Zudem kritisiert er die zentralisierte Kontrolle durch Bitcoin Core, die das Netzwerk effektiv zu einem Ein-Parteien-System mache. Bitcoin habe außerdem seine ursprüngliche Vision als Geldsystem verloren und sei zu einem rein spekulativen Objekt geworden - eine "Meme-Währung" ohne praktischen Nutzen.

Wer heute in Bitcoin investiert, setze laut Bons auf ein System, das langfristig unsicher, überlastet und anfällig für Panikreaktionen sei. Die ursprüngliche Vision Satoshis - ein global skalierbares, sicheres und dezentralisiertes Zahlungssystem - lebe inzwischen eher in den Nachfolgeprojekten der Kryptowelt.

Redaktion finanzen.net

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