Goldman-Schock kurz vor den Quartalszahlen bringt Mercedes-Aktie unter Druck

Eine Kurszielsenkung durch Goldman Sachs sorgt kurz vor den Quartalszahlen für Verunsicherung bei der Mercedes-Benz-Aktie. Anleger richten den Blick nun auf die anstehende Bilanz.
Werte in diesem Artikel
• Goldman senkt Kursziel, bleibt aber positiv
• Mercedes-Benz-Aktie Aktie reagiert mit deutlichen Verlusten
• Fokus richtet sich auf Quartalszahlen Ende April
Die US-Investmentbank Goldman Sachs sieht für die Entwicklung der Mercedes-Benz-Aktie nun weniger Luft nach oben. Analyst Christian Frenes senkte in einer aktuellen Analyse das Kursziel für den Stuttgarter Premiumhersteller von zuvor 69 Euro auf nun 66 Euro. Trotz dieser Reduzierung hält das Geldhaus an seiner Einstufung "Buy" fest. Die Anpassung erfolgt kurz vor dem anstehenden Quartalsbericht am 29. April.
Fokus auf Kerngeschäft und Daimler Truck-Beteiligung
Die Experten von Goldman Sachs teilen ihr neues Kursziel von 66 Euro in zwei strategische Komponenten auf: Das eigentliche Mercedes-Pkw-Geschäft wird dabei mit 56 Euro bewertet, während der Anteil an Daimler Truck mit weiteren 10 Euro zum Gesamtziel beiträgt. Diese differenzierte Betrachtung unterstreicht, dass Mercedes-Benz weiterhin von seiner Beteiligungsstruktur profitiert, auch wenn das operative Automobilgeschäft im aktuellen Marktumfeld vor Herausforderungen steht. Christian Frenes passte seine Prognosen insbesondere mit Blick auf die Veröffentlichung der Q1-Zahlen an, um der aktuellen Marktdynamik und dem Preisgefüge im Sektor Rechnung zu tragen.
Zusätzlichen Druck erhält die Bewertung der Beteiligung an Daimler Truck durch eine aktuelle Einschätzung von Bernstein Research. Die Analysten stuften den Nutzfahrzeughersteller laut entsprechender Analyse mit "Underperform" ein und sehen damit ein begrenztes Kurspotenzial. Diese skeptischere Sichtweise auf Daimler Truck könnte indirekt auch auf die Bewertung der Mercedes-Benz-Aktie durchschlagen, da der Beteiligungswert einen festen Bestandteil der Sum-of-the-Parts-Betrachtung darstellt. Sollte sich die verhaltene Einschätzung bestätigen, dürfte dies den Spielraum für eine Neubewertung nach oben zusätzlich einschränken.
Buy-Rating bleibt trotz Kurszielanpassung bestehen
Trotz der Senkung des Kursziels signalisiert Goldman Sachs mit dem "Buy"-Rating weiterhin Vertrauen in die Aktie. Anleger zeigten sich aber dennoch verschnupft, die Aktie des Autoriesen gab am Freitag zum XETRA-Schluss um 1,29 Prozent auf 52,66 Euro nach und entfernte sich damit weiter von dem Kursziel des Goldman-Analysten.
Auch wenn die Anpassung des Preisziels weniger als Misstrauensvotum, sondern vielmehr als realistische Einordnung der Erwartungen an den kommenden Quartalsbericht zu verstehen sein dürfte: Am Markt kommen die Entwicklungen weniger gut an. Bereits in den letzten Wochen und Monaten hatte die Mercedes-Aktie mit Kursrücksetzern zu kämpfen, seit Januar haben Anleger ein Minus von 17 Prozent in ihren Depots.
Bewährungsprobe am 29. April
Die kommenden Tage dürften für die Mercedes-Aktie somit von hoher Nervosität geprägt sein, da der Fokus nun vollends auf dem 29. April liegt. An diesem Tag muss der Vorstand beweisen, ob die von Goldman Sachs antizipierte Margenschwäche bereits eingepreist ist oder ob die tatsächlichen Quartalszahlen weiteren Korrekturbedarf auslösen. Investoren werden dabei insbesondere darauf achten, ob die Stuttgarter ihre ambitionierten Profitabilitätsziele im Luxussegment trotz des schwierigen Marktumfelds in China und der schleppenden Nachfrage nach Elektro-Modellen bestätigen können. Ein Verfehlen der Erwartungen könnte die Aktie, die ohnehin charttechnisch angeschlagen ist, noch tiefer in die Verlustzone drücken.
Claudia Stephan, Martina Köhler, Redaktion finanzen.net
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