Disney-Aktie im Minus: Startdatum für Berlin-Dystopie nun klar - Serie über Wiener Kongress im Herbst

Der Streamingdienst Disney+ hat das Startdatum seiner Berlin-Dystopie bekanntgegeben.
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Die achtteilige Thriller-Serie "City of Blood" rund um Verbrechen und Vampire steht ab 16. September zum Streamen bereit. In den Hauptrollen sind Lea Drinda ("Der Greif") und Soma Pysall ("PARA - Wir sind King") zu sehen. Die Serie beruht auf der Graphic-Novel-Reihe "Berlinoir".
Inhaltlich spielt die Serie in einer Zukunft, in der in Deutschland wegen des Klimawandels unerträgliche Hitze herrscht. Die frühere deutsche Hauptstadt Berlin ist nur noch ein Stadtstaat mit viel Korruption und Kriminalität.
In "City of Blood" lebt im heißen Berlin nur eine kleine Elite unter einer vollklimatisierten Kuppel einigermaßen angenehm. "Die getrennt aufgewachsenen Schwestern Bea und Phoebe machen nach ihrer Wiederbegegnung eine unfassbare Entdeckung: Vampire kontrollieren das organisierte Verbrechen und Streben nach politischer Macht, um ihr Überleben zu sichern. Längst ist Blut die wahre Währung der Stadt geworden."
Disney+ seit sechs Jahren als Streamingdienst in Deutschland
In weiteren Rollen sind etwa Jördis Triebel, Jenny Schily, Dagmar Manzel, Melika Foroutan, Mouataz Alshaltouh, Franz Hartwig, David Schütter, Jan Georg Schütte und Lars Eidinger dabei.
Disney+ gibt es seit sechs Jahren als Streamingdienst in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Am Donnerstagabend stellte Disney beim sogenannten Content Showcase 2026 sein Programm für die nächsten Monate vor.
Im August kommt etwa die Reality-Doku "Yacht Deals Monaco" (ehemals "Yacht Dream Monaco"), in der zwei deutschsprachige Jacht-Broker im Fürstentum am Mittelmeer ein neues Team zusammenstellen.
Es ist in Sachen Auftragsproduktionen aus Deutschland der erste Vorstoß von Disney+ in die nicht fiktionale Unterhaltung, nach Serien wie etwa "Sam - ein Sachse", "Deutsches Haus" und "Call My Agent Berlin".
Disney-Serie über Wiener Kongress im Herbst
Was war noch einmal der Wiener Kongress? Er war 1814/15, nach den Feldzügen Napoleons, eine historisch kaum zu unterschätzende Zusammenkunft von Mächtigen, in der Europa neu geordnet wurde. Viele Politiker und Prominente weilten damals in Wien.
Disney+ bringt im Herbst eine sechsteilige Serie über "die opulenteste Party des 19. Jahrhunderts" heraus, und zwar im November, wie der Streamingdienst in Berlin mitteilte. Das Drehbuch stammt von Stefan Brunner, Regie führte Hannu Salonen. Die Dreharbeiten waren schon 2024.
Viele Promis spielen mit - darunter Makatsch, Milberg, Scheer
Die Hauptrollen in der als Historiensatire angekündigten Produktion spielen Marlene Tanczik und Daniel Donskoy. Mit dabei sind auch Heike Makatsch, Trystan Pütter, Alexander Scheer, Fritz Karl, Axel Milberg, Catrin Striebeck, Julia Anna Grob, Vladimir Burlakov, Rufus Beck und Jakob Diehl.
"Während Napoleon Bonaparte nach Elba verbannt ist, feiern und verhandeln Könige und Kronprinzen, Minister und Spione, adlige Damen und Mätressen, Glücksritter, Erfinder, Künstler und Konkubinen in Wien", formulierte es Disney schon vor einem Jahr. "Hier entscheidet sich das Schicksal Europas auf der Tanzfläche und im Boudoir."
Netz aus Diplomatie, Spionage und Verrat
Die Serie sei als "packendes Machtspiel um Einfluss, Intrigen und große Emotionen" inszeniert, heißt es von Disney. Im Zentrum des Plots steht Wilhelmine von Sagan (Marlene Tanczik), eine verführerische Adlige, die sich durch ein tückisches Netz aus Diplomatie, Spionage und Verrat navigiere.
Ihre Ambitionen werden nicht nur durch wechselnde Allianzen und skrupellose Rivalen bedroht, sie lässt sich auch auf eine Affäre mit Baron Laski (Daniel Donskoy) ein, der als Bonapartist politisch eigentlich ein Feind ist.
Beim echten Wiener Kongress wurde damals unter der Leitung des österreichischen Außenministers Fürst Klemens von Metternich (1773-1859) ein ausgeglichenes Kräfteverhältnis zwischen den großen Staaten Österreich, Preußen, Russland, Vereinigtes Königreich und Frankreich angestrebt. Auch der damals noch - im Vergleich zum heutigen Vatikan - größere Kirchenstaat war eingebunden. Das Osmanische Reich blieb dagegen außen vor.
Disney+ gibt es seit sechs Jahren als Streamingdienst in Deutschland. "Vienna Game" gehört zu den bislang wenigen deutschen Auftragsproduktionen (German Originals) des Konzerns, zu denen auch "Deutsches Haus" nach dem Roman von Annette Hess ("Weissensee", "Ku'damm 56", "Ku'damm 59") zählt oder die Künstleragentursatire "Call My Agent - Berlin".
Im NYSE-Handel verliert die Disney-Aktie zeitweise 1,26 Prozent auf 93,56 US-Dollar.
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BERLIN (dpa-AFX)
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