Neue Bewertung

VW-Aktie etwas tiefer: Everllence-Verkauf könnte offenbar mehr einbringen

27.02.26 16:46 Uhr

VW-Aktie etwas leichter: Potenzieller Gewinnschub durch Everllence-Verkauf? | finanzen.net

Der VW-Konzern könnte laut Kreisen beim Verkauf seiner Schiffs- und Dieselgroßmotorentochter Everllence einen höheren Preis einstreichen als bisher spekuliert.

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Die Finanzinvestoren Blackstone und Brookfield seien unter den Bietern der nächsten Runde für einen Mehrheitsanteil an der ehemals unter dem Namen MAN Energy Solutions bekannten Firma, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Freitag unter Berufung auf informierte Personen. Die Beteiligungsgesellschaften hätten neue Angebote in Höhe von mindestens 8 Milliarden Euro abgegeben. Bisher war in Medienberichten etwa im "Manager Magazin" die Rede von einer Bewertung von mehr als 6 Milliarden Euro gewesen. Ebenfalls weiter im Rennen seien die Finanzinvestoren Advent, Bain, EQT und CVC. Alle Genannten sowie VW hätten einen Kommentar zu den Informationen abgelehnt, hieß es.

Volkswagen hatte vor mehreren Jahren schon einmal versucht, die Tochter an einen anderen Eigner zu geben, den Wolfsburgern kam aber unter anderem die Corona-Krise in die Quere. Everllence baut unter anderem Kraftwerksturbinen und schwere Schiffsdieselmotoren, in der Pandemie erlahmte jedoch mit dem weltweiten Handel auch der Schiffbau. Der VW-Konzern führt das Geschäft von Everllence im Konzernbereich Power Engineering, der 2024 einen Umsatz von 4,3 Milliarden Euro und einen operativen Gewinn von 335 Millionen Euro erzielte.

Volkswagen steht unter Druck von Investoren, das Geld zusammenzuhalten und Randbereiche abzustoßen, die nicht zum Kerngeschäft gehören.

Die VW-Aktie notiert via XETRA zeitweise 0,34 Prozent tiefer bei 101,20 Euro.

VW erreicht Marke von zwei Millionen E-Autos

Der Autobauer Volkswagen hat bei der Auslieferung von E-Autos die Marke von zwei Millionen erreicht. Das Jubiläumsfahrzeug vom Typ ID.3 sei in Zwickau gebaut und in der Gläsernen Manufaktur in Dresden an eine Kundin übergeben worden, teilte das Unternehmen mit.

Volkswagen hat seine Palette an vollelektrischen Fahrzeugen in den vergangenen Jahren ausgebaut. Angefangen hat es 2013 mit der Einführung des e-Up, später folgten der e-Golf und die ID-Modelle. Am Standort Zwickau in Sachsen werden seit einigen Jahren ausschließlich E-Autos produziert - auch für die Marken Audi und Cupra.

ID.Polo soll weiteren Schub bringen

Den größten Anteil an den zwei Millionen verkauften E-Autos haben laut VW die Modelle ID.4 und ID.3. Mit dem neuen ID.Polo, dessen Verkauf dieses Jahr starten soll, erhofft sich der Autobauer weiteren Schub für die Elektromobilität. "Unser Ziel ist es, attraktive, alltagstaugliche und bezahlbare Elektrofahrzeuge in das volumenstarke Kleinwagensegment zu bringen und damit den nächsten Wachstumsschritt in der Transformation einzuleiten", erklärte Vertriebsvorstand Martin Sander.

Skoda eröffnet neue Hightech-Fabrik für Batteriesysteme

Die tschechische VW-Tochter Skoda hat nach weniger als einjähriger Bauzeit ein neues Montagewerk für Batteriesysteme eröffnet. In der Halle am Stammsitz in Mlada Boleslav werden Batteriesysteme für bis zu 335.000 Fahrzeuge pro Jahr vom Fließband laufen, wie der Autobauer mitteilte. In den Ausbau der Batterieproduktion seien 205 Millionen Euro geflossen. Das neue Werk erstrecke sich über eine Fläche von 55.000 Quadratmetern.

Kostensenkende Fertigung

Mit dieser Investition werde Skoda zum größten Hersteller von Batteriesystemen für BEV (batterieelektrische Fahrzeuge) innerhalb des Volkswagen-Konzerns, sagte Thomas Schäfer, Chef der Wolfsburger Kernmarke VW. In der neuen Halle kommt die "Cell-to-Pack"-Technik zum Einsatz, bei welcher die Zellen ohne den Zwischenschritt über ein Modul direkt in das Akkupaket integriert werden. Die Technik zeichnet sich nach Angaben von Skoda durch Langlebigkeit, vereinfachte Fertigung und Kosteneffizienz aus.

Taktzeit von nur 60 Sekunden

Mit den neuen Batteriesystemen aus Mlada Boleslav sollen Modelle mehrerer Marken des Volkswagen-Konzerns versorgt werden. Eine hohe Automatisierungsrate und der Einsatz von 131 Industrierobotern gewährleisten Skoda zufolge eine Taktzeit von nur 60 Sekunden pro Batteriesystem. An der Eröffnungsfeier nahmen der tschechische Regierungschef Andrej Babis und Industrieminister Karel Havlicek teil.

Skoda fertigt seit September 2019 Hochvolt-Batteriesysteme. Die Tochtermarke gilt als wichtiges Zugpferd im zuletzt krisengeschüttelten Volkswagen-Konzern. Skoda lieferte im vorigen Jahr erstmals seit 2019 wieder mehr als eine Million Fahrzeuge aus. Davon war mehr als jedes fünfte ein E-Auto oder ein Plug-in-Hybrid. Der Autohersteller plant noch in diesem Jahr die Premiere des neuen vollelektrischen City-SUV Epiq sowie des Flaggschiffs Peaq mit bis zu sieben Sitzen.

Klare Arbeitsteilung

Im Dezember hatte die Konzernschwester Seat bereits ein Batteriesystem-Montagewerk in Martorell bei Barcelona eröffnet. Dort sollen Batteriesysteme für bis zu 300.000 Elektro-Kleinwagen wie den VW ID. Polo entstehen. Laut VW gilt hier innerhalb des Konzerns eine klare Arbeitsteilung: In Spanien entstehen die Batteriesysteme für die Kleinwagen mehrerer Konzernmarken, die dort in diesem Jahr in Serie gehen sollen, in Tschechien die für mittelgroße Fahrzeuge aufwärts. Auch der Skoda Epiq soll in Spanien gebaut werden. /men/jsl/jha/

WOLFSBURG (dpa-AFX)

Bildquellen: Gl0ck / Shutterstock.com, Bocman1973 / Shutterstock.com

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