MIDDAY BRIEFING - Unternehmen und Märkte -2-
Trotz des an Schärfe gewinnenden Handelskriegs zwischen den USA und dem Rest der Welt weiten sich die Risikoprämien am europäischen Kreditmarkt nur leicht aus. Nicht nur hat US-Präsident Donald Trump verkündet, dass die Zölle auf mexikanische und kanadische Importe am Dienstag nun doch in voller Höhe von 25 Prozent in Kraft getreten sind. Daneben verkündete er zusätzliche Zölle auf chinesische Importe. Trump hat zudem Japan und China der Währungsmanipulation beschuldigt. Beide Länder hielten ihre Devisen künstlich auf einem zu niedrigen Niveau. Der Grund, warum Credits die Nachrichtenlage bislang gut wegstecken, dürfte in der besser als erwartet laufenden Berichtssaison für das vierte Quartal liegen. Diese bildet eine wichtige Stütze für die Asset-Klasse.
+++++ UNTERNEHMENSMELDUNGEN SEIT 7.30 UHR +++++
CONTINENTAL
hat im abgelaufenen Gesamtjahr angesichts des schwierigen Umfelds in der Autobranche weniger umgesetzt, operativ aber mehr verdient und die Markterwartungen übertroffen. Auch unter dem Strich konnte der Konzern den Gewinn noch leicht steigern. Die Aktionäre sollen eine Dividende von 2,50 nach 2,20 Euro je Aktie im Vorjahr erhalten.
CONTINENTAL
verspricht Investoren in dem vor der Abspaltung stehenden Autogeschäft auch dieses Jahr eine verbesserte Profitabilität.
FRESENIUS
hat den am Vorabend angekündigten Verkauf von Anteilen an dem Dialysespezialisten Fresenius Medical Care (FMC) abgeschlossen. Der DAX-Konzern erhält aus dem Aktienverkauf und der Platzierung von Anleihen im Nennbetrag von 600 Millionen Euro, die in FME-Aktien umtauschbar sind, einen Bruttoerlös von rund 1,1 Milliarden Euro.
EVOTEC
hat Fortschritte in seiner Neurologie-Forschungskooperation mit dem US-Pharmakonzern Bristol Myers Squibb erzielt. Der jüngste wissenschaftliche Erfolg hat eine Forschungszahlung von 20 Millionen US-Dollar ausgelöst. Das Geld soll in die weitere Entwicklung eines präklinischen Programms zur Neurodegeneration fließen.
FIELMANN
will nach zweistelligen Wachstumsraten bei Gewinn und Umsatz die Dividende für das abgelaufene Jahr moderat erhöhen. Wie die Optikerkette mitteilte, hat sie nach vorläufigen Ergebnissen 2024 das Ziel beim Umsatz punktgenau erreicht. Die bereinigte EBITDA-Marge liegt über Vorjahr, wie angepeilt. Für die Margenziele im laufenden Jahr sieht sich das Hamburger SDAX-Unternehmen "auf einem guten Weg".
MEDIOS
hat im vergangenen Jahr von einer Übernahme profitiert und den Gewinn überproportional zum Umsatz gesteigert. Das Spezialpharmaunternehmen sieht im laufenden Jahr eine weitere Umsatz- und Margenverbesserung.
ARAMCO
Saudi-Arabiens staatlicher Ölkonzern Aramco stellte nach einem Rückgang des Nettogewinns im vergangenen Jahr für 2025 geringere Aktionärsrenditen in Aussicht.
BP
will sein Board nach Informationen der Financial Times (FT) um zwei Direktoren erweitern, um die neue, auf Öl und Gas ausgerichtete Konzernstrategie besser umsetzen zu können. Wie mit dem Plan vertraute Personen der Zeitung sagten, soll das Board of Directors von 11 auf 13 Mitglieder aufgestockt werden. Es werde demnach einen neuen Direktor mit Schwerpunkt Öl und Gas sowie einen weiteren geben, der den Vergütungsausschuss beaufsichtige, schreibt die FT.
COREWEAVE
Der US-Cloud-Anbieter strebt an die Börse. Der Spezialist für KI-Rechenzentren, an dem auch der Chipkonzern Nvidia beteiligt ist, hat am Montag einen entsprechenden Antrag bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht. Coreweave kooperiert mit Nvidia beim Einsatz von Grafikprozessortechnologien in großem Umfang und zählt unter anderem Microsoft und Meta zu seinen Kunden.
HONEYWELL
verstärkt sich offenbar mit einem Milliardendeal. Der US-Industriekonzern stehe vor der Übernahme des Pumpen- und Kompressorherstellers Sundyne für rund 2,2 Milliarden US-Dollar in bar, sagten mit den Vorgängen vertraute Personen. Der Deal dürfte noch am Dienstag verkündet werden.
LINDT & SPRÜNGLI
setzt auch im laufenden Jahr auf den Trend zu Premium-Schokolade und Preiserhöhungen. Der Konzern stellt für 2025 ein weiteres Wachstum von Umsatz und Marge in Aussicht. Für das vergangene Jahr sollen die Aktionäre eine höhere Dividende erhalten. Eckdaten zu 2024 hatte das Unternehmen bereits veröffentlicht.
SWEDBANK
und die Sparebank 1 legen Geschäftsteile zusammen. Daraus soll eine neue Investmentbank in Nordeuropa entstehen, die ihre Dienstleistungen und ihre Kundenbasis in der Region verbreitern soll.
THALES
hat im vergangenen Jahr von einer stark gestiegenen Nachfrage in seinem Rüstungsgeschäft und einem anhaltend guten Luftfahrtgeschäft profitiert. Der Gewinn stieg stärker als erwartet. Die Aktionäre des Konzerns sollen eine Dividende von 3,70 Euro je Aktie erhalten, 30 Cent mehr als im Vorjahr.
===
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/ros
(END) Dow Jones Newswires
March 04, 2025 07:14 ET (12:14 GMT)