MÄRKTE USA/Wall Street vor erneuten Abgaben mit steigenden Ölpreisen

27.03.26 13:51 Uhr

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DOW JONES--Nach den deutlichen Vortagesverlusten dürfte es zum Wochenausklang an der Wall Street weiter nach unten gehen - wenn auch mit gebremstem Tempo. Der Aktienterminmarkt deutet einen leichteren Handelsbeginn am Kassamarkt an. Die Entwicklung des Marktes ist weiter eng gekoppelt mit dem Iran-Krieg und den Ölpreisen - und die steigen wieder. Am Markt nimmt die Unsicherheit über den Fortgang des Krieges zu. Zwar hat US-Präsident Donald Trump die Angriffe auf den iranischen Energiesektor erneut ausgesetzt - diesmal für 10 Tage, damit Verhandlungen stattfinden können. Trumps bisherige Frist wäre am Freitag abgelaufen. Es herrscht jedoch weiterhin Skepsis, ob es tatsächlich zu einer Einigung zwischen den USA und dem Iran kommen wird, denn beide Seiten bestehen weiter auf ihren Maximalforderungen.

Gedämpft werden die Deeskalationshoffnungen von der möglichen Entsendung von bis zu 10.000 zusätzlichen US-Soldaten in den Nahen Osten, das US-Pentagon prüft eine entsprechende Verlegung von Bodentruppen. Damit sollen Trump mehr militärische Optionen an die Hand gegeben werden, trotz seiner Erwägungen von Friedensgesprächen mit Teheran. Dies sagten Vertreter des Verteidigungsministeriums, die mit der Planung vertraut sind. "Obwohl die Verzögerung das unmittelbare Eskalationsrisiko etwas verringern könnte, bietet sie keine neuen Erkenntnisse über den Weg zu einer Lösung, angesichts der Dementis des Irans bezüglich der Gespräche und während die Straße von Hormus weitgehend geschlossen bleibt", sagt Makrostratege Jim Reid von der Deutschen Bank.

Die weiterhin weitgehend geschlossene Seestraße von Hormus hievt die Ölpreise nach oben. Der Preis für ein Fass der wichtigsten Ölsorten steigt um rund 2,5 Prozent. Der Dollar baut als "sicherer Hafen" die jüngsten Gewinne noch etwas aus - der Dollar-Index gewinnt 0,2 Prozent. Der Goldpreis erholt sich von den Vortagesabgaben.

Am Anleihemarkt steigt die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen auf ihren höchsten Stand seit acht Monaten - getrieben von steigenden Ölpreisen und in der Folge zulegenden Inflations- und Zinserhöhungsängsten. Sie klettert um 4 Basispunkte auf 4,46 Prozent. Der Anleihemarkt könnte Trump potenziell unter Druck setzen, den Krieg zu beenden, meint Analyst Matt Britzman von Hargreaves Lansdown. "Wir wissen, dass das Weiße Haus den Anleihemarkt genau beobachtet, daher wird der Druck steigen, eher früher als später eine Einigung im Nahen Osten zu erzielen."

Unity Software haussieren um 14,9 Prozent, der Videospielentwickler hat für das erste Quartal EBITDA sowie Umsatz über den Prognosen in Aussicht gestellt. Unity kündigte außerdem an, ihr Portfolio neu auszurichten und sich aus bestimmten Geschäftsbereichen zurückzuziehen.

Tesla fallen vorbörslich um 0,8 Prozent. Seit das Unternehmen starke Ergebnisse für das vierte Quartal gemeldet hat, warten Investoren auf einen neuen Impuls - etwa durch die Expansion des Robo-Taxi-Geschäfts oder die Vorstellung der dritten Generation des humanoiden Roboters Optimus.

Anthropic erwägt einem Medienbericht zufolge, bereits im Oktober an die Börse zu gehen. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg. Eine US-Bundesrichterin hat am Donnerstag derweil Anthropics Einstufung durch die Trump-Regierung als eine Sicherheitsbedrohung gestoppt.

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US-Treasuries Rendite +/- Tageshoch Tagestief

2 Jahre 4,00 +0,01 4,03 3,97

5 Jahre 4,13 +0,03 4,14 4,07

10 Jahre 4,46 +0,04 4,47 4,40

DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Do, 18:40 Uhr

EUR/USD 1,1512 -0,1 -0,0014 1,1526 1,1529

EUR/JPY 184,04 -0,1 -0,1400 184,18 184,1600

EUR/CHF 0,9179 +0,2 0,0015 0,9164 0,9163

EUR/GBP 0,8669 +0,3 0,0023 0,8646 0,8646

USD/JPY 159,84 +0,0 0,0400 159,8 159,7000

GBP/USD 1,3279 -0,4 -0,0050 1,3329 1,3336

USD/CNY 6,9132 +0,0 0,0025 6,9107 6,9107

USD/CNH 6,9214 +0,0 0,0030 6,9184 6,9202

AUS/USD 0,6884 0,0 0,0000 0,6884 0,6893

Bitcoin/USD 66.560,25 -3,5 -2.408,15 68.968,40 68.964,85

ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

WTI/Nymex 96,92 +2,6 2,44 94,48

Brent/ICE 110,75 +2,5 2,74 108,01

Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

Gold 4.433,08 +1,2 54,07 4.379,01

Silber 67,81 -0,3 -0,22 68,03

Platin 1.840,62 +0,7 13,37 1.827,25

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/kla

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March 27, 2026 08:52 ET (12:52 GMT)

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