MÄRKTE USA/Trump sorgt für komplette Trendumkehr an Märkten

23.03.26 13:08 Uhr

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DOW JONES--US-Präsident Donald Trump sorgt am Montagmittag (MEZ) bei den wichtigsten Finanzmärkten für eine komplette Trendumkehr. Während die Ölpreise absacken und der Dollar nachgibt, schießt der Aktienterminmarkt nach oben. Somit dürfte die Wall Street die negative Entwicklung der vergangenen Sitzungen beendet und stattdessen sehr fest in den Kassahandel gehen. Vor den Trump-Aussagen hat es bei zunächst weiter gestiegenen Ölpreisen nach erneut herben Verlusten an den US-Börsen ausgesehen.

Nun kündigte Trump Gespräche mit Iran über die vollständige Lösung zu Feindseligkeiten im Nahen Osten an. Auch will Trump vorerst nicht mehr Energie-Infrastruktur des Iran angreifen. Trump sagte, das US-Militär werde weitere Angriffe auf iranische Kraftwerke und Energieinfrastruktur nach "produktiven" Gesprächen um fünf Tage verschieben. Damit scheint auch das Ultimatum von Trump zur Öffnung der Straße von Hormus offenbar hinfällig zu sein. Andernfalls hätten die USA gezielt iranische Energieinfrastruktur angreifen wollen.

Die Ölpreise geben deutlich nach und brechen in der Spitze um bis zu knapp 13 Prozent ein. Aktuell verbilligt ein Fass der wichtigen Ölsorten Brent und WTI um rund 5 bis 6 Prozent. Gleichwohl dürften die Erdölpreise kaum auf absehbare Zeit auf Vorkriegsniveau zurückkommen. Goldman Sachs spricht vom größten Ölversorgungsschock aller Zeiten. "Wir erwarten nun, dass die Politik nach der Wiedereröffnung der Straße von Hormus die strategischen Reserven wieder auf ein höheres Niveau aufbauen wird und dass die Märkte einen Sicherheitsaufschlag in die langfristigen Preise einbauen werden."

Der Dollar, der seit Kriegsbeginn als Fluchthafen von Anlegern angesteuert worden ist, gibt mit der Hoffnung auf eine Deeskalation im Nahen Osten nun nach - der Dollarindex büßt 0,3 Prozent ein. Der Dollar dürfte aber weiter an Stärke gewinnen, sollte sich der aus dem Nahost-Konflikt resultierende Energiepreisschock verschärft, warnt MUFG-Analyst Lee Hardman.

Nach einem von Inflationssorgen getriebenen Tageshoch von 4,45 Prozent bei den Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen kommen diese nun auf 4,40 Prozent zurück. Die Nahostkrise habe bislang nicht die Anleihenkurse als vermeintlich sichere Häfen steigen lassen, vielmehr hätten Inflationsängste die Notierungen gedrückt und die Renditen nach oben gehievt, heißt es. Es sei nicht überraschend, dass Staatsanleihen angesichts eines inflationären Schocks nachgegeben hätten, merkt Analyst Thomas Mathews von Capital Economics an.

Der Goldpreis fällt mit den Entspannungssignalen auf Jahrestief. Zuvor hatte das Edelmetall mit Dollarstärke und gestiegenen Marktzinsen auch schon unter Druck gestanden. Nun sinkt der Preis je Feinunze um 2,9 Prozent. "Die Preise verzeichneten ihren größten Wochenverlust seit 1983 aus Sorge, dass eine höhere Inflation die Fed zu Zinserhöhungen veranlassen wird", erläutern die ANZ-Analysten.

Tesla steigen vorbörslich um 0,2 Prozent. CEO Elon Musk hat Pläne veröffentlicht, wonach der E-Autobauer und das Weltraumunternehmen SaceX gemeinsam eine neue Chipfabrik im US-Bundesstaat Texas errichten werden. Die Halbleiter sollen in Tesla-Fahrzeugen sowie in den humanoiden Optimus-Robotern eingesetzt werden. Zudem sollen dort für den Weltraum optimierte Chips gefertigt werden.

Der Pharmariese Pfizer und der französische Impfstoffhersteller Valneva haben positive Studienergebnisse ihres Impfstoffkandidaten gegen die Lyme-Borreliose bekannt gegeben. Pfizer liegen ganz knapp im Plus. Synopsys ziehen um 2,8 Prozent an, Elliott Investment hält einen größeren Anteil am Chipentwickler und will laut einem Bericht Druck ausüben, damit mehr Geld mit Software und Dienstleistungen erlöst wird.

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US-Treasuries Rendite +/- Tageshoch Tagestief

2 Jahre 3,93 +0,04 4,02 3,81

5 Jahre 4,04 +0,03 4,11 3,93

10 Jahre 4,40 +0,01 4,45 4,31

DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Fr, 17:28

EUR/USD 1,1550 -0,2 -0,0020 1,1570 1,1561

EUR/JPY 183,62 -0,3 -0,5900 184,21 184,0300

EUR/CHF 0,9122 +0,0 0,0004 0,9118 0,9107

EUR/GBP 0,8651 -0,2 -0,0020 0,8671 0,8675

USD/JPY 158,98 -0,2 -0,2400 159,22 159,1800

GBP/USD 1,3344 +0,0 0,0005 1,3339 1,3323

USD/CNY 6,891 +0,1 0,0053 6,8857 6,8857

USD/CNH 6,9011 -0,1 -0,0038 6,9049 6,9020

AUS/USD 0,6974 -0,7 -0,0049 0,7023 0,7043

Bitcoin/USD 69.975,85 +2,6 1.796,56 68.179,29 70.005,90

ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

WTI/Nymex 92,98 -5,3 -5,25 98,23

Brent/ICE 105,37 -6,1 -6,82 112,19

Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

Gold 4.358,18 -2,9 -129,47 4.487,65

Silber 66,98 -1,2 -0,78 67,76

Platin 1.853,45 -3,6 -68,62 1.922,07

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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March 23, 2026 08:09 ET (12:09 GMT)

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