MÄRKTE USA/Nahostspannungen belasten Börsen und treiben Ölpreise

19.02.26 14:49 Uhr

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DOW JONES--Geopolitische Spannungen im Nahen Osten und ein Auslaufen der Erholung im Technologiesektor dürften der Wall Street am Donnerstag zunächst Verluste bescheren. Der Aktienterminmarkt lässt auf einen leichteren Handelsbeginn am Kassamarkt schließen. Die USA verlegen derzeit eine massive Luftstreitmacht in den Nahen Osten. Damit bündeln sie in der Region die schlagkräftigste Truppe seit der Invasion des Irak 2003. Die USA sind bereit, gegen den Iran vorzugehen. Präsident Donald Trump hat jedoch noch nicht entschieden, ob er Angriffe anordnen wird. Mit dem Aufmarsch erhöht Trump den Druck auf den Iran bei den laufenden Atom- und Abrüstungsgesprächen.

Angesichts der Entwicklung ziehen die Ölpreise etwas an. Rohöl ist so teuer wie seit Sommer 2025 nicht mehr. Der Truppenaufmarsch im Nahen Osten sorgt für Ölpreissteigerungen um rund 1,9 Prozent. Die im Tagesverlauf anstehenden US-Rohöllagerbestandsdaten könnten die nächsten Impulse setzen. In Europa steigt der TTF-Gaspreis wegen der wichtigen Lieferungen aus Katar um über 7 Prozent. "Da Inflation und Erschwinglichkeit für das Weiße Haus im Moment im Vordergrund stehen, müssen wir davon ausgehen, dass der Schutz des Ölflusses durch die Seestraße von Hormus eine Priorität ist. Dies bedeutet, dass die Priorität eine diplomatische Lösung ist", sieht Marktstratege Dennis Follmer von Montis Financial die Drohkulisse Trumps eher gelassen. Bei Gold tut sich derweil wenig.

Am Anleihemarkt steigen die Renditen nach dem eher falkenhaften Fed-Protokoll des Vorabends weiter - im Zehnjahresbereich um 2 Basispunkte auf 4,10 Prozent. Die wöchentlichen Arbeitsmarkten sind besser als gedacht ausgefallen und der viel beachtete Philadelphia Fed Index ist im Februar sogar stark gestiegen, Volkswirte hatten ein Absinken prognostiziert. Die Daten stützen die Sicht der Fed vom Vortag, die kaum Argumente für Zinssenkungen fand. "Die Stärke der Renditen spiegelt eine Neubewertung der geldpolitischen Erwartungen wider (...)", urteilt Analyst Konstantinos Chrysikos von Kudotrade.

Steigende Marktzinsen treiben den Dollar nach oben - der Dollar-Index gewinnt 0,2 Prozent. Die Aufschläge des Greenbacks dürften längerfristig aber nicht von Dauer sein, urteilt MUFG-Analyst Derek Halpenny. Die Stimmung für den Dollar dürfte fragil bleiben, solange Donald Trump US-Präsident sei.

Unter den Einzelaktien stehen die beiden Einzelhandelsriesen Ebay und Walmart im Blick. Ebay hat im vierten Quartal einen höheren Umsatz verbucht und eine Vereinbarung zur Übernahme von Depop im Wert von 1,2 Milliarden US-Dollar bekannt gegeben. Bereinigt verdiente das Auktionshaus mehr als erwartet - auch der Ausblick überraschte positiv. Der Kurs steigt vorbörslich um 7,7 Prozent. Die Titel der Depop-Verkäuferin Etsy schießen um über 20 Prozent nach oben.

Walmart können da mit einem Abschlag von 3,3 Prozent nicht mithalten, nachdem Kurs allerdings Rekordstände verbucht hat. Der Einzelhändler hat für sein jüngstes Quartal ein starkes Umsatzwachstum ausgewiesen. Doch äußerte sich der Konzern zum Ausblick sehr verhalten, Verbraucher agierten weiterhin vorsichtig mit ihren Ausgaben. Die Prognose verfehlt die Marktschätzungen.

Carvana stürzen um 9 Prozent ab, nachdem der Gebrauchtwagenhändler trotz eines deutlichen Erlöszuwachses mit dem Betriebsergebnis enttäuscht hat. Der Autovermieter Avis Budget muss Abschreibungen auf die E-Autoflotte vornehmen und schreibt rote Zahlen bei sinken Umsätzen - Anleger strafen die Aktie mit einem Abschlag von über 14 Prozent ab. Diese Probleme im Kfz-Bereich hat der Landmaschinenhersteller Deere nicht, nach überzeugendem Geschäftsausweis klettert der Kurs um über 6 Prozent.

Figma ziehen nach starken Viertquartalszahlen des Software-Anbieters um 11,3 Prozent an. Der Lieferdienst DoorDash verbuchte durchwachsene Geschäftszahlen - die wichtige Kennziffer Bruttobestellwert wuchs allerdings um 39 Prozent. Der Kurs legt um 13,6 Prozent zu. Die Online-Reiseagentur Booking (+0,2%) hat im vierten Quartal einem Anstieg bei den gebuchten Übernachtungen und Buchungen insgesamt profitiert.

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DEVISEN zuletzt +/- % 0:00 Di, 18:44 Uhr % YTD

EUR/USD 1,1760 -0,2% 1,1786 1,1835 +0,3%

EUR/JPY 182,23 -0,1% 182,41 181,67 -0,9%

EUR/CHF 0,9117 +0,1% 0,9107 0,9129 -2,2%

EUR/GBP 0,8733 +0,0% 0,8731 0,8740 +0,1%

USD/JPY 154,96 +0,1% 154,76 153,50 -1,3%

GBP/USD 1,3465 -0,2% 1,3499 1,3542 +0,2%

USD/CNY 6,9379 +0,1% 6,9276 6,9244 -1,4%

USD/CNH 6,9023 +0,2% 6,8916 6,8877 -1,3%

AUS/USD 0,7048 +0,0% 0,7045 0,7057 +5,6%

Bitcoin/USD 66.238,55 -0,2% 66.384,35 66.950,25 -25,0%

ROHÖL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 66,27 65,05 +1,9% 1,22 +13,3%

Brent/ICE 71,53 70,35 +1,7% 1,18 +15,2%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold 4.992,40 4.976,98 +0,3% 15,42 +15,2%

Silber 78,21 77,27 +1,2% 0,94 +8,4%

Platin 1.757,01 1.766,29 -0,5% -9,28 +0,7%

Kupfer 5,69 5,80 -1,9% -0,11 +2,6%

YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags

(Angaben ohne Gewähr)

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/hab

(END) Dow Jones Newswires

February 19, 2026 08:49 ET (13:49 GMT)

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