MÄRKTE ASIEN/Börsen mit Abgaben - Widersprüchliche Signale zum Iran-Krieg

26.03.26 06:24 Uhr

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DOW JONES--Nach den jüngsten Aufschlägen geht es an den asiatischen Aktienmärkten am Donnerstag wieder nach unten. Es bestimmen weiterhin die Schlagzeilen rund um den Iran-Krieg das Sentiment. Hatten zuletzt Hoffnungen auf ein baldiges Ende des Konflikts die Märkte nach oben getragen, kehrt nun wieder Ernüchterung ein. Das Weiße Haus hat dem Iran mit weiteren Angriffen für den Fall gedroht, dass Teheran nicht auf das Friedensangebot der USA eingehe. Der Iran hat den 15-Punkteplan aus Washington abgelehnt.

Hinter verschlossenen Türen zeigt sich der Iran in Sachen Friedensverhandlungen mit den USA allerdings wohl weniger unnachgiebig als in der Öffentlichkeit. Das berichten sowohl arabische Vermittler und auch andere mit der Angelegenheit vertraute Personen. Das mache Hoffnung, dass die diplomatische Initiative, die sie anstoßen wollten, nicht von vornherein zum Scheitern verurteilt sei, so die Vermittler. Allerdings seien die Erfolgsaussichten gering, da der Iran und die USA Maximalforderungen stellten, die für die jeweils andere Seite inakzeptabel seien.

Das deutlichste Minus verzeichnet der Kospi in Seoul, für den es um 2,7 Prozent nach unten geht. Hier belasten zudem die Abgaben bei den Index-Schwergewichten Samsung Electronics und SK Hynix. Der Topix in Tokio reduziert sich um 0,8 Prozent. An den chinesischen Börsen verliert der Shanghai-Composite 0,6 Prozent und der Hang-Seng-Index büßt 1,4 Prozent ein.

Das Risiko eines länger anhaltenden Konflikts lässt sich auch am wieder steigenden Ölpreisen ablesen. Ein Barrel der Nordseesorte Brent steigt um 1,9 Prozent auf 104,13 Dollar, nach 100 Dollar zur gleichen Zeit am Vortag. Die Volatilität der Ölpreise dürfte angesichts der widersprüchlichen Nachrichtenlage über den Krieg anhalten, sagt Analyst Eric G. Lee von Citi Research. "Unser Basisszenario geht von einem andauernden Konflikt und einer Unterbrechung der Straße (von Hormus) für vier bis sechs Wochen aus, bevor ernsthafte Verhandlungen beginnen," so der Energie-Stratege. Dies könnte bedeuten, dass die Ölpreise kurzfristig zeitweise bis auf 120 US-Dollar pro Barrel steigen, fügt Lee hinzu.

Bei den Einzelwerten geht es in Seoul für Samsung Electronics (-4,0%) und SK Hynix (-5,3%) deutlicher abwärts. Google hat einen neuen Komprimierungsalgorithmus entwickelt, der die Speicheranforderungen großer Sprachmodelle erheblich senken könnte, heißt es. Eine größere Akzeptanz der Technologie könnte die KI-gestützte Nachfrage nach fortschrittlichen Speicherchips beeinträchtigen.

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INDEX zuletzt +/- % % YTD Handelsschluss

S&P/ASX 200 (Sydney) 8.525,70 -0,1 -2,2 06:00

Topix 500 (Tokio) 2.823,47 -0,8 +6,1 07:00

Kospi (Seoul) 5.490,24 -2,7 +30,3 07:30

Hang-Seng (Hongkong) 24.982,08 -1,4 -2,6 09:00

Shanghai-Composite 3.907,44 -0,6 -1,5 08:00

Straits-Times (Singapur) 4.922,48 +0,4 +5,9 10:00

IDX Comp. (Indonesien) 7.214,08 -1,2 -16,6 09:00

KLCI (Malaysia) 1.716,15 -0,0 +2,1 09:00

DEVISEN zuletzt +/- % 00:00 Mi, 08:21 % YTD

EUR/USD 1,1567 +0,1 1,1558 1,1601 -1,5

EUR/JPY 184,39 +0,0 184,31 184,44 +0,2

EUR/GBP 0,8654 +0,1 0,8645 0,8662 -0,7

USD/JPY 159,37 -0,1 159,46 158,97 +1,7

USD/KRW 1.505,58 +0,1 1.504,61 1.498,30 +4,5

USD/CNY 6,9023 +0,0 6,9011 6,8937 -1,3

USD/CNH 6,9058 +0,1 6,9018 6,8965 -1,0

USD/HKD 7,8182 +0,0 7,8178 7,8234 +0,5

AUD/USD 0,6952 +0,1 0,6947 0,6974 +4,2

NZD/USD 0,5804 0,0 0,5804 0,5816 +0,8

BTC/USD 70.524,26 -0,6 70.977,69 71.086,90 -19,6

ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

WTI/Nymex 92,11 +2,0 1,79 90,32

Brent/ICE 104,13 +1,9 1,91 102,22

Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

Gold 4.509,43 +0,1 4,37 4.505,06

Silber 71,24 -0,1 -0,04 71,28

Platin 1.914,20 -0,3 -5,53 1.919,73

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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