IAB-Arbeitsmarktbarometer sinkt zum sechsten Mal in Serie

26.02.25 10:17 Uhr

DOW JONES--Das IAB-Arbeitsmarktbarometer ist im Februar zum sechsten Mal in Folge gesunken. Der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) fiel um 0,4 Punkte im Vergleich zum Vormonat auf 98,3 Punkte. Das European Labour Market Barometer hingegen stieg das erste Mal seit fünf Monaten und lag im Februar bei 99,5 Punkten.

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Die Komponente zur Vorhersage der Arbeitslosigkeit in Deutschland sank im Vergleich zum Vormonat um 0,4 Punkte auf 96,7 Punkte. Einen Wert unter 97 Punkten erreichte die Komponente zuvor lediglich im Jahr 2020 während der Covid-19-Pandemie und 2008/2009 während der Weltfinanzkrise. Die Aussichten sind damit deutlich negativ.

Auch die Beschäftigungskomponente verzeichnete ein Minus von 0,4 Punkten und lag mit 99,9 Punkten erstmalig außerhalb der Covid-19-Pandemie unter der neutralen Marke von 100 Punkten. "Die Arbeitslosigkeit wird weiter steigen, die Beschäftigung nur noch stagnieren. Die Arbeitsagenturen blicken mit Sorge auf 2025", sagte Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs.

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Das European Labour Market Barometer markierte hingegen mit 0,3 Punkten den ersten Anstieg seit fünf Monaten. Der Frühindikator des Europäischen Netzwerks der öffentlichen Arbeitsverwaltungen und des IAB lag damit im Februar bei 99,5 Punkten. Spanien nahm erstmals teil und stieg mit 101,1 Punkten ein. Ohne Spanien wäre das European Labour Market Barometer um 0,5 Punkte schlechter ausgefallen. "Bei den Europäischen Arbeitsmarktservices überwiegen noch immer die leicht pessimistischen Erwartungen. Insbesondere gibt es auch optimistischere Einschätzungen, wie in Spanien, das erstmals beim European Labour Market Barometer dabei ist", sagte Weber.

Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

DJG/apo/cbr

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February 26, 2025 04:18 ET (09:18 GMT)