Nach EZB-Entscheid: DAX beendet kurze Woche auf grünem Terrain und hielt 24.000er-Marke

Zwischen hohen Ölpreisen und Quartalszahlen: Der deutsche Leitindex konnte die Anfangsverluste ausbügeln und stieg wieder über 24.000 Punkte.
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Der DAX begann den Donnerstagshandel ein Prozent tiefer bei 23.715,71 Punkten. Im Anschluss grenzte er die Verluste vollends ein und bewegte sich dann auf grünem Terrain und konnte dabei die 24.000-Punkte-Marke zurückerobern. Er schloss den Handelstag 1,41 Prozent fester bei 24.292,38 Zählern ab.
Belastungsfaktor Ölpreise relativiert sich etwas
Am Aktienmarkt kamen die Anleger am Donnerstagmorgen zunehmend ins Grübeln. Steigende Ölpreise belasteten. Brent-Öl hatte am frühen Morgen in der Spitze über 126 Dollar gekostet, 6 Dollar mehr als im bisherigen Hoch seit Beginn des Nahostkonflikts. Aktuell kostet es knapp 115 Dollar und damit über 2 Prozent weniger als am Vortag. Für den Preissprung hatten Berichte gesorgt, die USA bereiteten neue Angriffe auf den Iran vor, um den Verhandlungsdruck zu erhöhen. Die anschließend sinkenden Notierungen der Ölpreise lässt Anleger nun wieder etwas bullisher reagieren.
Zahlenreigen geht weiter
Auch am Donnerstag setzte sich die Berichtssaison mit vollem Schwung fort. Verdauen müssen heimische Anleger zahlreiche Bilanzen von Techriesen aus den USA, dort hatten nachbörslich Alphabet, Amazon, Meta und Microsoft gleich vier Unternehmen aus der Gruppe der Magnificent 7 ihre Bücher geöffnet. In Deutschland rückten nun Quartalsberichte BASF, DHL, Volkswagen und MTU Aero Engines in den Fokus.
EZB verkündet Zinsentscheidung
Nach der Fed kommt die EZB: Die US-Notenbank Fed hatte am Vorabend den Leitzins wie erwartet unverändert gelassen. Die Inflation wird aber auch in den Vereinigten Staaten ein immer brisanteres Thema. An diesem Donnerstag stand am Nachmittag dann die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) auf der Agenda. Wie erwartet tasteten die Währungshüter den Leitzins nicht an.
Deutsche Wirtschaft trotzt Iran-Krieg
Das Wirtschaftswachstum in Deutschland hat sich im ersten Quartal verstärkt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) in einer ersten Schätzung mitteilte, stieg das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorquartal saison- und kalenderbereinigt um 0,3 Prozent und lag kalenderbereinigt um ebenfalls 0,3 Prozent über dem Niveau des Vorjahresquartals. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen Quartalszuwachs von 0,2 Prozent und eine Jahreswachstumsrate von 0,3 Prozent prognostiziert.
DAX-Rekord zuletzt im Januar
Der Abstand zum Rekordniveau bleibt am deutschen Aktienmarkt bestehen. Am 13. Januar hatte der DAX bei 25.507,79 Punkten ein Allzeithoch markiert. Letztlich war er an diesem Tag bei 25.420,66 Zählern aus dem Handel gegangen, was zudem einen Rekord auf Schlusskursbasis bedeutete.
Claudia Stephan, Alexandra Hesse, Evelyn Schmal, Benedict Kurschat, Redaktion finanzen.net mit Material von dpa-AFX und Dow Jones Newswires
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