UnitedHealth mit Kurssprung: Zahlen fallen besser aus als erhofft - Gewinnziel wird angehoben

Vor US-Börsenstart wurde es für Anleger von UnitedHealth spannend: Das Unternehmen hat seine Bücher geöffnet. So fielen die Zahlen aus.
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Der US-Versicherungsriese UnitedHealth hat seine Bilanz für das erste Quartal 2026 vorgelegt. Nach dem Stichtag zum 31.03.2026 zeigt sich nun, ob das Schwergewicht die Erwartungen der Analysten erfüllen konnte oder ob der Konzern mit Gegenwind zu kämpfen hatte.
Beim Gewinn je Aktie (EPS) verzeichnete das Unternehmen im ersten Jahresviertel einen Wert von 6,9 US-Dollar. Damit übertraf UnitedHealth die durchschnittlichen Schätzungen der Analysten, die im Vorfeld bei 6,58 US-Dollar gelegen hatten. Im Vergleich zum Vorjahresquartal, in dem noch ein EPS von 6,85 US-Dollar erzielt wurde, entspricht dies einer Verbesserung.
Auf der Umsatzseite verbuchte der Konzern im abgelaufenen Quartal insgesamt 111,7 Milliarden US-Dollar. Analysten hatten im Vorfeld mit einem leichten Rückgang auf 109,43 Milliarden US-Dollar gerechnet, nachdem im Vorjahreszeitraum noch 109,58 Milliarden US-Dollar umgesetzt worden waren. UnitedHealth übertraf somit die Prognosen.
Für das gesamte Fiskaljahr bleiben die Analysten dennoch fokussiert: Im Durchschnitt erwarten sie einen Gewinn je Aktie von 17,86 US-Dollar, was deutlich über dem Vorjahreswert von 13,23 US-Dollar läge. Beim Gesamtumsatz wird für das laufende Jahr mit rund 440,54 Milliarden US-Dollar gerechnet, nach 447,57 Milliarden US-Dollar im Vorjahr.
UnitedHealth hebt Gewinnziel nach überraschend gutem Quartal an
Der größte US-Krankenversicherer UnitedHealth ist auf seinem krisenbedingten Schrumpfkurs überraschend stark ins Jahr gestartet. Angesichts der Ergebnisse des ersten Quartals wird Konzernchef Stephen Hemsley auch für das Gesamtjahr optimistischer. Der um Sonderposten bereinigte Gewinn je Aktie soll jetzt mehr als 18,25 US-Dollar erreichen, wie das Unternehmen am Dienstag in Eden Prairie (US-Bundesstaat Minnesota) mitteilte. Damit liegt die Latte 50 Cent höher als bislang. Die UnitedHealth-Aktie legte im frühen US-Handel um zehn Prozent zu.
Im ersten Quartal erzielte UnitedHealth einen Umsatz von 111,7 Milliarden Dollar (94,9 Mrd Euro), rund zwei Prozent mehr als im Vorjahr. Der Überschuss stagnierte praktisch bei knapp 6,3 Milliarden Dollar. Analysten hatten hingegen mit einem deutlichen Rückgang gerechnet.
UnitedHealth war 2025 wiederholt ins Visier staatlicher Ermittlungen geraten. Im Frühjahr kappte das Management seine Jahresziele und strich sie im Mai wegen unerwartet hoher Kosten für medizinische Behandlungen komplett. Zugleich holte der Konzern seinen früheren Chef Hemsley zurück an die Spitze.
Für 2026 kündigte der Manager einen Schrumpfkurs an - und den ersten Umsatzrückgang seit mehr als 30 Jahren. Das Unternehmen soll Geschäftsteile verkaufen, weniger Kunden bedienen und weniger einnehmen, aber mehr Gewinn erwirtschaften. Dazu soll die Zahl der Versicherten ebenso schrumpfen wie die Präsenz der Dienstleistungstochter Optum in den USA.
Die UnitedHealth-Aktie legt im US-Handel an der NYSE zeitweise um 7,44 Prozent zu auf 347,53 US-Dollar.
Claudia Stephan, Bettina Schneider, Benedict Kurschat, Redaktion finanzen.net mit Material von dpa-AFX
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