Aktien von VW, Mercedes-Benz und Stellantis im Fokus: Batteriefabrik in Kaiserslautern wird gestrichen

Das Gemeinschaftsprojekt ACC zieht den Stecker beim geplanten Batteriewerk in Kaiserslautern - schwache E-Auto-Nachfrage zwingt zum Kurswechsel.
Werte in diesem Artikel
Das Gemeinschaftsunternehmen ACC hat der geplanten Großfabrik für Autobatterien in Kaiserslautern den Stecker gezogen. Die bereits im Jahr 2024 auf Eis gelegten Standorte in Deutschland und Italien rechnen sich nicht mehr, wie aus einer Stellungnahme des Gemeinschaftsunternehmens der Konzerne Stellantis, Mercedes-Benz (Mercedes-Benz Group (ex Daimler)) und Total Energies hervorgeht. Der Standort Billy-Bercleau/Douvrin in Frankreich solle als "primärer Innovationshub" bestehen bleiben.
Hintergrund ist die anhaltend schwache Nachfrage nach Elektroautos in Europa sowie der massive Kurseinbruch bei Stellantis. Der VW (Volkswagen (VW) vz)-Konkurrent hatte in der vergangenen Woche Abschreibungen in Höhe von 22,2 Milliarden Euro bekanntgegeben und an der Börse einen beispiellosen Kurssturz erlitten.
Hohe Subventionen
Am Standort der Stellantis-Tochter Opel in Kaiserslautern sollten rund 2000 Arbeitsplätze entstehen. Deutschland und Frankreich hatten der Automotive Cell Company (ACC) Fördermittel in Höhe von 1,3 Milliarden Euro zugesagt. Allein das deutsche Werk sollte mit Steuergeld in Höhe von rund 437 Millionen Euro unterstützt werden. Einen entsprechenden Förderbescheid hatten der damalige Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) und die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) überreicht.
Wie beim Partnerprojekt im italienischen Termoli will ACC nun mit den Gewerkschaften über die Einstellung der Projekte sprechen. Der Frankfurter IG-Metall-Bezirkschef Jörg Köhlinger bezeichnete das Vorgehen als "irrational und verantwortungslos." Widerstandsfähige Lieferketten entstünden so nicht. Jahrelang hätten sich Betriebsräte und IG Metall für die Ansiedlung eingesetzt, sagte der Gewerkschafter. "Wir haben innovative tarifliche Regelungen getroffen, mit denen wir dem Unternehmen weit entgegengekommen sind. Und jetzt will ACC den Abgesang einleiten."
An der Börse zeigen sich die Autobauer am Montag uneins: Die VW vz.-Aktie legt via XETRA zeitweise um 0,35 Prozent zu auf 101,10 Euro, während Mercedes-Benz-Papiere zeitweise 0,46 Prozent auf 58,51 Euro verlieren. Im Pariser Handel gewinnt die Stellantis-Aktie wiederum 2,13 Prozent auf 6,24 Euro.
/ceb/DP/jha
KAISERSLAUTERN (dpa-AFX)
Ausgewählte Hebelprodukte auf Mercedes-Benz Group (ex Daimler)
Mit Knock-outs können spekulative Anleger überproportional an Kursbewegungen partizipieren. Wählen Sie einfach den gewünschten Hebel und wir zeigen Ihnen passende Open-End Produkte auf Mercedes-Benz Group (ex Daimler)
Der Hebel muss zwischen 2 und 20 liegen
| Name | Hebel | KO | Emittent |
|---|
| Name | Hebel | KO | Emittent |
|---|
Weitere Mercedes-Benz Group (ex Daimler) News
Bildquellen: Vytautas Kielaitis / Shutterstock.com, FotograFFF / Shutterstock.com