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Tesla-Aktie rutscht ab: Auslieferungszahlen steigen langsamer als erwartet

02.04.26 16:59 Uhr

Tesla-Aktie leichter: Auslieferungszahlen enttäuschen | finanzen.net

Tesla verkauft nach einem Jahr mit deutlichen Rückgängen wieder mehr Autos.

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Im ersten Quartal stiegen die weltweiten Auslieferungen des Elektroauto-Vorreiters im Jahresvergleich um 6,3 Prozent auf 358.023 Fahrzeuge. Das lag unter den Erwartungen der Analysten, die im Schnitt von rund 370.000 Auslieferungen ausgegangen waren.

Im Vorjahresquartal waren die Auslieferungen um 13 Prozent gefallen. Auch trotz des Anstiegs im Vergleich dazu brachte Tesla jetzt rund 29.000 Fahrzeuge weniger zu den Kunden als Anfang 2024. Die Produktion stieg im Vergleich zum ersten Quartal 2025 um 12,6 Prozent auf 408.386 Fahrzeuge, wie Tesla mitteilte.

Modellwechsel und Musk-Politik

Zu den Rückgängen im vergangenen Jahr hatte unter anderem eine Umrüstung der Produktionslinien für ein Update des Bestsellers Model Y beigetragen. Ein weiterer Faktor waren die Kontroversen um die politischen Aktivitäten von Firmenchef Elon Musk, der eine Zeit lang ein enger Vertrauter von US-Präsident Donald Trump war und in dessen Auftrag die Regierungsausgaben stutzen sollte. Einige potenzielle Interessenten wurden von Musks rechten politischen Ansichten abgeschreckt.

Außerdem sorgte Trump dafür, dass in den USA Ende September 2025 die Steuervergünstigung von 7.500 Dollar beim Kauf eines Elektroautos wegfiel. Tesla brachte das einen Rekordabsatz mit der Torschlusspanik im dritten Quartal - mit einem darauffolgenden weiteren Rückgang.

Plus in Europa

In Europa zeichnete sich zu Beginn dieses Jahres eine Erholung im Vergleich zum schwachen Start 2025 ab. So legten die Tesla-Neuzulassungen in der EU in den ersten zwei Monaten im Jahresvergleich nach Zahlen des Branchenverbandes Acea um 16,7 Prozent auf 20.941 Fahrzeuge zu. Tesla hat sein europäisches Werk, das das Model Y produziert, in Grünheide bei Berlin.

Musk erklärte nach den Absatzrückgängen im vergangenen Jahr, die Zukunft von Tesla liege ohnehin in autonom fahrenden Robotaxis und humanoiden Robotern. Zugleich brachte Tesla etwas günstigere Versionen des Model 3 und des Model Y auf den Markt.

So reagiert die Tesla-Aktie

In einem für Technologiewerte wieder schwachen Umfeld haben die Aktien von Tesla am Donnerstag ihre jüngste Erholung abgebrochen. Als Belastung hinzu kamen schwache Auslieferungszahlen für das erste Quartal.

Die Papiere von Tesla sackten im frühen Handel unter den schwächsten Werten im Technologie-Index NASDAQ 100 um 3,67 Prozent auf 367,26 US-Dollar ab. Dieses sehr konjunkturabhängige Börsenbarometer litt unter Aussagen von US-Präsident Donald Trump zu fortgesetzten Angriffen gegen den Iran.

Tesla verkauft zwar nach einem Jahr mit deutlichen Rückgängen wieder mehr Autos. Im ersten Quartal stiegen die weltweiten Auslieferungen des Elektroauto-Vorreiters im Jahresvergleich um 6,3 Prozent auf 358.023 Fahrzeuge. Das lag aber unter den Erwartungen der Analysten, die im Schnitt von rund 370.000 Auslieferungen ausgegangen waren.

Fachleute wollten die Zahlen nicht überbewerten. Die Auslieferungszahlen von Tesla seien zwar recht enttäuschend ausgefallen, doch für ihn komme das nicht überraschend, schrieb Analyst Dan Ives von Wedbush. Der Experte verwies auf die aktuell schwierige Lage auf dem Elektrofahrzeugmarkt in den verschiedenen Regionen. Dabei stelle Europa für die Auslieferungen weiterhin einen Gegenwind dar, doch in China präsentiere sich Tesla trotz zunehmender Konkurrenz durch einheimische Hersteller weiter stark.

Zudem schalte das Unternehmen derzeit einen Gang zurück, um sich stärker auf seine Strategie rund um den Einsatz von Künstlicher Intelligent zu konzentrieren, fuhr Ives fort.

Auch Analyst Tom Narayan von der kanadischen Investmentbank RBC wies auf diesen Aspekt hin: Grundsätzlich gebe es im Tesla-Konzern eine "strategische Kehrtwende" weg von Elektrofahrzeugen und hin zu autonom fahrenden Fahrzeugen sowie zu humanoiden Robotern. Ausdruck dieser sei die Einstellung der Elektromodelle S und X. Längerfristig hohe Treibstoffpreise könnten allerdings die Nachfrage nach E-Autos wieder stärken.

/so/DP/nas/he

FRANKFURT (dpa-AFX)

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Bildquellen: kovop / Shutterstock.com, Nadezda Murmakova / Shutterstock.com

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