Tesla-Aktie in der Krise: Rekordzahl an Fahrzeugwechseln unter Musk als US-Regierungsberater

03.04.2025 23:20:00

Seit Elon Musk als Berater in der US-Regierung tätig ist, wenden sich immer mehr Tesla-Besitzer von der Marke ab. Andere Hersteller rücken hingegen zunehmend in den Fokus.

• Tesla-Fahrzeuge werden eingetauscht
• Andere Hersteller im Fokus
• Musk schadet Image wohl

Seit Elon Musk Anfang des Jahres als Berater für die US-Regierung tätig ist, scheinen Händler eine Rekordzahl an Tesla-Besitzern, die ihre Elektrofahrzeuge gegen Modelle anderer Marken eintauschen, zu verzeichnen. Das geht wohl aus einer aktuellen Analyse der Auto-Plattform Edmunds hervor, die auf einen massiven Rückgang der Markentreue hinweise.

Markentreue bröckelt - Tesla-Besitzer wechseln zu anderen Herstellern

Laut Edmunds erreichte die Anzahl der Tesla-Trade-ins im März ein Allzeithoch. Immer mehr Kunden entscheiden sich gegen eine weitere Tesla-Anschaffung und wenden sich verstärkt traditionellen Autoherstellern wie Ford, Chevrolet und Volkswagen zu, die ihre Elektrofahrzeug-Angebote ausgebaut haben.

Jessica Caldwell, Analystin bei Edmunds, sehe darin eine Chance für die Konkurrenz: "Veränderungen in der Tesla-Verbraucherstimmung könnten etablierten Autoherstellern und Elektroauto-Startups die Chance eröffnen, Boden gutzumachen. Da die Markentreue und das Interesse an Tesla nachlassen, könnten Anbieter mit wettbewerbsfähigen Preisen, neuer Technologie oder einfach weniger Kontroversen abwandernde Tesla-Besitzer und Erstkäufer von Elektroautos für sich gewinnen", wie sie CNBC in diesem Zusammenhang zitiert.

Politische Turbulenzen und Markenimage unter Druck

Seit Musk in der zweiten Trump-Regierung im "Department of Government Efficiency" (DOGE) tätig ist, sorgt er für umstrittene politische Entscheidungen, darunter den Abbau von Staatsausgaben und Stellenstreichungen im öffentlichen Dienst. Gleichzeitig hat er Zugang zu sensiblen Regierungsdaten erhalten, was mehrfach rechtlich angefochten wurde.

Diese politische Nähe zum Weißen Haus hat der Tesla-Marke offenbar geschadet: Das Unternehmen steht vermehrt im Fokus von Protesten, Vandalismus und sogar Brandanschlägen auf Tesla-Standorte und Ladeinfrastruktur.

Börsencrash: Tesla-Aktien massiv unter Druck

Während Tesla-Aktien nach Trumps Wahlsieg im November zunächst zulegten, sind sie seit Jahresbeginn um rund 30 Prozent eingebrochen. Der negative Trend spiegelt sich auch in den Verkaufszahlen wider: So zeigt eine Analyse von S&P Global Mobility, dass Tesla in den USA im Januar einen Absatzrückgang von 11 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verzeichnete, während konkurrierende Elektroautohersteller wohl Marktanteile gewinnen konnten, wie CNBC berichtet.

Auch das generelle Kaufinteresse an Tesla-Fahrzeugen scheint abzunehmen. Edmunds berichtet, dass die Suchanfragen für neue Tesla-Modelle im Februar auf den niedrigsten Stand seit Oktober 2022 gefallen sind. Das Markenimage hätte aber bereits vor Musks Regierungsbeteiligung gelitten: Laut einer Studie von Brand Finance sank der Markenwert von Tesla im Jahr 2024 um 26 Prozent - ein Verlust von rund 15 Milliarden Dollar.

Tesla hat sich bislang nicht zu den aktuellen Entwicklungen geäußert. Zukünftige Entwicklungen dürften angesichts des politischen Umfelds und der zunehmenden Konkurrenz zunächst unklar sein.

Redaktion finanzen.net

Bildquelle: Frontpage / Shutterstock.com, Nadezda Murmakova / Shutterstock.com, Josh Edelson/AFP/Getty Images

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