Darum stabilisiert sich der Eurokurs

28.02.2025 16:54:39

Der Euro hat sich nach den deutlichen Kursverlusten der vergangenen Tage am Freitag stabilisiert.

Am Nachmittag wurde die Gemeinschaftswährung Euro bei 1,0414 US-Dollar gehandelt. Er notierte damit ein wenig höher als am Vorabend. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,0411 (Donnerstag: 1,0477) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9605 (0,9544) Euro.

An den vergangenen Tagen hatte die Ankündigung neuer Zölle den Euro belastet. US-Präsident Donald Trump hatte bereits am Donnerstag Maßnahmen gegen China, Kanada und Mexiko in der kommenden Woche angekündigt. "Bisher überwog aus Marktsicht die Einschätzung, dass sich Trump ökonomisch rational verhält und entsprechend die Wahrscheinlichkeit für Deals in letzter Sekunde hoch bleibt", schreiben Experten der Dekabank. "Sollte diese These falsch sein, müssten auch die wirtschaftlichen Risiken für die EU und die Eurozone neu bewertet werden."

Uneinheitliche Inflationsdaten aus großen Ländern der Eurozone gaben dem Devisenmarkt am Freitag keine klare Richtung. So ist in Deutschland der europäische Verbraucherpreisindex HVPI im Februar mit 2,8 Prozent im Jahresvergleich etwas stärker als im Vormonat gestiegen. In Frankreich sank die Inflationsrate hingegen von 1,8 Prozent im Vormonat auf 0,9 Prozent und in Italien lag die Rate unverändert bei 1,7 Prozent. Die Zahlen für den gesamten Euroraum werden am Montag veröffentlicht.

"Für die Europäische Zentralbank (EZB) bleiben die Ampeln für weitere Zinssenkungen auf Grün", kommentierte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank. Er verweist auf die Daten aus Frankreich und den gesunkenen Preisdruck im deutschen Dienstleistungssektor. "In der Eurozone wird deshalb die gesamte Teuerungsrate im Februar gegenüber Januar spürbar geringer ausfallen."

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,82608 (0,82673) britische Pfund, 156,96 (156,73) japanische Yen und 0,9394 (0,9407) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold kostete am Nachmittag in London 2.840 Dollar. Das waren etwa 36 Dollar weniger als am Vortag.

/jsl/he

FRANKFURT (dpa-AFX)

Bildquelle: Nataliia Melnychuk / Shutterstock.com, Alessio Ponti / Shutterstock.com, Joachim Wendler / Shutterstock.com, antos777 / Shutterstock.com

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