Technotrans: Zu stark abgestraft

24.02.26 09:03 Uhr

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Technotrans: Zu stark abgestraft | finanzen.net

Nach etwas enttäuschenden vorläufigen Zahlen für 2025 hat die Aktie von Technotrans kräftig nachgegeben. Die Wachstums- und Gewinnsteigerungsaussichten sind aber weiter intakt – das sorgt für Erholungspotenzial.

 

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Im Schlussquartal 2025 hatte Technotrans mit einer gewissen Kundenzurückhaltung zu kämpfen, die teilweise Lagerbestände minimiert haben. Das hat zu einem leichten Umsatz- und EBIT-Rückgang geführt, so dass im Gesamtjahr mit einem moderaten Erlöswachstum um 2,5 Prozent auf 244 Mio. Euro die Zielspanne, die bei 245 bis 265 Mio. Euro gelegen hatte, geringfügig verfehlt wurde. Beim EBIT konnte dennoch mit einer Steigerung um 40 Prozent auf 17,3 Mio. Euro und einer Marge von 7,1 Prozent das untere Ende der Guidance (Marge zwischen 7 und 9 Prozent) erreicht werden.

Sorge um Wachstumsdynamik

Am Markt hat das nach unserer Interpretation die Sorge geschürt, dass sich das Wachstumstempo von Technotrans in einem weiterhin recht anspruchsvollen Umfeld – insbesondere für die Kunden aus der Druckindustrie, aber auch in den Segmenten Laser und Kunststoff – deutlich verlangsamen könnte. Das spiegelt sich in dem kräftigen Kursrückgang der Aktie, die gemessen am Januarhoch auf Xetra in der Spitze um mehr als 30 Prozent nachgegeben hat.

Abschlag übertrieben

Aus unserer Sicht ist dieser Abschlag übertrieben. Denn auch, wenn die Lage in einigen Bereichen herausfordernd ist, so dominieren bei Technotrans doch die dynamischen Wachstumstreiber in den größeren Geschäftsfeldern. Insbesondere im Bereich Energie Management für Data Center und die Batteriekühlung dürfte die Dynamik im Auftragseingang hoch bleiben. Der Vorstand erwartet bis 2030 ein durchschnittliches Wachstum in diesem Segment um mehr als 21 Prozent p.a. und hat dafür eine deutliche Erweiterung der Kapazitäten am Stammsitz eingeleitet. Das wird den Hauptbeitrag zum strategischen Ziel leisten, den Umsatz bis zum Zieljahr auf mehr als 350 Mio. Euro zu steigern und damit eine Verbesserung der EBIT-Marge auf 9 bis 12 Prozent zu erreichen.

Bewertung jetzt moderat

Für die laufende Periode sieht der Analystenkonsens derzeit (Stand 24.02.) ein Wachstum um 6 Prozent und eine Verbesserung der EBIT-Marge auf 7,9 Prozent vor. Das Unternehmen hat noch keine Prognose veröffentlicht, aber im Gespräch mit SmartCaps stuft der Vorstand die Markteinschätzung als nicht unangemessen ein. Durch den Kapazitätsausbau und steigende Auftragsvolumina könnte die Wachstumsdynamik danach deutlich zunehmen. Vor diesem Hintergrund ist Technotrans nach dem Kursrückschlag bei einem Kurs von 26,50 Euro mit einem Konsens-KGV26 von 14,5 moderat bewertet. Das birgt Erholungspotenzial für die Aktie.

Wie dynamisch eine Erholung nach einem übertriebenen Kurssturz verlaufen kann, hat zuletzt die Aktie von DEWB gezeigt, die in kürzester Zeit um 30 Prozent zulegen konnte. Gleichwohl dürfte das Potenzial hier noch nicht ausgeschöpft sein, da sie weiterhin deutlich unter dem Buchwert notiert und 2026 spürbare Fortschritte bei den Kernbeteiligungen verspricht: zum Artikel

Fundamental lohnt sich derzeit der Blick auch auf Gesco. Denn die sich häufenden positiven konjunkturellen Signale könnten endlich für den lange vermissten operativen Rückenwind sorgen, was auch die sehr moderat bewertete Aktie beflügeln sollte: zum Artikel

Autoren: Die SmartCaps-Redaktion. Über uns: Das Team von SmartCaps zählt seit mehr als zwei Jahrzehnten mit dem „Anlegerbrief“ zu den erfolgreichsten Nebenwerteinvestoren in Deutschland. Das Musterdepot des Anlegerbriefs hat seit 1999 eine Rendite von mehr als 3.438 Prozent oder 14,3 Prozent p.a. (Stand: 14.02.26) erzielt. Mehr dazu finden Sie hier.

Erstellung am 24.02.26 um 8:53 Uhr.

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