Die 10 Fondsgesellschaften mit den größten Verlusten des letzten Jahrzehnts
• Fondsverwaltungsgesellschaften haben Milliarden vernichtet
• Einzelne Fonds mit teils kräftigen Verlusten
• Bestimmte Fondskategorien besonders große Kapitalvernichter
Ein Analystenteam von Morningstar veröffentlichte kürzlich ein Ranking der Fondsverwaltungsgesellschaften, Fonds und Fondskategorien, die in den letzten zehn Jahren das meiste Anlegerkapital vernichtet haben. Für die Liste wurde eine Berechnung verwendet, die auf der Wertminderung jedes Fonds in den letzten zehn Jahren in US-Dollar basiert. Die Studie berücksichtigt allerdings keine Anleihen-ETFs oder ETFs der Morningstar-Kategorie "Energie-Kommanditgesellschaften", und konzentriert sich auf die Vermögenswerte, für die die Fonds Gebühren erhoben haben, so Morningstar.
ARK Invest mit schlechtestem Ergebnis
Die Fondsverwaltungsgesellschaft mit der schlechtesten Performance der letzten zehn Jahre ist mit deutlichem Abstand die Investmentfirma von Starinvestorin Cathie Wood. ARK Invest, das vor allem für seine Wetten auf Unternehmen wie Tesla, Roku und Block bekannt ist, hat laut Berechnungen von Morningstar in den letzten zehn Jahren 13,36 Milliarden US-Dollar vernichtet.
Cathie Wood erlangte während des Börsenbooms während der Corona-Pandemie große Bekanntheit. Damals stiegen viele der größten Beteiligungen ihres Unternehmens sprunghaft an und ihr Flaggschiff-ETF legte 2020 kräftig zu. Doch anschließend wendete sich das Blatt: Der ARK Innovation ETF beendete das Jahr 2021 bereits mit einem deutlichen Minus und erlitt während dem Abschwung 2022 einen Einbruch.
Weitere Fondsverwaltungsgesellschaften mit großen Verlusten
Eine weitere Fondsverwaltungsgesellschaft, die in der vergangenen Dekade einiges an Geld verloren hat, ist Kraneshares. Das Unternehmen hat laut Morningstar 6,66 Milliarden US-Dollar an Anlegerkapital vernichtet. Darauf folgt auf Platz drei Barclays mit 4,34 Milliarden US-Dollar und auf Platz vier AdvisorShares mit 2,71 Milliarden US-Dollar. GlobalX hat in den letzten zehn Jahren 1,78 Milliarden US-Dollar und ETF Managers 1,21 Milliarden US-Dollar verloren. Auf Platz sieben liegt Amplify mit einem Wertverlust von 998,36 Millionen US-Dollar. Brookfield hat im selben Zeitraum 730,57 Millionen US-Dollar, LJM Funds 606,60 Millionen US-Dollar und Eagle MLP 361,92 Millionen US-Dollar Anlegerkapital vernichtet.
Fonds mit der schlechtesten Performance
Morningstars Analyse konzentrierte sich nicht nur auf die Fondsverwaltungsgesellschaften mit der schlechtesten Performance, sondern auch auf die 15 Investmentfonds oder börsengehandelten Produkte mit der schlechtesten Performance - obwohl einige Kategorien von der Analyse ausgeschlossen worden seien. Auf Morningstars Liste der Fonds mit der schlechtesten Performance finden sich vor allem inverse oder gehebelte Produkte oder Fonds, die auf stark betroffene Vermögenswerte setzen.
Am meisten Verlust machte der ProShares UltraPro Short QQQ ETF - ein Fonds mit einem dreifachen täglichen Hebel, der eine gegenläufige Entwicklung zum NASDAQ 100 anstrebt. Platz zwei belegte der ProShares Ultra VIX Short-Term Futures ETF, der ein 1,5-fach gehebeltes Long-Exposure in Futures bietet, die an den CBOE Volatility Index gekoppelt sind. Auf Platz drei landete der ARK Innovation ETF - trotz der recht guten Performance von in den USA notierten Technologieaktien in den letzten zehn Jahren.
Kapitalvernichter unter den Fondskategorien
Zu den Fondskategorien, die in den letzten zehn Jahren am meisten Kapital vernichtet haben, zählen laut Morningstar hauptsächlich volatile und spezialisierte Kategorien, darunter auch solche mit Fokus auf gehebeltem und inversem Handel. Gemäß Schätzungen von Morningstar haben handelsinverse Aktienfonds in den letzten zehn Jahren zum Beispiel fast 45 Milliarden US-Dollar an Aktionärswert vernichtet. Jedoch sind mit langfristigen Staatsanleihen und globalen Anleihen auch zwei recht gängige Kategorien auf der Liste vertreten. Langfristige Staatsanleihenfonds haben laut Morningstar fast 30 Prozent verloren als die Zinsen 2022 sprunghaft anstiegen und auch globale Anleihenfonds haben aufgrund einer Kombination aus schwacher Performance und schlecht getimten Mittelzuflüssen in Dollar große Verluste erlitten.
Redaktion finanzen.net
Bildquelle: interstid / Shutterstock.com, KanawatTH / Shutterstock.com