Goldpreis: Rekordlaune vor wichtigen US-Inflationszahlen

28.03.2025 07:56:43

Der Goldpreis zeigt sich vor dem Wochenende in Rekordlaune und profitiert somit weiterhin von der wachsenden Risikoaversion der Anleger.

von Jörg Bernhard

Eskalierende Handelskonflikte im Vorfeld zusätzlicher US-Zölle in der kommenden Woche dürften dabei eine wichtige Rolle gespielt haben. Nun warten die Marktakteure auf die die für den Nachmittag angekündigten US-PCE-Daten (13.30 Uhr), um Hinweise auf den künftigen geldpolitischen Kurs der US-Notenbank zu erhalten. Diese hatte in der vergangenen Woche die Zinsen zwar unverändert belassen, aber zugleich zwei Zinssenkungen bis Jahresende bekräftigt. Mittlerweile zeigt das FedWatch-Tool des Terminbörsenbetreibers CME Group eine Wahrscheinlichkeit von 49 Prozent an, dass wir bis Ende des Jahres mindestens zwei Zinssenkungen um 25 Basispunkte sehen werden. Am Abend dürften sich die Marktakteure zudem für den Commitments-of-Traders-Report der US-Aufsichtsbehörde CFTC (20.30 Uhr) stark interessieren. Dieser informiert einmal pro Woche über die Stimmung der verschiedenen Marktakteure bei Gold-Futures und dürfte angesichts der jüngsten Rekordhochs weiterhin einen tendenziell optimistischen Tenor unter den spekulativen Marktakteuren ausweisen.

Am Freitagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit steigenden Notierungen. Bis 7.45 Uhr (MEZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Juni) um 30,10 auf 3.091,10 Dollar pro Feinunze.

Rohöl: Korrektur vor dem Wochenende

Die angekündigten US-Autozölle sorgen an den Ölmarkten nicht für Begeisterung, da diese einen globalen Handelskrieg immer wahrscheinlicher werden lassen. Für leichten Abwärtsdruck sorgte zuletzt aber auch die Ankündigung der OPEC+, ab April stillgelegte Förderkapazitäten wieder hochzufahren - der erste Schritt in einer geplanten Reihe von Produktionssteigerungen. Zudem steigen die Erwartungen, dass russisches Öl wieder auf die Weltmärkte zurückkehren könnte. Außerdem wird gegen 19.00 Uhr die im Ölsektor tätige US-Dienstleistungsfirma Baker Hughes ihren Wochenbericht über die nordamerikanischen Bohraktivitäten kommunizieren und dadurch für erhöhte Aufmerksamkeit an den Energiemärkten sorgen. In der vergangenen Woche gab es mit 486 US-Ölbohranlagen (Vorwoche: 487) einen marginalen Rückgang zu vermelden.

Am Freitagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit leicht nachgebenden Notierungen. Bis gegen 7.45 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Future um 0,09 auf 69,83 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,10 auf 73,24 Dollar zurückfiel.


Redaktion finanzen.net

Bildquelle: Pics-xl / Shutterstock.com, Kotomiti Okuma / Shutterstock.com, FikMik / Shutterstock.com, Sebastian Duda / Shutterstock.com

In eigener Sache

So sparst Du Gebühren beim Aktienhandel

Bei finanzen.net ZERO zahlst Du keine Order­gebühren (nur markt­übliche Spreads) und nutzt eine top-moderne Handels­oberfläche (von Kunden mit 4,6 von 5 Sternen bei Trustpilot bewertet).

Teste auch Du finanzen.net ZERO und spare bei jedem Trade!

Weitere News zum Thema