Google-Suche ohne KI: So lässt sie sich auf das klassische Web-Erlebnis zurücksetzen

06.02.2025 23:00:00

Die Google-Suche hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten erheblich weiterentwickelt. Mit zahlreichen KI-gestützten Funktionen bietet sie heute deutlich mehr Informationen und Kontexte als noch in den frühen 2000er-Jahren. Doch nicht alle Nutzer empfinden diese Veränderungen als Fortschritt.

Wer sich nach der schlichten und direkten Sucherfahrung von damals sehnt, kann mit einem einfachen Trick die moderne Google-Suche zurück in eine minimalistische Version verwandeln.

Die Evolution der Google-Suche

Seit der Gründung im Jahr 1998 hat Google seine Suchmaschine kontinuierlich optimiert. Während in den frühen Jahren einfache Trefferlisten dominierten, bestimmen heute KI-gestützte Funktionen das Bild. Features wie "Search Overviews" oder "Circle to Search" ergänzen klassische Suchergebnisse mit zusammengefassten Informationen und interaktiven Elementen. Laut t3n sorgen diese Änderungen für ein effizienteres Nutzererlebnis, stehen jedoch in der Kritik, weil sie die ursprüngliche, unverfälschte Websuche zunehmend in den Hintergrund rücken lassen.

Google hat darauf reagiert und bietet eine wenig bekannte Möglichkeit, das klassische Sucherlebnis zurückzubringen. Mit einem simplen URL-Parameter lassen sich viele der modernen KI-Funktionen deaktivieren, sodass die Suchmaschine wieder an frühere Versionen erinnert.

Der Trick: Google-Suche ohne KI-Feature

Um die Google-Suche in ihrer reduzierten Form zu nutzen, muss der URL-Parameter udm=14 an die Suchanfrage angehängt werden. Dadurch werden sämtliche KI-gestützten Erweiterungen entfernt, und es erscheint eine reine Trefferliste - ähnlich wie in den frühen 2000ern. Laut einem Tweet von Google Search Liaison, auf den t3n verweist, wird diese Funktion offiziell als "Web"-Filter bezeichnet und ist bereits seit Mai 2024 verfügbar. Eine dauerhafte Umstellung auf diese klassische Suchansicht ist über die Browsereinstellungen möglich. Viele moderne Browser erlauben es, eigene Such-URLs festzulegen. Wird die Standardadresse auf https://www.google.com/search?q=%s&udm=14 geändert, bleibt das Sucherlebnis auch ohne manuelles Anpassen der URL erhalten.

Grenzen der klassischen Ansicht

Obwohl die Oberfläche durch den beschriebenen Trick vereinfacht wird, bleibt der zugrunde liegende Algorithmus von Google unverändert. Die Suchergebnisse basieren weiterhin auf aktuellen SEO-Praktiken und den üblichen Ranking-Faktoren, sodass sich das Sucherlebnis letztlich nur optisch und funktional, nicht jedoch inhaltlich ändert. Laut einem Beitrag auf Reddit sind viele Nutzer zwar begeistert von der minimalistischen Optik, bemerken jedoch, dass sich an der Relevanz der Suchergebnisse selbst nichts ändert. Der Blog Boing Boing weist darauf hin, dass Google den udm=14-Parameter möglicherweise in Zukunft wieder entfernt, da er offiziell nicht prominent beworben wird.

Redaktion finanzen.net

Bildquelle: JPstock / Shutterstock.com, Naypong / Shutterstock.com

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