Befesa-Aktie fester: Befesa bleibt nach starkem Schlussquartal zuversichtlich für 2025

27.02.2025 12:12:00

Der Industrie-Recycler Befesa hat das vergangene Jahr mit einem überraschend starken Schlussquartal beendet.

Konzernchef Asier Zarraonandia lässt damit die Ergebnisdelle von 2023 hinter sich und richtet sich trotz anhaltend schwieriger Marktbedingungen laut Mitteilung vom Donnerstag auf "ein weiteres starkes Jahr" ein. Auch soll die Verschuldung weiter sinken. Die Anleger müssen sich zwar abermals mit weniger Dividende zufriedengeben, doch an der Börse zogen die Quartalszahlen und der Ausblick: Die Befesa-Aktie gewinnt auf XETRA 2,61 Prozent auf 23,60 Euro.

Im frühen Handel ging es für das Papier um bis zu acht Prozent nach oben, bevor sein Kurs an der exponentiellen 200-Tage-Linie wieder ausgebremst wurde - einem von Charttechnikern viel beachteten längerfristigen Kurswiderstand. Zuletzt gehörte die Aktie am späten Vormittag noch mit knapp zwei Prozent Aufschlag zu den Spitzenreitern im Nebenwerte-Index SDAX.

Damit setzte sich der seit Wochen tendenziell gute Lauf von Befesa an der Börse fort. Seit dem Jahreswechsel hat die Aktie knapp 13 Prozent gewonnen, hatte allerdings zuvor auch deutlich an Wert eingebüßt: Auf Dreijahressicht beläuft sich der Kursverlust noch auf mehr als 60 Prozent.

Konzernchef Zarraonandia bekräftigte sein bisheriges Ziel für ein prozentual "starkes zweistelliges Wachstum" beim operativen Ergebnis (Ebitda) im laufenden Jahr. "Wir sind sehr zuversichtlich in Bezug auf den Ausblick für 2025, der durch bessere Zinkabsicherungen, höhere Stahlstaubvolumen in den USA und kontinuierliche operative Verbesserungen in unserer Zinkraffination untermauert wird", erläuterte der Manager.

Das vergangene Jahr war indes nicht immer leicht für die Luxemburger gewesen. Zeitweise hatte der niedrigere Zinkpreis noch belastet, der dem Unternehmen bereits 2023 einen deutlichen Gewinneinbruch eingebrockt hatte. Auch die Hoffnung auf ein starkes zweites Halbjahr, mit dem Befesa im Sommer eine Anhebung der Prognose begründet hatte, erfüllte sich so nicht. Im Herbst hatte der Vorstand nach einem schwachen dritten Quartal seine Ziele kurzerhand wieder senken müssen.

Das letzte Jahresviertel verlief für Befesa jedoch überaus erfolgreich: Es sei das operativ beste in der Geschichte des Unternehmens gewesen, hieß es vom Konzern. Befesa habe unter anderem von mittlerweile gestiegenen Zinkpreisen und soliden Absatzmengen profitiert. Zudem habe das Unternehmen seine Betriebskosten im Bereich Stahlstaub optimiert. Diese positiven Effekte glichen eine geringere Aluminiummetallmarge im Sekundärgeschäft mehr als aus.

Analysten lobten die Resultate: Dem Industriemetall-Recycler gelinge die Wende mit einer verbesserten Nettoverschuldung und sich erholenden Mengen, schrieb etwa Branchenexperte Martin Comtesse. Er sprach von einem starken vierten Quartal.

Im Gesamtjahr stieg das um Sonderposten bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (bereinigtes Ebitda) nach vorläufigen Berechnungen des Unternehmens um 17 Prozent auf 213,4 Millionen Euro - womit Befesa seine eigene Prognose traf. Vor allem im Geschäft mit der Aufbereitung von Salzschlacken lief es rund, während sich bei Sekundäraluminium unter anderem die schwierigen Bedingungen in der Autobranche bemerkbar machten.

Auch hatte der Konzern im Stahlstaubbereich mit dem weiterhin schwierigen Umfeld in China zu kämpfen. Dort waren Befesas Werke gerade einmal zur Hälfte ausgelastet und erreichten nur ein ausgeglichenes operatives Ergebnis.

Trotz des Anstiegs beim Konzernergebnis sollen die Befesa-Aktionäre für das vergangene Jahr erneut eine niedrigere Dividende erhalten: Geplant ist eine Ausschüttung von 64 Cent je Aktie. Für 2023 war die Dividende bereits stark auf 73 Cent gekürzt worden.

LUXEMBURG (dpa-AFX)

Bildquelle: Befesa

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