MÄRKTE ASIEN/Zinsfantasie treibt Anleger in Aktien und Gold

20.06.19 10:20 Uhr

Werte in diesem Artikel
Aktien

1,97 EUR -0,08 EUR -3,90%

8,07 EUR -0,20 EUR -2,47%

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Rohstoffe

3.111,35 USD -1,81 USD -0,06%

TOKIO/HONGKONG (Dow Jones)--Der global nach unten zeigende Zinstrend hat am Donnerstag die Stimmung an den Börsen in Ostasien und Australien gestützt. Nach moderat positiven US-Vorgaben und nachdem die US-Notenbank angesichts diverser Risikofaktoren für das Wirtschaftswachstum ihre Bereitschaft signalisiert hat, die Zinsen zu senken, ging es auf breiter Front aufwärts mit den Kursen.

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In Tokio gewann der Nikkei-225-Index 0,6 Prozent auf 21.463 Punkte, lediglich etwas gebremst vom anziehenden Yen. In Hongkong stieg der HSI um 1,1 Prozent. Klarer Tagesgewinner war aber Schanghai mit einem Plus von 2,4 Prozent des Schanghai-Composite. Der australische Markt schloss mit plus 0,6 Prozent auf einem Elfeinhalbjahreshoch.

US-Notenbankchef Jerome Powell hatte am Mittwoch nach dem Ende der zweitägigen Beratungen des Offenmarktausschusses (FOMC) gesagt, dass es nach Meinung vieler FOMC-Mitglieder jetzt mehr Argumente für Zinssenkungen gebe und dass die Entwicklung der Wirtschaftsdaten diesbezüglich genau verfolgt werde. Am Zinsterminmarkt wurde bereits vor dem Treffen eine Zinssenkung in den USA im Juli mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit eingepreist. Sie ist nun weiter gestiegen auf 100 Prozent.

Die japanische Notenbank hat derweil betont, dass sie die Zinsen noch mindestens bis Frühjahr 2020 auf einem extrem niedrigen Niveau halten wird, angesichts der Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China. Die 10-Jahresrendite wollen die Notenbanker weiter im Bereich von 0 Prozent halten. In Australien schürte unterdessen der dortige Notenbankchef gegenüber Geschäftsleuten die ohnehin bereits umgehenden Zinssenkungserwartungen zusätzlich. Die Experten von ANZ halten es sogar für möglich, dass die Bank im Juli und im August Zinssenkungen vornimmt.

Yen auf Einjahreshoch zum Dollar

Zur guten Stimmung gerade auch in Schanghai trugen ferner positiv interpretierte Signale im US-chinesischen Handelsstreit bei. Der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer will sich noch vor dem G20-Treffen Ende des Monats in Japan mit seinem chinesischen Gegenpart treffen und betonte, man spreche miteinander. Beim G20-Treffen wollen die Präsidenten beider Staaten miteinander sprechen, was zuletzt bereits die Spekulation über eine Annäherung angeheizt hatte.

Unter den Einzelwerten zogen in Hongkong Geely Automobile um knapp 5 Prozent an. Die Volvo-Mutter hatte einen Liefervertrag über Selbstfahr-Software mit der schwedischen Zenuity mitgeteilt.

In Sydney sackten Rio Tinto um 4 Prozent ab, nachdem der Minnengigant seine Produktionsziele für Eisenerz wegen operativer Probleme gekappt hat. Hinzu kommt noch, dass Konkurrent Vale seine Brucutu-Mine wieder in Betrieb nimmt, die einen jährlichen Eisenerz-Ausstoß von 30 Millionen Tonnen aufweist.

Zu den schwachen Branchen in Japan gehörten die exportabhängigen Autowerte, die unter dem starken Yen besonders zu leiden haben. Honda fielen um 1,9 Prozent und Toyota um 0,5 Prozent.

Am Devisenmarkt fiel der Dollar nach den geldpolitischen Aussagen aus den USA und Japan auf breiter Front weiter zurück. In den USA war die Zehnjahresrendite am Vortag nach den Powell-Ausführungen auf unter 2 Prozent gefallen. Der Euro steigt auf 1,1290 Dollar, der Yen zugleich auf 107,67 je Dollar. Das ist der niedrigste Dollarstand seit über einem Jahr.

Einen kräftigen Satz nach oben machte Gold, das gewöhnlich Profiteur niedriger Zinsen ist. Gold als zinsloses Investment hat bei niedrigen Zinsen weniger konkurrierende Assets und gilt zudem als Inflationsschutz. Zudem treibt der schwächere Dollar. Der Preis rückt am Donnerstag um weitere 1,6 Prozent auf 1.382 Dollar je Feinunze vor. Das Plus vom Vortagestief beläuft sich sogar auf über 3 Prozent. Im Gefolge verteuerte sich der Goldminenwert Newcrest in Sydney um gut 4 Prozent.

Auch der Ölpreis zeigt mit dem gesunkenden Dollar Stärke. Überdies heizt die Erwartung niedriger Zinsen die Hoffnung auf eine brummende Konjunktur an. Die global gehandelte Sorte Brent gewinnt 2,6 Prozent auf 63,44 Dollar je Fass.

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Index (Börse) zuletzt +/- % % YTD Ende

S&P/ASX 200 (Sydney) 6.687,40 +0,59% +18,44% 08:00

Nikkei-225 (Tokio) 21.462,86 +0,60% +7,24% 08:00

Kospi (Seoul) 2.131,29 +0,31% +4,42% 08:00

Schanghai-Comp. 2.987,12 +2,38% +19,78% 09:00

Hang-Seng (Hongk.) 28.508,69 +1,09% +8,96% 10:00

Taiex (Taiwan) 10.785,01 +0,09% +10,87% 07:30

Straits-Times (Sing.) 3.318,04 +0,91% +7,15% 11:00

KLCI (Malaysia) 1.671,02 +0,27% -1,42% 11:00

BSE (Mumbai) 39.201,20 +0,23% +8,13% 12:00

DEVISEN zuletzt +/- % 00:00 Mi, 09:51 % YTD

EUR/USD 1,1289 +0,5% 1,1229 1,1197 -1,5%

EUR/JPY 121,54 +0,1% 121,37 121,32 -3,3%

EUR/GBP 0,8876 -0,1% 0,8882 0,8917 -1,4%

GBP/USD 1,2721 +0,6% 1,2643 1,2557 -0,2%

USD/JPY 107,67 -0,4% 108,08 108,36 -1,8%

USD/KRW 1159,90 -1,0% 1171,30 1176,30 +4,1%

USD/CNY 6,8496 -0,8% 6,9036 6,9058 -0,4%

USD/CNH 6,8538 -0,6% 6,8926 6,9080 -0,3%

USD/HKD 7,8157 -0,1% 7,8243 7,8277 -0,2%

AUD/USD 0,6909 +0,4% 0,6883 0,6872 -1,9%

NZD/USD 0,6580 +0,6% 0,6538 0,6525 -2,0%

Bitcoin

BTC/USD 9.309,75 +1,0% 9.221,75 9.161,25 +150,3%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 55,26 53,76 +2,8% 1,50 +16,8%

Brent/ICE 63,44 61,82 +2,6% 1,62 +15,0%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.381,95 1.360,20 +1,6% +21,75 +7,7%

Silber (Spot) 15,34 15,17 +1,1% +0,17 -1,0%

Platin (Spot) 817,90 813,00 +0,6% +4,90 +2,7%

Kupfer-Future 2,72 2,68 +1,3% +0,03 +2,8%

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/gos/raz/apo

(END) Dow Jones Newswires

June 20, 2019 04:21 ET (08:21 GMT)

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