Goldpreis: Anhaltende Rekordfahrt vor Fed-Entscheidung

Obwohl die US-Notenbank am Abend höchstwahrscheinlich nicht die Leitzinsen senken wird, setzt die Krisenwährung Gold ihre Rekordfahrt fort.
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von Jörg Bernhard
Die Marktakteure blicken besonders gespannt auf die aktualisierten wirtschaftlichen Fed-Prognosen, die möglicherweise Trumps Handelspolitik bereits widerspiegeln. Für erhöhte Aufmerksamkeit dürfte zudem die Pressekonferenz mit Fed-Chef Powell sorgen. Gold erreichte zur Wochenmitte ein neues Rekordhoch, was vor allem auf die jüngste Eskalation der Konflikte im Nahen Osten (Gaza-Streifen und Jemen) zurückzuführen ist. Russlands Machthaber Putin erklärte zwar, dass er Angriffe auf ukrainische Energieanlagen einstellen werde, lehnte jedoch den von Trump vorgeschlagenen 30-tägigen Waffenstillstand ab. Für zusätzliche Verunsicherung sorgen die von Trump beschlossenen US-Zölle. Während ein 25-Prozent-Zoll auf Stahl und Aluminium bereits seit Februar gilt, sollen weitere gegenseitige (reziproke) und sektorspezifische Abgaben am 2. April folgen. Dies alles führt an den Finanzmärkten offensichtlich dazu, dass Gold trotz seiner starken Performance und ungeachtet seines rekordhohen Preises nach wie vor als Must-Have-Investment angesehen wird.
Am Mittwochmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit höheren Notierungen. Bis 8.00 Uhr (MEZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (April) um 8,00 auf 3.048,80 Dollar pro Feinunze.

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Plus500: Beachten Sie bitte die Hinweise5 zu dieser Werbung.Rohöl: Tendenziell negative Stimmung
An den Ölmärkten herrscht derzeit eine tendenziell negative Stimmung. Wachsende Sorgen, dass eine mögliche Aufhebung der Russland-Sanktionen im Raum stehe und sich dadurch das Angebot erhöhen könnte, war ein Grund. Da zudem die OPEC sowie ihre Verbündeten planen, die Förderung im nächsten Monat zu erhöhen, drückte dies ebenfalls auf den Ölpreis. Weitere Abwärtsrisiken ergeben sich aus veränderten globalen Handelsströmen, die das Wirtschaftswachstum bremsen und die Ölnachfrage schwächen könnten. So wies z.B. der am Dienstagabend veröffentlichte Bericht des American Petroleum Institute ein höher als erwartetes Lagerplus in Höhe von 4,6 Millionen Barrel aus. Nun warten die Akteure an den Ölmärkten auf den Wochenbericht der Energy Information Administration (15.30 Uhr). Analysten rechnen mit einem Anstieg der gelagerten Ölmengen um 1,2 Millionen Barrel, während bei Benzin ein Minus von 2,0 Millionen Barrel prognostiziert wird.
Am Mittwochmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Future um 0,50 auf 66,40 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,46 auf 70,10 Dollar zurückfiel.
Redaktion finanzen.net
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