Gold: Atempause nach Kurssprung

Die seit Mittwoch zu beobachtende Dollarschwäche hat den Goldpreis in neue Regionen gehievt, trotz einer starken Entwicklung an den US-Aktienmärkten.
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von Jörg Bernhard
Nach drei schwachen Handelstagen drehte der Goldpreis am gestrigen Donnerstag fulminant nach oben und erzielte einen Tagesgewinn von fast zwei Prozent. Dies war vor allem auf die markante Dollarschwäche zurückzuführen. So hat sich der Dollarindex seit seinem Jahreshoch (Mittwoch) in der Spitze um über ein Prozent ermäßigt. Nun warten die Marktakteure gespannt auf die aktuellen Daten vom US-Arbeitsmarkt. Am Nachmittag steht nämlich der Oktoberbericht des US-Arbeitsministeriums auf der Agenda (13.30 Uhr). Laut einer Analysten-Umfrage wird mit einer unveränderten Arbeitslosenrate von 3,7 Prozent und einem Anstieg der Zahl neu geschaffener Stellen von 134.000 auf 190.000 gerechnet. Doch damit nicht genug: Zeitgleich steht zudem die Veröffentlichung der US-Handelsbilanz an. Sollte der Dollar darauf stark reagieren, ist beim gelben Edelmetall mit einer Reaktion mit umgekehrtem Vorzeichen zu rechnen.
Am Freitagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis gegen 7.35 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Dezember) um 5,30 auf 1.233,30 Dollar pro Feinunze.

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Nach dem gestrigen Absacker versucht sich der Ölpreis auf dem reduzierten Niveau an einer Stabilisierung. Unter charttechnischen Aspekten bleibt die Lage aber brisant, schließlich hat die US-Sorte WTI die 200-Tage-Linie verletzt und dadurch ein Verkaufssignal ausgelöst, während sich die Nordseemarke Brent aktuell auf Tuchfühlung mit diesem Indikator befindet.
Am Freitagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit stabilen Notierungen. Bis gegen 7.35 Uhr (MEZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Future um 0,03 auf 62,72 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,34 auf 73,23 Dollar anzog.
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