Apple-Aktie im Fokus: iPhone bei den beliebtesten Smartphones Europas nur auf Platz 2

Samsung hat seine Führungsposition auf dem europäischen Smartphone-Markt im Jahr 2025 verteidigt. Apple erreichte trotz Rekordmarktanteil nur den zweiten Platz, während kleinere Anbieter überraschend starke Wachstumsraten erzielten.
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Samsung führt, Apple wächst am stärksten
Der europäische Smartphone-Markt ist im Jahr 2025 um ein Prozent auf insgesamt 134,2 Millionen ausgelieferte Geräte geschrumpft. Wie aus einer Analyse der Marktforschungsfirma Omdia vom 23. Februar 2026 hervorgeht, blieb Samsung mit 46,6 Millionen ausgelieferten Geräten und einem Marktanteil von 35 Prozent der größte Anbieter in Europa. Das Galaxy A56 war demnach das meistverkaufte Smartphone auf dem europäischen Markt im gesamten Jahr 2025. Zusammen mit dem vergünstigten Galaxy A16 trieb dieses Modell vor allem die zweite Jahreshälfte an, nachdem die Südkoreaner in der ersten Jahreshälfte durch das Fehlen der Galaxy-A0x-Serie Absatzeinbußen hinnehmen mussten.
Apple belegte mit 36,9 Millionen ausgelieferten iPhones und einem Marktanteil von 27 Prozent den zweiten Platz. Laut Omdia steigerte Apple seine Liefermenge um sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr und erreichte damit einen Rekordmarktanteil in Europa. Besonders das iPhone 16e erwies sich als Verkaufstreiber, da es in Europa viele Nutzer älterer Modelle wie dem iPhone 14 zum Wechsel bewegte. Letztere waren Ende 2024 im Zuge der USB-C-Regulierung eingestellt worden.
Xiaomi, Motorola und Honor komplettieren die Top 5
Xiaomi behauptete mit 21,8 Millionen ausgelieferten Geräten und einem Marktanteil von 16 Prozent den dritten Rang. Der chinesische Hersteller setzte dabei vor allem auf seine günstige Redmi-Serie und begann gegen Ende 2025 mit der Expansion seiner "New Retail"-Strategie nach Europa, einschließlich der Eröffnung eigener Ladengeschäfte. Motorola blieb mit 7,7 Millionen Geräten auf dem vierten Platz, musste jedoch einen Rückgang der Liefermengen um fünf Prozent hinnehmen. Erfolge verzeichnete die Marke laut Omdia vor allem in Großbritannien, Italien, Spanien und Polen.
Honor schaffte es mit 3,8 Millionen Geräten und einem Wachstum von vier Prozent erstmals in die europäischen Top 5. Der Aufstieg wurde maßgeblich durch die erschwingliche X-Serie getrieben. Omdia-Analyst Runar Bjorhovde betonte in der Analyse, dass auch außerhalb der "großen Fünf" bemerkenswerte Erfolge zu verzeichnen seien: Hersteller wie vivo, Nothing und Fairphone hätten trotz schwieriger Marktbedingungen hohe zweistellige Wachstumsraten erzielt. Diese Anbieter zeigten, dass durch starke Differenzierung auch in einem gesättigten und wettbewerbsintensiven Markt Chancen bestünden.
Schwieriges Umfeld für 2026 erwartet
Für das Jahr 2026 zeichnet Omdia ein herausforderndes Bild. Steigende Speicherpreise setzen die Hersteller unter Druck und könnten vor allem kleinere Anbieter besonders hart treffen. Laut Bjorhovde stellt sich für viele Hersteller die Frage, welche Regionen sie bei Preiserhöhungen oder Lieferengpässen priorisieren. Die größten Anbieter dürften aufgrund ihrer Skalierung und breiten Preisabdeckung widerstandsfähiger sein. Für kleinere Marken werde es entscheidend, die richtige Balance zwischen verschiedenen Regionen und Märkten zu finden.
Europa machte im Jahr 2025 laut Omdia nur 10,8 Prozent aller weltweit ausgelieferten Smartphones aus. Trotz dieser vergleichsweise geringen Größe bleibt der Markt für viele Hersteller attraktiv, da das Premiumsegment in Europa überdurchschnittlich groß ist und das Massenmarktsegment weniger preissensibel als in anderen Regionen ausfällt.
Dominik Maier, Redaktion finanzen.net
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