Neuer Gesetzesentwurf

Erneutes Krypto-Verbot könnte Indiens Handel mit Cyberdevisen beenden

17.07.20 23:41 Uhr

Erneutes Krypto-Verbot könnte Indiens Handel mit Cyberdevisen beenden | finanzen.net

In Indien wird erneut ein Verbot von Kryptowährungen erarbeitet, nachdem im Frühjahr ein bereits bestehendes Krypto-Verbot als verfassungswidrig erklärt wurde.

Werte in diesem Artikel
Devisen

53.786,3768 CHF 233,8107 CHF 0,44%

58.450,0265 EUR 356,5697 EUR 0,61%

51.005,4118 GBP 310,5890 GBP 0,61%

10.750.676,2978 JPY 64.259,5153 JPY 0,60%

67.337,3439 USD 405,0028 USD 0,61%

353,2700 CHF -1,3646 CHF -0,38%

383,9010 EUR -0,8042 EUR -0,21%

335,0046 GBP -0,7055 GBP -0,21%

70.610,6648 JPY -156,6823 JPY -0,22%

442,2731 USD -0,9648 USD -0,22%

12,9781 CHF 1,1238 CHF 9,48%

14,1034 EUR 1,2439 EUR 9,67%

12,3071 GBP 1,0853 GBP 9,67%

2.594,0317 JPY 228,4944 JPY 9,66%

16,2478 USD 1,4317 USD 9,66%

16,0996 CHF -0,0133 CHF -0,08%

14,1249 EUR -0,0015 EUR -0,01%

12,3499 GBP -0,0530 GBP -0,43%

1.833,7203 JPY -3,6182 JPY -0,20%

16,2341 USD 0,0000 USD 0,00%

0,8786 USD 0,0891 USD 11,29%

0,0028 BCH 0,0000 BCH 0,39%

0,0771 BSV -0,0073 BSV -8,66%

0,0000 BTC -0,0000 BTC -0,42%

• Schlechte Nachrichten für Krypto-Anhänger
• Finanzministerium bereitet erneutes Krypto-Verbot vor
• Zuvor war ein Verbot der Zentralbank als verfassungswidrig erklärt worden

Dem Handel mit Cyberdevisen könnte in Indien nun endgültig ein Riegel vorgeschoben werden

Es sind schlechte Nachrichten für indische Fintechs und Krypto-Startups, jedoch auch für Investoren: Indiens Finanzministerium soll wieder an einem Gesetzesentwurf arbeiten, der den Handel mit Kryptowährungen in Indien verbietet. Der Hoffnung, die Krypto-Anhänger Anfang des Jahres verspürt hatten, als ein vorangegangenes Krypto-Verbot vom indischen Obersten Gerichtshof als verfassungswidrig erklärt wurde, wird damit erneut ein Dämpfer versetzt. Ein hoher Regierungsbeamter ließ gegenüber der Economic Times verlauten, dass vom Finanzministerium ein Vermerk für interministerielle Konsultationen eingereicht wurde. Sollte das Kabinett dieser Notiz zustimmen, wird sie dem Parlament als Gesetzentwurf vorgelegt. Nachdem das vorherige Krypto-Verbot auf Basis eines Rundschreibens der indischen Zentralbank entstand, hofft die Regierung nach den Angaben des Informanten darauf, dass ein rechtlicher Rahmen über mehr Durchsetzungskraft verfügt. Sollte das Gesetz in Kraft treten, könnte es dem Handel mit den Cyberdevisen in Indien einen Riegel vorschieben.

Sie möchten in Kryptowährungen investieren? Unsere Ratgeber erklären, wie es innerhalb von 15 Minuten geht:
» Bitcoin kaufen, Ripple kaufen, IOTA kaufen, Litecoin kaufen, Ethereum kaufen, Monero kaufen.

Dies ist nicht das erste Krypto-Verbot, das von der indischen Regierung erarbeitet wird

Anfang 2018 erließ die indische Zentralbank "Reserve Bank of India", kurz RBI, ein De-facto-Verbot für Kryptowährungen. Dieses verbot von der Zentralbank regulierten Unternehmen, Krypto-Dienstleistungen zu erbringen. Viele neu gegründete Fintechs und Krypto-Startups mussten daraufhin wieder schließen. Der Oberste Gerichtshof beschloss jedoch im März 2020, dass das Rundschreiben und das damit einhergehende geltende Krypto-Verbot der Reserve Bank of India nicht rechtens ist.

Das könnte Sie auch interessieren: JETZT NEU - Bitcoin & Co. über die finanzen.net App handeln - oder für Profis über die Börse Stuttgart Digital Exchange Erst im Juli letzten Jahres wurde zudem ein weiteres Gesetz entworfen, welches vorsah, dass niemand mit Kryptowährungen in Berührung kommen dürfe. Der Gesetzesentwurf lautete wie folgt: "Niemand soll auf indischem Staatsgebiet Kryptowährungen schöpfen, generieren, besitzen, verkaufen, handeln, herausgeben, transferieren oder nutzen." Als Teil des Gesetzes wurden Geldstrafen von bis zu 3 Millionen US-Dollar und Freiheitsstrafen bis zu zehn Jahren vorgeschlagen. Dieser Entwurf trat jedoch nicht in Kraft. Sollte der neue Entwurf dem vom Juli 2019 ähneln, könnte dieser indirekten und direkten Handel mit digitalen Münzen in Indien endgültig verbieten.

Marie-Sophie Steinbach / Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Wit Olszewski / Shutterstock.com, OlegD / Shutterstock.com