Neuer Gesetzesentwurf

Erneutes Krypto-Verbot könnte Indiens Handel mit Cyberdevisen beenden

17.07.20 23:41 Uhr

Erneutes Krypto-Verbot könnte Indiens Handel mit Cyberdevisen beenden | finanzen.net

In Indien wird erneut ein Verbot von Kryptowährungen erarbeitet, nachdem im Frühjahr ein bereits bestehendes Krypto-Verbot als verfassungswidrig erklärt wurde.

Werte in diesem Artikel
Devisen

71.456,5938 CHF 11,6970 CHF 0,02%

75.843,8174 EUR 558,3041 EUR 0,74%

64.519,5451 GBP 1.014,2174 GBP 1,60%

12.207.857,6925 JPY 52.182,8205 JPY 0,43%

83.207,9725 USD 61,5467 USD 0,07%

255,2355 CHF -2,9861 CHF -1,16%

270,9063 EUR -1,1964 EUR -0,44%

230,4571 GBP 0,9313 GBP 0,41%

43.605,2017 JPY -328,7713 JPY -0,75%

297,2102 USD -3,3039 USD -1,10%

26,1286 CHF -0,1957 CHF -0,74%

27,7328 EUR -0,0066 EUR -0,02%

23,5920 GBP 0,1931 GBP 0,83%

4.463,8885 JPY -14,9389 JPY -0,33%

30,4256 USD -0,2102 USD -0,69%

0,8786 USD 0,3489 USD 65,87%

16,0996 CHF -0,0133 CHF -0,08%

14,1249 EUR -0,0015 EUR -0,01%

12,3499 GBP -0,0530 GBP -0,43%

1.833,7203 JPY -3,6182 JPY -0,20%

16,2341 USD 0,0000 USD 0,00%

0,0039 BCH 0,0000 BCH 1,17%

0,0383 BSV 0,0003 BSV 0,75%

0,0000 BTC -0,0000 BTC -0,04%

• Schlechte Nachrichten für Krypto-Anhänger
• Finanzministerium bereitet erneutes Krypto-Verbot vor
• Zuvor war ein Verbot der Zentralbank als verfassungswidrig erklärt worden

Dem Handel mit Cyberdevisen könnte in Indien nun endgültig ein Riegel vorgeschoben werden

Es sind schlechte Nachrichten für indische Fintechs und Krypto-Startups, jedoch auch für Investoren: Indiens Finanzministerium soll wieder an einem Gesetzesentwurf arbeiten, der den Handel mit Kryptowährungen in Indien verbietet. Der Hoffnung, die Krypto-Anhänger Anfang des Jahres verspürt hatten, als ein vorangegangenes Krypto-Verbot vom indischen Obersten Gerichtshof als verfassungswidrig erklärt wurde, wird damit erneut ein Dämpfer versetzt. Ein hoher Regierungsbeamter ließ gegenüber der Economic Times verlauten, dass vom Finanzministerium ein Vermerk für interministerielle Konsultationen eingereicht wurde. Sollte das Kabinett dieser Notiz zustimmen, wird sie dem Parlament als Gesetzentwurf vorgelegt. Nachdem das vorherige Krypto-Verbot auf Basis eines Rundschreibens der indischen Zentralbank entstand, hofft die Regierung nach den Angaben des Informanten darauf, dass ein rechtlicher Rahmen über mehr Durchsetzungskraft verfügt. Sollte das Gesetz in Kraft treten, könnte es dem Handel mit den Cyberdevisen in Indien einen Riegel vorschieben.

Sie möchten in Kryptowährungen investieren? Unsere Ratgeber erklären, wie es innerhalb von 15 Minuten geht:
» Bitcoin kaufen, Ripple kaufen, IOTA kaufen, Litecoin kaufen, Ethereum kaufen, Monero kaufen.

Dies ist nicht das erste Krypto-Verbot, das von der indischen Regierung erarbeitet wird

Anfang 2018 erließ die indische Zentralbank "Reserve Bank of India", kurz RBI, ein De-facto-Verbot für Kryptowährungen. Dieses verbot von der Zentralbank regulierten Unternehmen, Krypto-Dienstleistungen zu erbringen. Viele neu gegründete Fintechs und Krypto-Startups mussten daraufhin wieder schließen. Der Oberste Gerichtshof beschloss jedoch im März 2020, dass das Rundschreiben und das damit einhergehende geltende Krypto-Verbot der Reserve Bank of India nicht rechtens ist.

Das könnte Sie auch interessieren: JETZT NEU - Bitcoin & Co. über die finanzen.net App handeln - oder für Profis über die Börse Stuttgart Digital Exchange Erst im Juli letzten Jahres wurde zudem ein weiteres Gesetz entworfen, welches vorsah, dass niemand mit Kryptowährungen in Berührung kommen dürfe. Der Gesetzesentwurf lautete wie folgt: "Niemand soll auf indischem Staatsgebiet Kryptowährungen schöpfen, generieren, besitzen, verkaufen, handeln, herausgeben, transferieren oder nutzen." Als Teil des Gesetzes wurden Geldstrafen von bis zu 3 Millionen US-Dollar und Freiheitsstrafen bis zu zehn Jahren vorgeschlagen. Dieser Entwurf trat jedoch nicht in Kraft. Sollte der neue Entwurf dem vom Juli 2019 ähneln, könnte dieser indirekten und direkten Handel mit digitalen Münzen in Indien endgültig verbieten.

Marie-Sophie Steinbach / Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Wit Olszewski / Shutterstock.com, OlegD / Shutterstock.com