Haushaltskonflikt im Fokus

Was den Euro am Montag belastet

22.10.18 21:15 Uhr

Was den Euro am Montag belastet | finanzen.net

Die Zuspitzung des Streits über Italiens Haushalt hat den Eurokurs am Montag unter Druck gesetzt.

Werte in diesem Artikel
Devisen

0,1238 EUR 0,0005 EUR 0,44%

8,0791 CNY -0,0361 CNY -0,45%

0,8719 GBP 0,0007 GBP 0,08%

9,2426 HKD 0,0050 HKD 0,05%

184,4200 JPY -0,2300 JPY -0,12%

1,1816 USD 0,0002 USD 0,02%

1,1472 EUR -0,0009 EUR -0,07%

0,0054 EUR 0,0000 EUR 0,14%

0,8463 EUR -0,0002 EUR -0,02%

Im US-Handel kostete die Gemeinschaftswährung zuletzt 1,1469 US-Dollar. Im frühen europäischen Geschäft war sie noch bis auf 1,1550 Dollar gestiegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs später auf 1,1494 (Freitag: 1,1470) Dollar festgesetzt und der Dollar damit 0,8700 (0,8718) Euro gekostet.

Die Regierung in Rom hält trotz aller Kritik an der geplanten höheren Neuverschuldung fest. Damit droht der Konflikt mit der Europäischen Union (EU) zu eskalieren, die die Pläne zuvor scharf kritisiert hatte. "Man rechnet mit einer Ablehnung des Haushaltsentwurfs aus Brüssel bereits am morgigen Dienstag", kommentierte Marco Wagner, Ökonom bei der Commerzbank. Danach hätte die italienische Regierung drei Wochen Zeit, den Haushalt nachzubessern. "Der Konflikt wird also anhalten und die Märkte werden schwankungsanfällig bleiben", so Wagner. Eine Ablehnung des Haushalts wäre eine historisch einmalige Entscheidung.

Gegenwind für den Euro kam auch von der Deutschen Bundesbank: Sie hält eine vorübergehende Stagnation des deutschen Wirtschaftswachstums im dritten Quartal für möglich.

NEW YORK (dpa-AFX)

Bildquellen: Patryk Kosmider / Shutterstock.com, Maryna Pleshkun / Shutterstock.com