Wacker Chemie: Spannende Zeiten
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Die Aktie von Wacker Chemie liegt fast auf dem Kursniveau, wie vor Beginn des Kriegs in Nahost. Anleger rätseln, ob auf die Kursparty vielleicht doch noch ein Kater folgt.
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Bis auf 67 Euro ist die Aktie von Wacker Chemie in den ersten Tagen nach Beginn des Nahostkriegs gefallen. Doch mit Vorlage der Geschäftszahlen 2025 und des Ausblicks für 2026 drehte das Papier wieder nach oben. Mittlerweile ist das Jahreshoch bei rund 84 Euro nicht mehr fern. Der Tenor am Kapitalmarkt ist eindeutig: Wacker hat mit dem Ausblick positiv überrascht. Punkt.
Der einäugige König
So einfach ist es dann aber doch nicht. Wacker will den Umsatz 2026 (GJ 2025: 5,49 Mrd. Euro) im niedrigen einstelligen Prozentbereich steigern. Beim EBITDA wird eine Spanne von 550 bis 700 Mio. Euro angepeilt. Das ist zwar deutlich mehr als die 427 Mio. Euro aus 2025, könnte aber unterm Strich gerade einmal für den Turnaround ausreichen. Impulse aus dem Markt gibt es indes kaum. Der geplante Gewinnanstieg dürfte maßgeblich auf das Kostensenkungsprogramm zurückzuführen sein.
Joker Siltronic
Doch der Erfolg hat bekanntlich viele Väter – und der starke Kursanstieg von Wacker wohl auch. Zum einen scheint das Papier zumindest nicht unter dem Irankrieg zu leiden. Preissteigerungen bei bestimmten Chemikalien gleichen offensichtlich höhere Kosten durch den Ölpreis wieder aus. Hinzu kommt, dass die Beteiligung an Siltronic, die 2025 noch eine Wertberichtigung erforderte, 2026 bislang deutlich über dem Durchschnittswert aus 2025 liegt. Hier könnte es also sogar wieder eine Zuschreibung geben.
Fazit
Die Chemie-Nachfrage im Inland leidet unter der schwachen Konjunktur. Durch den hohen Ölpreis fürchten Volkswirte, dass sich daran zumindest kurzfristig nichts ändern wird. Anders sieht es offensichtlich in China aus. Die teilweise Blockade der Straße von Hormus hat zudem Chemikalien verteuert. Um den Aktienkurs von Wacker nachhaltig wieder nach vorne zu bringen, wird jedoch der Rückenwind einer anziehenden Konjunktur in Deutschland und Europa erforderlich sein. Analysten der LBBW und von Jefferies haben ihre Kursziele zwar angehoben, diese liegen aber noch unter dem aktuellen Kursniveau von rund 80 Euro. Langfristig bleibt Wacker unverändert interessant, Kursrücksetzer könnten dann tendenziell Einstiegschancen darstellen.
Als eine Einstiegschance könnte sich auch die aktuelle Phase bei Matador Secondary Private Equity ergeben. Denn das Unternehmen wird am 19. März seine Zahlen für 2025 und vor allem den Ausblick auf 2026 veröffentlichen. Sollte sich dabei der positive Trend der Ausschüttungen aus dem zweiten Halbjahr bestätigen, könnte das die zuletzt richtungslose Aktie spürbar anschieben: zum Artikel
Einen vielversprechenden Ausblick auf 2026 bereits gegeben hat die JDC Group. Hier scheint aber noch das unsichere Börsenumfeld eine angemessene Kursreaktion verhindert zu haben. Doch sobald sich die Lage beruhigt und/oder es sich abzeichnet, dass die ehrgeizigen Ziele erreicht werden, dürfte eine Neubewertung der Aktie starten: zum Artikel
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Erstellung am 17.03.26 um 15:26 Uhr.
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