TUI-Aktie dennoch in Rot: Kreuzfahrtschiffen gelingt Durchfahrt der Straße von Hormus

Durch den Iran-Krieg im Persischen Golf gestrandete Kreuzfahrtschiffe haben erfolgreich die Straße von Hormus durchquert und sind auf dem Weg nach Europa.
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Darunter sind "Mein Schiff 4" und "Mein Schiff 5" von TUI Cruises und die "MSC Euribia" der Schweizer Gesellschaft MSC.
Die Schiffe seien am Samstag im Konvoi durch die Meerenge vor dem Iran gefahren, sagte ein MSC-Sprecher. "Die Durchfahrt erfolgte in enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden", hieß es.
Die TUI-Schiffe seien auf dem Weg Richtung Mittelmeer, teilte das Unternehmen in Hamburg mit. Weitere Details zum Routenverlauf und Zeitplan will die Reederei mitteilen, sobald diese verlässlich feststehen. Die "MSC Euribia" fährt nach Angaben ihrer Gesellschaft nach Nordeuropa. Die Kreuzfahrt der "Euribia" ab Kiel am 16. Mai werde wie geplant stattfinden.
Straße von Hormus angeblich wieder zu
Die USA und der Iran hatten gerade erst die Öffnung der Straße von Hormus verkündet, doch machte ein Sprecher des Hauptquartiers der iranischen Streitkräfte dies laut Nachrichtenagentur Fars dies am Samstag wieder rückgängig. Der Iran gehe militärisch gegen Schiffe vor, hieß es. Als Grund nannte er die anhaltende Blockade iranischer Häfen durch die USA.
Nach Angaben des Schiffsdatendienstes MarineTraffic war das Kreuzfahrtschiff "Celestial Discovery" -die ehemalige "Aida aura" - am Freitag das erste, das seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar die Straße von Hormus durchquerte. Mehrere Kreuzfahrtschiffe waren unter anderem in verschiedenen Häfen gestrandet, nachdem die USA und Israel Ende Februar Angriffe aus den Iran starteten und der Iran einen Beschuss von Schiffen in der Meerenge androhten.
Die "MSC Euribia" saß in Dubai fest, "Mein Schiff 4" in Abu Dhabi und die "Mein Schiff 5" in Doha. Nach der Evakuierung der Passagiere waren kleine Crews an Bord verblieben. Deutschlands größter Kreuzfahrtanbieter Aida Cruises hat keine Schiffe in der Golfregion. Die Reederei hatte vergangenen Sommer entschieden, aufgrund der Lage keine Reisen in der Region anzubieten.
TUI-Chef sieht kurzfristig keinen Kerosinmangel
TUI-Chef Sebastian Ebel macht sich keine Sorgen um einen kurzfristigen Kerosinmangel. "Wir haben sehr hohe Raffinerie-Kapazitäten, die auch im Januar nicht zurückgebaut wurden", sagte Ebel dem Sender Welt TV. "Das ist gut und so, dass wir von einer ausreichenden Versorgungssicherheit ausgehen." Außerdem habe man beim Kerosineinkauf gut vorgesorgt, was auch für Kostensicherheit sorge. Um den Sommerurlaub müssten sich die Kunden keine Sorgen machen. Bei Flugtickets sieht Ebel insgesamt "eine hohe Preisstabilität", die nur den normalen Nachfrageschwankungen unterliege. Wenn es etwa in Spanien teurer werde, so werde es eben anderswo billiger. "Deshalb glaube ich, dass wir auf der einen Seite sicher Urlaubsreisen anbieten können, Versorgungssicherheit da ist und eine hohe Preisstabilität vorhanden ist. Und wir sehen das auch, dass die Kunden ein fast normales Buchungsverhalten zeigen."
Die TUI-Aktie verliert am Montag im XETRA-Handel zeitweise 2,5 Prozent auf 7,34 Euro.
GENF/HAMBURG (dpa-AFX) / DOW JONES
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Bildquellen: Dafinchi / Shutterstock.com, TUI
