Teamviewer: Ist der Ausblick ein Kaufgrund?

10.02.26 12:50 Uhr

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Teamviewer hat erwartungsgemäß mit den finalen Zahlen 2025 die vorläufigen Werte bestätigt. Der Ausblick für 2026 kommt bei den Anlegern jedoch weniger gut an.

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Die Vorlage der endgültigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 verlief unspektakulär. Entsprachen diese doch den Eckwerten, die Teamviewer bereits Anfang Januar präsentierte. Demnach stieg der Pro-forma-Umsatz währungsbereinigt um 5 Prozent auf 767,5 Mio. Euro, die bereinigte EBITDA-Marge erreichte 44,3 Prozent. Anders verhält es sich jedoch beim Ausblick. Der war neu: und enttäuschte.

Zurückhaltung für 2026

Im aktuellen Geschäftsjahr 2026 soll der Umsatz währungsbereinigt lediglich um 0 bis 3 Prozent wachsen. Das ist weniger, als der Branchenverband bitkom für den IT-Markt in Deutschland erwartet. Hier soll das Wachstum 2026 bei rund 5,9 Prozent liegen. Die bereinigte EBITDA-Marge für 2026 wiederum wird von Teamviewer mit rund 43 Prozent prognostiziert.

Auswirkungen von 1E

In der aktuellen Pressemitteilung wirken die bereinigten Ertragskennzahlen und Pro-Forma-Umsätze auf den Leser eher verwirrend. Der Blick in die Gewinn- und Verlustrechnung nach IFRS wiederum ist eindeutig: Während der operative Gewinn um gut 22 Prozent auf 252,6 Mio. Euro geklettert ist, verminderte sich der Konzerngewinn auf 118,2 Mio. Euro (GJ 2024: 123,1 Mio. Euro). Maßgebliche Gründe hierfür waren der deutlich erhöhte Währungsverlust und die stark gestiegenen Finanzaufwendungen. Letztere dürften wesentlich der Finanzierung des 1E-Zukaufs geschuldet sein.

Fazit

Wenngleich der Nettogewinn gesunken ist, so steht unter dem Strich noch immer ein pechschwarzer Ertrag, der eine Nettorendite von fast 16 Prozent ermöglicht. Das wirkt sich auch auf die Bilanz aus, in der das Eigenkapital auf 164,9 Mio. Euro (31.12.2024: 100,5 Mio. Euro) zulegte. Da gleichzeitig aber auch die Fremdkapitalposition deutlich gestiegen ist, verbesserte sich die Eigenkapitalquote nur leicht auf 9,8 Prozent (GJ 2024: 9,4 Prozent). Bilanziell bleibt in Summe somit eine gewisse Unwucht. Zusammen mit den verhaltenen Wachstumsaussichten dürfte der Markt zunächst die Enttäuschung verarbeiten.

Vielversprechender ist die Situation beim Finanzdienstleister JDC Group, wo ein - möglicher - guter Ausblick für 2026 für den entscheidenden Schub für den Umsatz und für die Aktie sorgen könnte: zum Artikel

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Autoren: Die SmartCaps-Redaktion. Erstellung am 10.02.26 um 11:33 Uhr. Über uns: Das Team von SmartCaps zählt seit mehr als zwei Jahrzehnten mit dem „Anlegerbrief“ zu den erfolgreichsten Nebenwerteinvestoren in Deutschland. Das Musterdepot des Anlegerbriefs hat seit 1999 eine Rendite von mehr als 3.375 Prozent oder 14,2 Prozent p.a. (Stand: 07.02.26) erzielt. Mehr dazu finden Sie hier.

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