Rückschlag für Regierung

Richter: Druck von US-Regierung auf TikTok rechtlich nicht gedeckt

08.12.20 17:03 Uhr

Richter: Druck von US-Regierung auf TikTok rechtlich nicht gedeckt | finanzen.net

Die Regierung von Donald Trump hat einen schweren Rückschlag bei ihrem Vorgehen gegen die populäre Video-App TikTok erlitten.

Werte in diesem Artikel
Aktien

262,05 EUR 1,25 EUR 0,48%

224,90 EUR -5,75 EUR -2,49%

Ein Richter in Washington kam zu dem Schluss, dass ihr massiver Druck für einen Verkauf des US-Geschäfts von TikTok rechtlich nicht gedeckt war. Deshalb blockierte er am Montag auch den zweiten Teil der Maßnahmen, die Verkauf oder Schließung von TikTok in den USA zur Folge haben sollten.

Wer­bung

Präsident Trump hatte im Sommer behauptet, dass die chinesische Regierung über TikTok an Daten von Amerikanern kommen und den Dienst für Propaganda missbrauchen könne. Deswegen verbot Handelsminister Wilbur Ross nach Trumps Erlass dem chinesischen TikTok-Eigentümer ByteDance unter anderem, Infrastruktur und Daten für den Betrieb der App in den USA zu halten. Die Idee war, dass der Verkauf des US-Geschäfts an amerikanische Partner der einzige Ausweg bleiben würde, um TikTok in dem Land zu erhalten. Doch die chinesische Regierung torpedierte Gespräche darüber mit einem Verbot, Software-Algorithmen ohne Erlaubnis ins Ausland zu verkaufen.

Die Trump-Regierung nutzte als Grundlage für ihr Vorgehen ein Gesetz aus dem Jahr 1977, das dem US-Präsidenten breite Notstandsvollmachten bei außerordentlichen Gefahren aus dem Ausland gewährt. Allerdings darf der Präsident nach dieser Regelung ausdrücklich weder die Ein- und Ausfuhr von Informationen oder Informationsmaterial oder persönliche Kommunikation einschränken. TikTok falle eindeutig in diese Kategorie, betonte der Richter und gewährte deshalb die von TikTok beantragte Einstweilige Verfügung gegen das Betriebsverbot. Im September hatte er bereits den Download-Stopp blockiert, der TikTok aus den App Stores von Apple und Google verbannen sollte.

Die US-Regierung hatte gegen die bisherigen einstweiligen Verfügungen vor mehreren Gerichten Widerspruch eingelegt. Trump verlor allerdings im Präsidentschaftswahlkampf sichtlich das Interesse an dem Thema, nachdem ein schneller Verkauf des US-Geschäfts der App an amerikanische Konzerne gescheitert war.

/so/DP/zb

WASHINGTON (dpa-AFX)

In eigener Sache

Übrigens: Alphabet A (ex Google) und andere US-Aktien sind bei finanzen.net ZERO sogar bis 23 Uhr handelbar (ohne Ordergebühren, zzgl. Spreads). Jetzt kostenlos Depot eröffnen und Neukunden-Bonus sichern!

Ausgewählte Hebelprodukte auf Alphabet A (ex Google)

Mit Knock-outs können spekulative Anleger überproportional an Kursbewegungen partizipieren. Wählen Sie einfach den gewünschten Hebel und wir zeigen Ihnen passende Open-End Produkte auf Alphabet A (ex Google)

NameHebelKOEmittent
NameHebelKOEmittent
Wer­bung

Bildquellen: XanderSt / Shutterstock.com

Nachrichten zu Alphabet C (ex Google)

Wer­bung

Analysen zu Alphabet C (ex Google)

DatumRatingAnalyst
16.02.2026Alphabet C (ex Google) KaufenDZ BANK
20.01.2026Alphabet C (ex Google) NeutralUBS AG
20.11.2025Alphabet C (ex Google) KaufenDZ BANK
30.10.2025Alphabet C (ex Google) KaufenDZ BANK
27.10.2025Alphabet C (ex Google) OverweightJP Morgan Chase & Co.
DatumRatingAnalyst
16.02.2026Alphabet C (ex Google) KaufenDZ BANK
20.11.2025Alphabet C (ex Google) KaufenDZ BANK
30.10.2025Alphabet C (ex Google) KaufenDZ BANK
27.10.2025Alphabet C (ex Google) OverweightJP Morgan Chase & Co.
24.07.2025Alphabet C (ex Google) KaufenDZ BANK
DatumRatingAnalyst

Keine Analysen im Zeitraum eines Jahres in dieser Kategorie verfügbar.

Eventuell finden Sie Nachrichten die älter als ein Jahr sind im Archiv

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Alphabet C (ex Google) nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen