ROUNDUP: W&W enttäuscht mit Prognose - Aktie verliert kräftig

27.03.26 09:49 Uhr

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KORNWESTHEIM (dpa-AFX) - Wegen eines deutlich günstigeren Schadensverlaufs im Versicherungsgeschäft hat der Finanzkonzern Wüstenrot & Württembergische (W&W (WüstenrotWürttembergische)) seinen Gewinn wie erwartet deutlich gesteigert. Die Gewinnprognose blieb dagegen hinter den Analystenerwartungen zurück.

Der Überschuss sei 2025 von 35 Millionen Euro im Vorjahr auf 121 Millionen Euro gestiegen, teilte Vorstandschef Jürgen Junker in Kornwestheim bei Stuttgart mit. Es sei ein eindeutig starkes Ergebnis erzielt worden. "Wir sind damit nach dem durch Unwetterereignisse belasteten Jahr 2024 zurück auf unserem nachhaltigen Kurs." Damit erfüllte das im Nebenwerteindex SDAX notierte Unternehmen die Erwartungen der Experten und die eigene Zielsetzung eines deutlich höheren Gewinns.

Für das laufende Jahr stellte das Unternehmen "trotz schwieriger Rahmenbedingungen" einen Gewinn zwischen 120 Millionen und 150 Millionen Euro in Aussicht. Von Bloomberg befragte Experten hatten eine höhere Jahresprognose erwartet. Die Dividende bleibt mit 65 Cent auf dem Niveau des Vorjahres.

Der Kurs der W&W-Aktie gab im frühen Handel um bis zu sieben Prozent nach. In der Folge konnte das Papier das Minus etwas reduzieren; mit einem Rückgang von fünf Prozent auf 14,55 Euro lagen die W&W-Anteile aber immer noch am Ende des Nebenwerteindex SDax.

Mit dem Minus vom Freitag fiel die Aktie wieder auf das Niveau von Ende 2025 zurück, nachdem sie Mitte März noch bis auf fast 17 Euro geklettert war. Das Unternehmen wird an der Börse mit 1,4 Milliarden Euro bewertet. Fast 70 Prozent der Anteile werden von der Wüstenrot-Stiftung kontrolliert.

Die zweitgrößte private Bausparkasse Wüstenrot legte im vergangenen Jahr beim Brutto-Neugeschäft nach Bausparsumme auf 11,07 Milliarden Euro zu. Im Vorjahr waren es noch 10,99 Milliarden Euro. Wüstenrot habe damit sein Bausparvolumen gegen den Markttrend steigern und seinen Marktanteil deutlich auf knapp 18 Prozent ausbauen können, hieß es. Der Bestand der Baudarlehen legte 2025 um rund sechs Prozent auf 30,1 Milliarden Euro zu.

Im Bereich Schaden- und Unfallversicherung profitierte der Finanzkonzern von einem guten Neu- und Ersatzgeschäft. Es legte um rund 8 Prozent auf 472 Millionen Euro zu. Vor allem die Bereiche Kraftfahrt und Privatkunden trugen dazu mit einem Plus von jeweils mehr als 9 Prozent bei. Im Geschäft mit Lebens- und Krankenversicherungen verzeichnete das Unternehmen gleichfalls Zuwächse./zb/stk/DP/zb

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