ROUNDUP 2: BASF will 2025 operatives Ergebnis steigern - Gewinn steigt 2024

28.02.25 13:42 Uhr

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(neu: Aussagen aus Pressekonferenz, Kurs und Details)

LUDWIGSHAFEN (dpa-AFX) - Der Chemiekonzern BASF blickt verhalten auf das laufende Jahr. Für 2025 peilt BASF für das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sowie Sondereinflüssen 8,0 bis 8,4 Milliarden Euro an, wie der DAX-Konzern am Freitag bei Vorlage von endgültigen Zahlen mitteilte. Alle Segmente, mit Ausnahme der Basischemikalien (Chemicals), sollen zum Ergebnisanstieg beitragen. Das Ergebnis bei Chemicals werde von höheren Fixkosten im Zusammenhang mit der Inbetriebnahme des Verbundstandorts in China und planmäßigen Wartungen von Anlagen belastet. 2024 legte das Ergebnis um 2,4 Prozent auf knapp 7,9 Milliarden Euro zu.

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Zahlen und Ausblick sorgten am Finanzmarkt zunächst nicht für gute Stimmung. Der Kurs gab im frühen Handel um mehr als zwei Prozent nach, drehte aber später ins Plus. Zuletzt legte das Papier um rund 1,4 Prozent auf 49,43 Euro zu. An ihr Jahreshoch von 51,53 Euro von Mitte Februar kommen die Papiere des Chemiekonzerns damit nicht ran. Das operative Ergebnis (Ebitda) im vierten Quartal liege im Rahmen der Erwartung, schrieb Analyst Chris Counihan von Jefferies. Beim Ebitda-Ausblick für 2025 liege der Konsens aber bereits am oberen Ende der Zielspanne.

Der freie Mittelzufluss (Free Cashflow) soll im laufenden Jahr zwischen 400 und 800 Millionen Euro betragen, nach fast 750 Millionen im Vorjahr. Auch hier wirken sich die Investitionen in China aus. BASF plane für 2025 Investitionen in Höhe von 5 Milliarden Euro - nach 6 Milliarden ein Jahr zuvor, sagte Finanzchef Dirk Elvermann. Insgesamt werde der Verbundstandort in China das bereinigte operative Ergebnis 2025 voraussichtlich um rund 400 Millionen Euro und die freien Barmittel um rund 800 Millionen Euro belasten, ergänzte Unternehmenschef Markus Kamieth. "Unsere Prognosespannen wären um diese Beträge höher, wenn man die Auswirkungen des Produktionsstarts in Zhanjiang außer Acht lässt", fügte er hinzu. BASF hatte bereits im Januar Eckdaten bekanntgegeben.

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2024 schrumpfte der Umsatz wie bereits bekannt im Jahresvergleich um 5,3 Prozent auf 65,3 Milliarden Euro. Während das operative Ergebnis (bereinigtes Ebitda) dank des Kerngeschäfts zulegte, belasteten Wertberichtigungen vor allem bei Batteriematerialien sowie Aufwendungen für Restrukturierungen das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit). Es fiel von 2,2 auf 2,0 Milliarden Euro. Unter dem Strich blieb dank des Verkaufs des Öl- und Gasgeschäfts Wintershall Dea ein Gewinn von knapp 1,3 Milliarden Euro nach 225 Millionen im Vorjahr. Die Dividende für 2024 will der BASF-Vorstand um ein Drittel auf 2,25 Euro je Aktie kürzen.

Derweil hat der Chemiekonzern bei der Umsetzung seines milliardenschweren Sparprogramms die Hälfte der Wegstrecke zurückgelegt. Bis Ende 2024 seien jährliche Kosteneinsparungen von insgesamt rund einer Milliarde Euro erreicht worden, sagte Finanzvorstand Elvermann. Bis Ende 2025 soll eine jährliche Gesamtkostensenkung von rund 1,5 Milliarden Euro erreicht werden. Der Ludwigshafener DAX-Konzern hat sich zum Ziel gesetzt, bis Ende 2026 jährlich Einsparungen von 2,1 Milliarden Euro umzusetzen. "Wir sind auf gutem Wege", versicherte der Manager.

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Von der Summe der Kostensenkungen entfielen rund 100 Millionen Euro auf den Standort Ludwigshafen. Der Stammsitz des Chemieriesen gilt wegen der zu geringen Auslastung und Wettbewerbsfähigkeit als größtes Sorgenkind. Alleine in Ludwigshafen sollen nach den Plänen des Vorstands bis Ende nächsten Jahres Kosten von einer Milliarde Euro gespart werden. Insgesamt sieht die Rotstift-Strategie vor, etwa 3.300 Jobs weltweit abzubauen, davon 700 Stellen in der Produktion in Ludwigshafen.

Für die Umsetzung der Sparprogramme sind bis zum Ende des vergangenen Jahres nach Angaben von Finanzchef Elvermann kumulierte Einmalkosten in Höhe von rund 900 Millionen Euro entstanden. Dieser Betrag entspreche etwa der Hälfte der gesamten Einmalkosten, die bis Ende 2026 erwartet werden. "Bis dahin wollen wir alle Programme abgeschlossen haben und jährlich von den vollen Einsparungen profitieren."

BASF-Chef Kamieth hatte im September einen weitreichenden Umbau angekündigt, um den weltgrößten Chemiekonzern aus der Krise zu führen. Geschäftsbereiche sollen teilweise verkauft werden und das Agrargeschäft an die Börse gehen. Zudem wird die Dividende für Aktionäre erstmals seit 2010 gekürzt, und es drohen weitere Schließungen von Chemieanlagen im Stammwerk Ludwigshafen. Dort steht mit dem jüngsten Milliarden-Sparprogramm ein weiterer, noch nicht bezifferter Stellenabbau bevor.

Erst jüngst hatte BASF mitgeteilt, dass der US-Farben- und Beschichtungskonzern Sherwin-Williams das brasilianische Geschäft mit Anstrichen für Gebäude von BASF für 1,15 Milliarden US-Dollar übernehmen wird. Die Veräußerung des Bereichs sei ein wichtiger erster Schritt, sagte Kamieth. Er bekräftigte, dass BASF im zweiten Quartal beabsichtige, an den Markt zu gehen, um weitere strategische Optionen für ihre verbleibenden Coatings-Aktivitäten zu prüfen. Diese umfassten die Fahrzeugserien- und Autoreparaturlacke sowie Oberflächenbehandlungen./mne/wo/jha/

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