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QIX Dividenden Europa: Allianz kündigt für 2024 gut 11,0 % höhere Dividendenausschüttung an und Rio Tinto will duale Börsenstruktur beibehalten

28.02.25 16:00 Uhr

QIX Dividenden Europa: Allianz kündigt für 2024 gut 11,0 % höhere Dividendenausschüttung an und Rio Tinto will duale Börsenstruktur beibehalten | finanzen.net

Angesichts der heutigen Preisdaten aus Deutschland und den USA zeigt sich der QIX Dividenden Europa Index am Freitag kaum verändert bei 15.655 Punkten. Versicherer Allianz kann seinen operativen Gewinn in 2024 um 9,0 % auf gut 16,0 Mrd. Euro steigern, was folglich auch einen Dividendenvorschlag von 15,40 Euro ermöglicht. Rio Tinto empfiehlt seinen Aktionären in London, bei der HV im April gegen den Beschluss zu stimmen, der eine Überprüfung der dualen Börsenstruktur fordert.

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Leicht im Minus bei 331,00 Euro notiert trotz solider Zahlen im Dividenden-Index am Freitag die Aktie der Allianz. Dabei hat die Versicherungsgruppe im abgelaufenen Geschäftsjahr so viel verdient wie nie zuvor. Der operative Gewinn stieg um knapp 9,0 % auf gut 16,0 Mrd. Euro, gab die Unternehmensführung heute bekannt. Letztlich übertraf die Allianz damit ihre ursprüngliche Zielspanne. Und für 2025 wurde heute zugleich ein Betriebsergebnis zwischen 15,0 und 17,0 Mrd. Euro in Aussicht gestellt. Analysten attestiertem den Münchnern daraufhin einen sehr disziplinierten Umgang mit den Kosten. Zumal auch geplant ist, den Aktionären eine 2024er-Dividende von 15,40 Euro zu zahlen, was über 11,0 % mehr wäre als im Vorjahr. Außerdem will die Allianz in diesem Jahr eigene Aktien für bis zu 2,0 Mrd. Euro über die Börse zurückkaufen, was wiederum den Gewinn je Aktie weiter nach oben treiben dürfte. In den letzten 12 Monaten konnte Unternehmensseitig das gesamte Geschäftsvolumen um 11,0 % auf gut 180,0 Mrd. Euro gesteigert werden. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 9,9 Mrd. Euro übrig und damit 16,0 % mehr. Von 2025 bis 2027 will die Allianz sogar mindestens 15,0 % der Jahreserträge zusätzlich an die Eigentümer zurückfließen lassen, zum Beispiel in Form von neuerlichen Aktienrückkäufen. Die neue Politik, die im Dezember angekündigt wurde, ist aber an Bedingungen wie eine Solvency-II-Kapitalquote von über 150,0 % und stabile Finanzmärkte geknüpft.

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Dabei profitierte der Versicherer zuletzt vor allem von seiner größten Sparte, der Schaden- und Unfallversicherung. Der Bereich steigerte sein Ergebnis um rund 1,0 Mrd. auf 7,9 Mrd. Euro. Der Allianz haben diesbezüglich auch die geringeren Belastungen durch Naturkatastrophen geholfen. So bezahlte die Gruppe in 2024 knapp 1,8 Mrd. Euro für Naturkatastrophenschäden und damit über eine halbe Mrd. weniger als im Vorjahr. Stark entwickelte sich auch die Lebens- und Krankenversicherungssparte, die den Wert des Neugeschäfts von 4,0 auf 4,7 Mrd. Euro steigern konnte. Und selbst für das Fonds- und Anlagegeschäft konnte die Allianz heute solide Zahlen vermelden. Immerhin flossen den Töchtern Pimco und Allianz Global Investors (AGI) unter dem Strich 84,8 Mrd. Euro im letzten Jahr an Kundengeldern zu. Der operative Gewinn der Fondssparte wuchs am Ende auch um knapp 4,0 % auf 3,2 Mrd. Euro. Damit bleibt die Allianz-Aktie mit 4,6 % an Dividendenrendite auch weiterhin ein Kaufkandidat.

Der QIX Dividenden Europa ist ein Aktien-Index, der gezielt auf stabile und zuverlässige Dividendenzahler in Europa setzt. In den Index werden 25 europäische Aktien aufgenommen, die sich nach einem festgelegten und erfolgsbewährtem Regelwerk dafür qualifizieren. Neben einer hohen Dividendenrendite berücksichtigt das Regelwerk dabei fundamentale Kriterien wie Dividendenkontinuität, Dividendenwachstum oder Gewinnwachstum. Auch technische Aspekte wie stabile Kursverläufe mit niedriger Volatilität fließen in das Ranking mit ein.

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Am Freitag präsentiert sich im Dividenden-Index auch die Aktie von Rio Tinto leicht im Minus bei 58,25 Euro. Zwar hatte sich das britisch-australische Bergbauunternehmen zuletzt erfolgreich der Forderung widersetzt, die Börsennotierung in London zu streichen. Rio Tinto musste aber vor gut einer Woche einen Gewinnrückgang für 2024 auf ein Fünfjahrestief vermelden. Zunächst aber empfahl das Management des Rohstoffspezialisten seinen Aktionären in London, bei der kommenden HV im April gegen einen Beschluss zu stimmen, der eine Überprüfung der dualen Börsenstruktur Rio Tinto`s fordert. Dabei will die aktivistische Investmentgesellschaft Palliser Capital, dass das Unternehmen seine Börsennotierung künftig vereinheitlicht. Bislang wird die Rio Tinto-Aktie an den Börsen in London und Melbourne gleichzeitig notiert. Der Investor und weitere 100 Anteilseigner forderten schon Ende Dezember, dass das Rio Tinto-Management auf der nächsten HV eine Überprüfung der bestehenden Börsenstruktur einleitet. Palliser Capital argumentierte, dass Rio Tinto`s aktuelle Struktur gut 50,0 Mrd. USD an Wert kosten würde. Als Vorbild wurde der Rohstoff-Rivale BHP genannt, der sich 2021 auf Druck der Aktionäre von der Londoner Börse verabschiedete und ab 2022 nur noch in Australien notierte.

Wir sind ein globales Unternehmen, wir haben globale Investoren, und London funktioniert irgendwie für uns, sagte jüngst der Vorstand von Rio Tinto in einem Interview. Und ich glaube einfach nicht, dass sich der Wert des Unternehmens durch einen Austausch grundlegend ändern werde, betonte der Manager. Dabei gilt Rio Tinto noch immer als weltgrößter Eisenerzproduzent. Jedoch musste das Unternehmen für 2024 zuletzt einen operativen Gewinnrückgang auf 10,87 Mrd. USD vermelden, gegenüber 11,76 Mrd. vor einem Jahr. Das Ergebnis der Eisenerzsparte ging im Jahresverlauf angesichts der noch immer schwachen chinesischen Nachfrage um 19,0 % zurück, während das Aluminiumgeschäft einen Anstieg um 61,0 % verzeichnete. Dennoch will Rio Tinto eine Gesamtdividende von 4,02 USD zahlen, allerdings wäre dies das niedrigste Niveau seit 2019. Die Ausschüttungsquote des Bergbauunternehmens von 60,0 % zeigt aber das Vertrauen in künftiges Ertragswachstum, was wiederum die kommenden Ausschüttungen absichern würde. Derzeit bietet die Rio Tinto-Aktie damit auch über 6,0 % an Dividendenrendite.

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Wenn Sie den QIX Dividenden Europa Index nachbilden wollen, bietet sich ein Index-Tracker der UBS an.

Hinweis: Da der QIX Dividenden Europa Index von finanzen.net und der Traderfox GmbH, einer Tochtergesellschaft der finanzen.net GmbH, entwickelt wurde, partizipieren die finanzen.net GmbH und die TraderFox GmbH indirekt oder direkt an der Vermarktung des QIX Dividenden Europa. Dies betrifft u.a. Lizenzeinnahmen von Emissionsbanken und KVGs.

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