Pilotenstreik an Drehkreuzen Frankfurt und München deutlich spürbar

12.03.26 11:23 Uhr

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Der auf zwei Tage angelegte Pilotenstreik bei der Lufthansa hat an den Drehkreuzen München und Frankfurt Hunderte Flüge ausfallen lassen. Das berichten die jeweiligen Flughafenbetreiber für den Donnerstag. Danach fallen am ersten Streiktag in Frankfurt rund 400 von 1165 geplanten Starts und Landungen aus. In München wurden 230 von rund 800 Flugbewegungen gestrichen.

In den Terminals herrsche ganz normaler Betrieb, sagte ein Sprecher des Frankfurter Betreibers Fraport. Nur in den Lufthansa-Abschnitten sei es etwas ruhiger. An den übrigen deutschen Flughäfen fielen vor allem die Zubringerflüge an die Drehkreuze aus. Andere Lufthansa-Gesellschaften wie die Eurowings wurden nicht bestreikt.

Die Fluggesellschaft hatte zugesichert, dass an beiden Streiktagen mindestens die Hälfte der geplanten Lufthansa-Flüge stattfindet. Auf der Langstrecke sollten sogar 60 Prozent der Flüge starten. Hier werden die Flugzeuge häufig auch von Piloten geflogen, die bei der Lufthansa ins Management gewechselt sind, aber ihre Lizenz aufrechterhalten.

Erste Entspannung am Freitag

Bereits für den Freitag wird eine kleine Entspannung erwartet, weil die Teilgesellschaft Lufthansa Cityline nur einen Tag lang bestreikt wird. Sie übernimmt Zubringerflüge von kleineren Flughäfen an die beiden Drehkreuze.

Zuvor hatte bereits streikende Gewerkschaft Vereinigung Cockpit eingeräumt, dass der Streik diesmal kleiner ausfällt als bei der ersten Welle vor einem Monat. Gewerkschaftschef Andreas Pinheiro erwartete rund 300 ausgefallene Starts pro Tag. Das ergebe eine ausreichende Streikwirkung und sei Teil der gewerkschaftlichen Strategie.

Die Gewerkschaft hat die mehr als 5.000 Piloten der Flugbetriebe Lufthansa, Lufthansa Cargo und Lufthansa Cityline zu einem 48-Stunden-Streik aufgerufen, der um Mitternacht begonnen hat. Während es bei der Regionaltochter Cityline um eine Anhebung der Gehälter geht, streiten die Tarifpartner bei der Cargo und der Kerngesellschaft um höhere Betriebsrenten./ceb/DP/nas

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