Noch keine Margengleichheit

BMW-Aktie gibt ab: Gewinnmarge von Elektroautos unter der von Verbrennungsfahrzeugen - Chinesischer Joint-Venture-Partner erwägt Anteilsverkauf

15.01.24 16:11 Uhr

BMW-Aktie gibt ab: Gewinnmarge von Elektroautos unter der von Verbrennungsfahrzeugen - Chinesischer Joint-Venture-Partner erwägt Anteilsverkauf | finanzen.net

Autokäufer müssen für Stromer mehr zahlen als für Benziner, aber bei Autobauern wie BMW drücken sie die Gewinnmarge:

Werte in diesem Artikel

"Wir verdienen Geld. Aber von Margengleichheit kann aktuell noch keine Rede sein", sagte BMW-Finanzvorstand Walter Mertl vor Journalisten in München. Das dürfte auch in den nächsten Jahren so bleiben.

Wer­bung

Mit den ab 2025 auf den Markt kommenden BMWs der "Neuen Klasse", die auf einer eigens für E-Autos entwickelten Plattform samt neuen Batteriezellen und neuer Software stehen, will der Konzern seine Produktionskosten deutlich senken. "Mit der Neuen Klasse nähern sich die Margen weiter an", sagte Mertl. Aber "auch 2026 haben wir noch keine Parität." Außerdem dauere die Umstellung: Die jetzige "fünfte Generation unseres BEV-Antriebsstrangs wird noch bis in die 2030er-Jahre da sein", sagte der Finanzchef.

BMW hat im vergangenen Jahr 15 Prozent seiner Autos mit vollelektrischem Antrieb verkauft, dieses Jahr sollen es 20 Prozent sein. "Ich glaube, der Kipppunkt bei den Verbrennern war im vergangenen Jahr. Die CO2-Regulierung in vielen Regionen spricht gegen weiteres Wachstum", sagte Mertl. "Das jetzige Absatzplateau an Verbrennerautos wird noch anhalten und dann leicht abfallen. Das Wachstum kommt jetzt immer mehr von den E-Autos." Im vergangenen Jahr hat BMW fast 2,6 Millionen Autos verkauft, bis 2030 peilt der Konzern einen Absatz von drei Millionen Autos an.

Der aktuelle "Auftragsbestand reicht bis ins zweite Quartal hinein. Die Nachfrage ist nach wie vor da", sagte Mertl. Allerdings wächst mit dem zunehmenden Wettbewerb auch der Druck auf die Verkaufspreise: "Trotz unserer starken Preisdisziplin wird Rabattierung in bestimmten Preisbändern ein Thema sein."

Wer­bung

Mit Blick auf den Konkurrenten Mercedes-Benz, der stark auf sehr profitable Luxusautos setzt, sagte der BMW-Finanzvorstand: "Natürlich ist es schön, mehr als zehn Prozent Absatzanteil in diesem hochpreisigen Segment zu haben. Wir haben circa fünf Prozent." Aber BMW sei nicht schlecht unterwegs, der 7er setze sich gut durch. "Wir haben das Potenzial, über fünf Prozent zu kommen."

Chinesischer Joint-Venture-Partner von BMW erwägt Anteilsverkauf

Der Haupteigentümer des chinesischen BMW-Partners Brilliance China Automotive prüft Kreisen zufolge einen Anteilsverkauf am Gemeinschaftsunternehmen mit dem deutschen Autobauer. Vorläufige Gespräche hätten mit lokalen Autobauern stattgefunden, darunter etwa dem VW-Partner FAW, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Montag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Gespräche liefen weiter, ein Zustandekommen eines Deals sei aber unsicher, hieß es weiter. Am Autobau-Joint-Venture BBA hält BMW seit der Mehrheitsübernahme vor knapp zwei Jahren drei Viertel der Anteile, der Rest gehört dem Partner Brilliance.

Die Konzernmutter von Brilliance China, die in Hongkong an der Börse notierte Brilliance China Automotive, steht seit mehreren Jahren finanziell unter Druck. 2020 konnte das Unternehmen Schulden nicht zurückzahlen. Aufseher hatten dem Unternehmen zudem wegen fehlerhafter Rechnungslegung Bußen aufgebrummt. Vergangenes Jahr sprang die lokale Regierung der chinesischen Megacity Shenyang ein, um in einer Restrukturierung Verbindlichkeiten von Brilliance China und rund 30 Prozent der Anteile an der Firma zu übernehmen.

Wer­bung

In Shenyang produziert das Gemeinschaftsunternehmen BBA in mehreren Werken BMW-Autos aus sieben Modellreihen, die jährliche Produktionskapazität liegt bei 830 000 Autos. Bei BBA arbeiten rund 26 000 Menschen. Die Behörden von Shenyang bestritten, von einem Plan zum Anteilsverkauf Bescheid zu wissen. Sprecher von Brilliance China und FAW äußerten sich zunächst nicht, BMW wollte die Informationen nicht kommentieren.

Via XETRA notiert die BMW-Aktie zwischenzeitlich 1,18 Prozent leichter bei 95,71 Euro.

/rol/DP/nas

MÜNCHEN (dpa-AFX)

Ausgewählte Hebelprodukte auf BMW

Mit Knock-outs können spekulative Anleger überproportional an Kursbewegungen partizipieren. Wählen Sie einfach den gewünschten Hebel und wir zeigen Ihnen passende Open-End Produkte auf BMW

NameHebelKOEmittent
NameHebelKOEmittent
Wer­bung

Bildquellen: FotograFFF / Shutterstock.com, Gyuszkofoto / Shutterstock.com

Nachrichten zu BMW AG

Wer­bung

Analysen zu BMW AG

DatumRatingAnalyst
11:21BMW OverweightJP Morgan Chase & Co.
23.02.2026BMW BuyGoldman Sachs Group Inc.
19.02.2026BMW KaufenDZ BANK
12.02.2026BMW BuyDeutsche Bank AG
06.02.2026BMW OutperformBernstein Research
DatumRatingAnalyst
11:21BMW OverweightJP Morgan Chase & Co.
23.02.2026BMW BuyGoldman Sachs Group Inc.
19.02.2026BMW KaufenDZ BANK
12.02.2026BMW BuyDeutsche Bank AG
06.02.2026BMW OutperformBernstein Research
DatumRatingAnalyst
06.02.2026BMW NeutralUBS AG
05.02.2026BMW HoldJefferies & Company Inc.
19.01.2026BMW HoldJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
13.01.2026BMW NeutralUBS AG
09.01.2026BMW HoldJefferies & Company Inc.
DatumRatingAnalyst
19.01.2026BMW UnderweightBarclays Capital
15.01.2026BMW UnderperformMerrill Lynch & Co., Inc.
09.01.2026BMW UnderweightBarclays Capital
27.03.2025BMW UnderweightBarclays Capital
11.09.2024BMW UnderweightBarclays Capital

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für BMW AG nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen