SAP: Einstiegschance trotz KI-Sorgen?
Werbemitteilung unseres Partners
finanzen.net GmbH ist für die Inhalte dieses Artikels nicht verantwortlich

Werte in diesem Artikel
Viele Jahre war es selbstverständlich, von SAP (WKN: 716460 / ISIN: DE0007164600) als dem mit Abstand wertvollsten börsennotierten Konzern Deutschlands zu sprechen. Diese Zeiten sind vorbei. Aktuell liefern sich Europas größter Softwarekonzern und Siemens mit rund 178 Mrd. Euro Börsenwert in dieser Hinsicht ein Kopf-an-Kopf-Rennen.
Sorgen vor KI-Konkurrenz
Rund um den Walldorfer DAX-Konzern sind Sorgen entbrannt – ähnlich wie in weiten Teilen der traditionellen Softwareindustrie –, dass KI-Anwendungen viele Geschäftsmodelle überflüssig machen könnten.
Nicht wenige Marktteilnehmer sind jedoch der Ansicht, dass die jüngsten Reaktionen auf die Ergebnisse zum vierten Quartal und zum Gesamtjahr sowie auf die 2026er-Aussichten zu stark ausgefallen sind und sich im deutlichen Kursrückgang der SAP-Aktie eine günstige Einstiegsgelegenheit bietet.
Auftragseingang wirft bei SAP Fragen auf
SAP gehört zu einer Vielzahl traditioneller Softwarekonzerne, die zuletzt im Zuge des Aufkommens des KI-Booms Federn lassen mussten. Allein seit Anfang 2026 verlor die SAP-Aktie rund 18 Prozent an Wert. Im Vergleich zum Anfang 2025 verbuchten Allzeithoch bei rund 283,50 Euro liegt das Kursminus inzwischen bei knapp 40 Prozent. Am Tag der jüngsten Zahlenbekanntgabe lag der Rückgang bei rund 16 Prozent. Es war das höchste Tagesminus seit mehr als fünf Jahren. Börsianer störten sich zuletzt vor allem an der Auftragslage im so wichtigen Cloud-Geschäft.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 legte der Current Cloud Backlog lediglich um 16 Prozent zu. Auch das währungsbereinigte Plus enttäuschte mit 25 Prozent. Die Clouderlöse wurden währungsbereinigt um 26 Prozent auf 21,0 Mrd. Euro gesteigert. Für das angelaufene Geschäftsjahr 2026 geht das Management von einem Anstieg der Clouderlöse um 23 bis 25 Prozent auf 25,8 Mrd. Euro aus, während die Cloud- und Softwareerlöse währungsbereinigt um 12 bis 13 Prozent auf 36,3 bis 36,8 Mrd. Euro ansteigen sollen.
Übertriebene Reaktionen?
Einige Marktteilnehmer, allen voran das Management, sehen die Marktreaktionen als übertrieben an und wittern eine günstige Einstiegsgelegenheit. So hatte Finanzchef Dominik Asam am 30. Januar SAP-Aktien für mehr als eine Million Euro gekauft. Am Vortag hatte sich bereits sein Vorstandskollege Sebastian Steinhäuser Anteile für knapp 350.000 Euro gesichert. Auch viele Analysten raten weiterhin zum Kauf der SAP-Aktie, während einige von ihnen die Insiderkäufe als Vertrauensbeweis sehen.
Beispielsweise bleibt Berenberg-Analyst Nay Soe Naing im Fall der SAP-Aktie bei seiner „Buy“-Einschätzung und einem Kursziel von 250,00 Euro. Aktuell würde dies einem Kurspotenzial von fast 50 Prozent entsprechen. Im Kern seiner Analyse liegt die Annahme, dass der KI-Abverkauf „wahllos“ erfolge. Vielmehr müssten die KI-Risiken für die Branchenvertreter im Einzelnen ganz genau analysiert werden. SAP würde in dieser Hinsicht positiv herausragen.
Goldman-Sachs-Analyst Mohammed Moawalla sieht seinerseits in SAPs Business-Data-Cloud-Angebot sowie in angrenzenden Anwendungen wie ERP (Enterprise Resource Planning) ein „erhebliches Monetarisierungspotenzial“. Deutsche-Bank-Analyst Johannes Schaller gehört wiederum zu denjenigen, die positiv auf die Aktienkäufe des Managements verweisen. Diese würden die optimistische Einschätzung des Experten stützen.
Mein Fazit
Sorgen rund um KI und eine enttäuschend beäugte Entwicklung im Cloud-Auftragseingang haben Anleger zuletzt kritischer auf SAP und andere traditionelle Softwareunternehmen blicken lassen. Gleichzeitig sprechen solide Wachstumsraten im Cloud-Geschäft, ambitionierte, aber realistische Prognosen für 2026 sowie die deutlichen Insiderkäufe des Managements gegen ein grundsätzliches Vertrauensproblem. Viele Analysten werten den starken Kursrückgang daher eher als Überreaktion des Marktes denn als strukturelles Warnsignal. Ob sich die aktuelle Schwächephase als nachhaltige Belastung oder als attraktive Einstiegsgelegenheit erweist, dürfte maßgeblich davon abhängen, wie überzeugend SAP die Monetarisierung seiner KI- und Cloud-Angebote vorantreibt.
Wer auf die positive Kursentwicklung eines ganzen Aktienkorbs von vielversprechenden europäischen Large-Cap-Unternehmen setzen möchte, kann sich das Indexzertifikat (WKN: DA0AC3/ ISIN: DE000DA0AC39) auf den GRANOLAS European Champions Index anschauen. In diesem Index sind neben SAP weitere Big Player aus Europa wie ASML, Nestlé oder LVMH vertreten.
The post SAP: Einstiegschance trotz KI-Sorgen? first appeared on marktEINBLICKE.Weiter zum vollständigen Artikel bei Marc O. SchmidtNachrichten zu SAP SE
Analysen zu SAP SE
| Datum | Rating | Analyst | |
|---|---|---|---|
| 02.04.2026 | SAP SE Overweight | Barclays Capital | |
| 24.03.2026 | SAP SE Neutral | JP Morgan Chase & Co. | |
| 24.03.2026 | SAP SE Neutral | JP Morgan Chase & Co. | |
| 16.03.2026 | SAP SE Overweight | Barclays Capital | |
| 16.03.2026 | SAP SE Buy | Jefferies & Company Inc. |
| Datum | Rating | Analyst | |
|---|---|---|---|
| 02.04.2026 | SAP SE Overweight | Barclays Capital | |
| 16.03.2026 | SAP SE Overweight | Barclays Capital | |
| 16.03.2026 | SAP SE Buy | Jefferies & Company Inc. | |
| 11.03.2026 | SAP SE Buy | UBS AG | |
| 05.03.2026 | SAP SE Buy | UBS AG |
| Datum | Rating | Analyst | |
|---|---|---|---|
| 24.03.2026 | SAP SE Neutral | JP Morgan Chase & Co. | |
| 24.03.2026 | SAP SE Neutral | JP Morgan Chase & Co. | |
| 07.02.2025 | SAP SE Hold | Warburg Research | |
| 28.01.2025 | SAP SE Halten | DZ BANK | |
| 28.01.2025 | SAP SE Hold | Warburg Research |
| Datum | Rating | Analyst | |
|---|---|---|---|
| 29.01.2026 | SAP SE Verkaufen | DZ BANK | |
| 23.10.2025 | SAP SE Verkaufen | DZ BANK | |
| 06.08.2025 | SAP SE Verkaufen | DZ BANK | |
| 23.04.2025 | SAP SE Verkaufen | DZ BANK | |
| 07.03.2025 | SAP SE Verkaufen | DZ BANK |
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für SAP SE nach folgenden Kriterien zu filtern.
Alle: Alle Empfehlungen

