MÄRKTE USA/Kaum verändert - Erzeugerpreise bestätigen hartnäckigen Inflationsdruck

13.02.25 14:54 Uhr

DOW JONES--An den US-Börsen zeichnet sich am Donnerstag eine wenig veränderte Eröffnung ab. Die Futures auf die großen Aktienindizes treten vorbörslich mehr oder weniger auf der Stelle. Nachdem die am Mittwoch veröffentlichten Verbraucherpreisdaten von einer hartnäckig hohen Inflation gezeugt und Zinssenkungserwartungen gedämpft hatten, sind die Erzeugerpreise in der Gesamtrate nun ebenfalls etwas stärker gestiegen als angenommen. Das dürfte allerdings niemanden mehr überrascht haben, heißt es aus dem Handel.

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Die Erzeugerpreise erhöhten sich im Januar um 0,4 Prozent. Volkswirte hatten im Konsens prognostiziert, dass die Erzeugerpreise auf Monatssicht um 0,3 Prozent gestiegen sind, nachdem im Dezember ein Anstieg um 0,2 Prozent verzeichnet worden war. In der Kernrate wurde indessen mit einem Anstieg um 0,3 Prozent der Ökonomenkonsens exakt getroffen; im Vormonat hatten die Preise stagniert.

Neben den Preisdaten wurde die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe aus der Vorwoche veröffentlicht. Demnach beantragten 213.000 Amerikaner erstmals Arbeitslosenhilfe. Ökonomen hatten mit 215.000 Erstanträgen gerechnet. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt ist - neben der Inflation - für die US-Notenbank ein weiteres Kriterium, an dem sie ihren geldpolitischen Kurs ausrichtet. Bislang ist die Beschäftigungslage gut, wie auch die nun vorgelegten Zahlen bestätigten, was gegen Zinssenkungen spricht.

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Daneben lasten die geplanten Strafzölle der US-Regierung auf Importe weiter auf der Stimmung. Sie könnten nach Ansicht von Beobachtern die Inflation weiter nach oben treiben.

Keine Unterstützung kommt von der Nachricht, dass US-Präsident Donald Trump sich mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin darauf verständigt hat, über einen Frieden in der Ukraine zu verhandeln - allerdings gegen Zugeständnisse an Russland. Falls Russland gestärkt aus einer Friedensvereinbarung hervorgehe, dürfte dies dazu führen, dass sich die europäischen Staaten - besonders die näher an Russland gelegenen - eher weniger sicher fühlten, kommentiert die Citigroup.

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Unter den Einzelwerten an der Börse dürften Cisco von den überraschend guten Zahlen und dem optimistischen Ausblick des Netzwerkausrüsters profitieren. Vorbörslich legt die Aktie um 6,1 Prozent zu. Positiv werden auch die Zahlen von GE Healthcare (+3,5%) und vom Bauereikonzern Molson Coors (+6,9%) aufgenommen.

Für die Aktien von Deere geht es um 5,4 Prozent abwärts. Der Hersteller von Bau-, Forst- und Landmaschinen hat in seinem ersten Geschäftsquartal einen deutlichen Umsatz- und Gewinnrückgang verzeichnet, der aber nicht so drastisch ausfiel wie von Analysten befürchtet. Allerdings sorgten sich Anleger wohl, dass sich das Geschäft des Unternehmens im Laufe des Geschäftsjahrs nicht so rasch erholen werde wie vom Management erwartet, zumal dieses für das Segment Production and Precision Agriculture nun einen deutlicheren Umsatzrückgang in Aussicht stelle als bislang, so Beobachter.

Im späteren Tagesverlauf wird Airbnb ihr Jahresergebnis vorlegen.

Am Anleihemarkt kommen die Renditen nach dem deutlichen Anstieg vom Vortag wieder etwas zurück. Der Dollarindex tendiert knapp behauptet, doch geht dies vor allem auf eine Stärke des Euro zurück. Die Gemeinschaftswährung profitiert von der Hoffnung auf einen Waffenstillstand in der Ukraine.

Für den Ölpreis ist Trumps Vorstoß in Richtung Friedensverhandlungen jedoch negativ. Sollte der Krieg beendet werden, könnte mehr russisches Öl auf den Markt kommen und die Preise drücken, heißt es.

Der Goldpreis tendiert derweil etwas fester. Das Edelmetall sei als "sicherer Hafen" gesucht, so Marktteilnehmer, die daneben auf eine hohe Nachfrage von Zentralbanken verweisen.

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US-Anleihen

Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD

2 Jahre 4,32 -3,1 4,35 7,7

5 Jahre 4,42 -4,7 4,47 4,0

7 Jahre 4,50 -5,2 4,55 1,9

10 Jahre 4,57 -5,2 4,62 0,3

30 Jahre 4,79 -5,0 4,84 0,6

DEVISEN zuletzt +/- % Do, 8:28 Mi, 17:20 Uhr % YTD

EUR/USD 1,0401 +0,2% 1,0428 1,0351 +0,4%

EUR/JPY 159,70 -0,4% 160,73 160,14 -2,0%

EUR/CHF 0,9433 -0,5% 0,9499 0,9464 +0,5%

EUR/GBP 0,8340 -0,1% 0,8344 0,8346 +0,8%

USD/JPY 153,53 -0,6% 154,13 154,71 -2,4%

GBP/USD 1,2471 +0,2% 1,2499 1,2403 -0,3%

USD/CNH (Offshore) 7,2998 -0,1% 7,2923 7,3190 -0,5%

Bitcoin

BTC/USD 96.115,80 -1,8% 96.033,30 95.446,90 +1,5%

ROHOEL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 70,56 71,37 -1,1% -0,81 -1,0%

Brent/ICE 74,28 75,18 -1,2% -0,90 -0,2%

GAS VT-Settlem. +/- EUR

Dutch TTF 51,495 56,08 -8,2% -4,58 +11,5%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 2.911,34 2.903,98 +0,3% +7,36 +10,9%

Silber (Spot) 32,20 32,23 -0,1% -0,03 +11,5%

Platin (Spot) 996,60 993,70 +0,3% +2,90 +9,9%

Kupfer-Future 4,72 4,70 +0,3% +0,01 +17,2%

YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/cln/err

(END) Dow Jones Newswires

February 13, 2025 08:55 ET (13:55 GMT)

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