Aktienkurse an Asiens Börsen unter Druck - Ölpreise steigen erneut deutlich

Die Verwerfungen an den weltweiten Ölmärkten halten an. Wieder steigende Ölpreise lasten am Donnerstag auf den Börsen in Ostasien und Australien.
Angriffe auf mehrere Schiffe in der Straße von Hormus trieben den Preis für ein Barrel Brentöl um 8,5 Prozent auf 99,78 Dollar je Barrel nach oben. Zeitweise überwand er die Marke von 100 Dollar.
An der Börse in Tokio ging es mit dem TOPIX zeitweise um 1,7 Prozent abwärts. Der KOSPI in Seoul gab um 0,9 Prozent nach. In Shanghai verlor der Composite-Index 0,7 Prozent. Der Hang-Seng-Index in Hongkong notierte 1,7 Prozent im Minus. Der Dollar ist derweil wieder als Fluchtwährung gesucht. Der Dollarindex steigt um 0,2 Prozent.
Dass der Ölpreis nicht so drastisch anzieht wie am Montag, als das Barrel zeitweise um 120 Dollar kostete, liegt daran, dass zahlreiche Länder strategische Ölreserven freigegeben haben. Die Internationale Energieagentur hatte am Mittwoch mitgeteilt, dass ihre Mitglieder 400 Millionen Barrel freigeben würden - die bisher größte Menge in der Geschichte. Allerdings dürfte das nicht reichen, um die praktisch vollständige Unterbrechung von Öltransporten durch die Straße von Hormus und die Förderunterbrechungen am Persischen Golf zu kompensieren.
Die aktuellen Verwerfungen an den weltweiten Ölmärkten seien beispiellos - sowohl was die Mengen angehe, die nicht transportiert werden könnten, als auch was den Mangel an Lagerkapazitäten betreffe, kommentiert Vivek Dhar von der Commonwealth Bank of Australia. Und es ist zu befürchten, dass die Blockade länger andauern wird. Goldman Sachs geht nun davon aus, dass es 21 Tage dauern wird, bis die Transporte durch die Meerenge wieder aufgenommen werden können. Bislang hatten die Analysten mit zehn Tagen gerechnet.
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DOW JONES
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