OpenAI-Aktie kommt: ChatGPT-Entwickler bereitet Börsengang vor und setzt auf Produktivität

KI-Unternehmen und ChatGPT-Entwickler OpenAI richtet seinen strategischen Fokus verstärkt auf Geschäftskunden und bereitet gleichzeitig den Gang an die Börse vor.
Werte in diesem Artikel
• OpenAI will ChatGPT zu Produktivitäts-Werkzeug machen
• Börsengang könnte im vierten Quartal erfolgen
• Konkurrenz durch Google und Anthropic wächst
KI-Größe und ChatGPT-Entwickler OpenAI schärft sein Profil in Richtung Geschäftskunden und unternimmt Schritte in Richtung eines möglichen Börsengangs. Nach Informationen von CNBC könnte das Unternehmen noch in diesem Jahr den Schritt aufs Parkett wagen.
Fidji Simo, die als CEO of Applications bei OpenAI tätig ist, informierte die Belegschaft vergangene Woche in einer unternehmensweiten Versammlung über die neuen Prioritäten. Das Unternehmen konzentriere sich "aggressiv" auf Anwendungsfälle mit hoher Produktivität, wie aus einer Abschrift der Veranstaltung hervorgeht, die CNBC vorliegt.
Von Nutzermasse zu Intensivnutzung
OpenAI löste mit der Einführung des Textroboters ChatGPT im Jahr 2022 einen regelrechten Boom im Bereich generativer KI aus. Der Chatbot verzeichnet mittlerweile mehr als 900 Millionen wöchentlich aktive Nutzer. Trotz dieser beeindruckenden Reichweite sieht sich das Unternehmen einem intensiven Wettbewerb ausgesetzt, insbesondere im Unternehmenssektor, wo Google und Anthropic als Hauptkonkurrenten auftreten.
"Unsere Chance besteht jetzt darin, diese 900 Millionen Nutzer in intensive Anwender zu verwandeln", erklärte Simo laut der Mitschrift. "Wir werden das erreichen, indem wir ChatGPT in ein Produktivitätswerkzeug transformieren."
Börsengang im vierten Quartal möglich
Der IPO könnte bereits im vierten Quartal dieses Jahres stattfinden, wie eine mit den Vorgängen vertraute Person gegenüber CNBC verlautete. Der genaue Zeitpunkt stehe jedoch noch nicht endgültig fest, betonte die Quelle, die anonym bleiben wollte.
CFO Sarah Friar baut das Finanzteam gezielt im Hinblick auf den Börsengang aus. Früher in diesem Jahr holte sie Ajmere Dale, den ehemaligen Chief Accounting Officer von Block, sowie Cynthia Gaylor, die frühere CFO von DocuSign, ins Unternehmen. Gaylor wird gemäß einem LinkedIn-Post die Investor Relations leiten.
Strategische Neuausrichtung nach "Code Red"
Im Dezember rief OpenAI einen "Code Red"-Zustand aus, um ChatGPT angesichts zunehmender Konkurrenz durch Google und Anthropic zu verbessern. Das Unternehmen zog temporär Investitionen aus Bereichen wie Gesundheit, Shopping und Werbung ab.
Simo betonte während der März-Versammlung, dass OpenAI mit derselben Dringlichkeit wie im Dezember agiere. Allerdings könne nicht alles zur Notfallsituation erklärt werden. "Was für uns jetzt wirklich zählt, ist fokussiert zu bleiben und äußerst gut zu liefern", sagte Simo.
Reduzierte Ausgabenziele
OpenAI arbeitet zudem an klareren Ausgabenzielen, nachdem ehrgeizige Infrastrukturankündigungen Ende 2025 die Märkte verunsichert hatten. Statt der von CEO Sam Altman zuvor genannten 1,4 Billionen Dollar teilte das Unternehmen Investoren im Februar mit, dass bis 2030 rund 600 Milliarden Dollar für Rechenkapazitäten ausgegeben werden sollen, wie CNBC zuvor berichtete.
Die Umsatzprognose für 2030 liegt bei mehr als 280 Milliarden Dollar, wobei nahezu gleichwertige Beiträge aus dem Consumer- und Enterprise-Geschäft erwartet werden. Die 600-Milliarden-Dollar-Zahl soll direkter mit dem erwarteten Umsatzwachstum verknüpft sein.
Martina Köhler, Redaktion finanzen.net
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