dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 27.03.2025 - 17.15 Uhr

27.03.25 17:19 Uhr

US-Wirtschaft schwächt sich moderater ab als erwartet

WASHINGTON - Die US-Wirtschaft hat im Schlussquartal 2024 nicht ganz so stark an Fahrt verloren wie zunächst vermutet. Im vierten Quartal stieg das Bruttoinlandsprodukt zum Vorquartal um annualisiert 2,4 Prozent, wie das Handelsministerium am Donnerstag in Washington nach einer dritten Schätzung mitteilte. Damit wurde eine zweite Erhebung leicht nach oben revidiert. Das Handelsministerium hatte die Beiträge der Nettoexporte, der Staatsausgaben und der Unternehmensinvestitionen zum Wachstum entsprechend korrigiert.

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USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe geben etwas nach

WASHINGTON - In den USA hat die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ein wenig nachgegeben. In der vergangenen Woche fiel die Zahl um 1.000 auf 224.000, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt mit einem Anstieg auf 225.000 Anträge gerechnet. Die Daten signalisieren nach wie vor einen robusten Arbeitsmarkt in der größten Volkswirtschaft der Welt.

Deutsche Industrie warnt vor Zollspirale mit USA

BERLIN - Die deutsche Industrie warnt nach den von US-Präsident Donald Trump angekündigten zusätzlichen US-Zöllen auf Autoimporte vor einer Zollspirale. Wolfgang Niedermark, Mitglied der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbands der Deutschen Industrie sagte, die EU-Kommission müsse mit der Kenntnis der strategischen europäischen Stärken weiterhin auf eine Verhandlungslösung mit den USA setzen. "Eine Spirale aus Zöllen und Gegenzöllen vergrößert den durch die US-Maßnahmen verantworteten Schaden noch weiter."

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ROUNDUP/Ökonomen: Folgen der US-Autozölle für deutsche Konjunktur begrenzt

BERLIN - Ökonomen sehen zunächst keine größeren Folgen der US-Autozölle auf das Wirtschaftswachstum in Deutschland. "Die Auswirkungen für Deutschland dürften sich erst einmal in Grenzen halten", sagte die "Wirtschaftsweise" Veronika Grimm der Deutschen Presse-Agentur. Sie verwies darauf, dass das Institut für Weltwirtschaft (IfW) in Kiel eine Verringerung des Bruttoinlandsprodukts um weniger als 0,2 Prozentpunkte als Folge der Maßnahmen errechnet habe. "Viele, aber nicht alle Autohersteller haben mittlerweile Produktionskapazitäten in den USA. Dadurch werden sie von den Zöllen nicht so stark getroffen."

Eurozone: Wachstum der Geldmenge beschleunigt sich stärker als erwartet

FRANKFURT - Das Wachstum der Geldmenge im Euroraum hat sich im Februar stärker als erwartet beschleunigt. Die breit gefasste Geldmenge M3 stieg im Jahresvergleich um 4,0 Prozent, wie die Europäische Zentralbank am Donnerstag in Frankfurt mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt einen Anstieg um 3,8 Prozent erwartet. Im Vormonat war die Geldmenge um revidierte 3,8 Prozent gewachsen.

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US-Zölle - EU plant Gegenmaßnahmen 'mit maximaler Wirkung'

BRÜSSEL - Die EU hat für den Fall eines Festhaltens der USA an den Autozollplänen eine entschlossene Antwort angekündigt. Wenn notwendig, werde man robust, zügig und gut abgestimmt auf alle unfairen und kontraproduktiven Maßnahmen der USA reagieren, sagte ein Sprecher der für die EU-Handelspolitik zuständigen Europäische Kommission in Brüssel. Er verwies dabei auch darauf, dass in der kommenden Woche mit der Ankündigung weiterer neuer Importzölle durch Trump gerechnet wird.

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ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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